Promi Big Brother 2015: Gewinner und Verlierer – Die Gagen der Stars

Promi-Big-Brother-2015-LogoAm Wochenende kürten die Zuschauer von Promi Big Brother ihren Sieger. Nach 3,5 Stunden Final-Show stand fest: David Odonkor (31) hat die 100.000 Euro gewonnen und setzte sich damit gegen seine Mitfinalisten Nino de Angelo (51) – dritter Platz – und Menowin Fröhlich (27) – zweiter Platz – durch. Warum auch alle anderen keinesfalls leer ausgehen, enthüllte BILD bereits vor Tagen im großen Gagen-Check. Demnach kassiert selbst der Drittplatzierte Nino de Angelo noch satte 105.000 Euro. Menowin geht mit 30.000 Euro plus 10.000 Gutschein eines Möbelherstellers nach Hause.(Quelle: STERN)

http://www.stern.de/kultur/tv/promi-big-brother-2015–darum-bekommt-nino-de-angelo-die-hoechste-gage-und-menowin-froehlich-so-wenig-6393054.html

(TNN) „Nur wer bis zum Ende kämpft und durchhält, kann die 100.000 EUR gewinnen“, tönte der Sat1-Moderator Jochen Schropp einmal mehr in der gestrigen Rückschau auf die diesjährige Staffel Promi Big Brother und natürlich stimmt das nur bedingt. Denn gewonnen haben eigentlich alle Teilnehmer. Zwei Wochen Sendezeit gratis plus horrende Gagenzahlungen versüßten das Brot und Wasser im Keller deutlich und wer würde sich nicht für 100.000 EUR Gage ins Kellerloch einsperren lassen?

Jammern hinfällig

„Jetzt bleibe ich nur wegen ihm drin (…) der nimmt den Pott nicht mit nach Hause“, ätzte Nino de Angelo noch in den Tagen vor dem Finale gegen David Odonkor. In einer Aussprache hatten die beiden sich überworfen und auch Menowin sparte mit Gesten der Traurigkeit nicht. So geht der Zuschauer davon aus, dass die 100.000 Euro Siegerprämie ein Anreiz für die Kandidaten sind durchzuhalten, dabei kassiert jeder von ihnen von vornherein eine 5-stellige Summe nur fürs mitmachen. Verlieren kann bei dieser Sendung also niemand.

Menowin braucht Geld für Möbel

Vor dem Finale wurden die drei Finalisten gefragt, was sie mit dem Geld denn anstellen würden, wenn sie die 100.000 gewinnen. David Odonkor will seinen Keller ausbauen und einen Teil des Geldes spenden. Menowin will Möbel kaufen und eine Wohnung mieten und Nino de Angelo, würde von dem Geld gerne seine Schulden bezahlen. Das kann er nun auch, trotz des dritten Platzes.

Und dennoch: Als Odonkor vergangenen Freitag gewann, war Menowin die Enttäuschung förmlich ins Gesicht geschrieben. Nix da mit 100.000 Euro und Jochen Schropp warf einen berechtigten Einwand in die Runde, wonach auch Leute ohne viel Geld durchaus Möbel in der Wohnung stehen haben. „Ja, aber eben keine Designer-Möbel“, entgegnete Menowin, der einmal mehr nur Zweiter wurde. Schon vor ein paar Jahren unterlag er in einem Finale nur knapp, damals bei „Deutschland sucht den Superstar“ 2010, er ist und bleibt der ewige Zweite.

Sein Statement im Keller, was er mit dem Geld denn anfangen würde, kam dann irgendwie auch übertrieben daher. Man konnte förmlich spüren, dass die Jammerei – keine Wohnung – keine Möbel – irgendwie aufgesetzt war. Vielleicht hat ihn das am Ende auch den Sieg gekostet. Wer so wehleidig um Designer-Möbel bettelt, muss sich nicht wundern, einmal mehr abgestraft zu werden.

Legendär sein Song

Sei es drum. Auch Menowin wird seinen Weg gehen. Am 4. September erscheint seine neue Single „One Step Closer“ und ein guter Sänger ist er alle mal. Vielleicht soger einer der Besten, den RTL je hatte. Fabulös seine Performance von 2010, als er mit „We Are The World“ in jeder Stimmlage brillierte. Der Auftritt ist legendär:

http://www.clipfish.de/special/dsds/video/3264908/2-dsds-mottoshow-menowin-singt-we-are-the-world/

Vierte Chance

Kein Zweifel: Menowin Fröhlich hat seine Qualitäten und jeder hat auch eine zweite Chance verdient. Bei Menowin ist es dennoch schon die dritte oder vierte. Auffällig war auch, dass weder seine Frau, noch seine Eltern im Publikum saßen. Nach Drogen und Gewalt-Exzessen ist das vermutlich auch nicht so leicht, selbst für Angehörige nicht.

Koks für 600.000 Euro

Ganze 600.000 Euro will sich Menowin durch die Nase gezogen haben. Sein Bericht darüber im Keller – zu Beginn der Staffel – wirkte streckenweise prahlerisch, als wolle er sich damit auch noch berühmen, schaut her, was ich Schlimmes schon getan habe, nun bin ich der „Paulus“ und will weg vom „Saulus“, so oft hat er das schon versucht. Wird es diesmal klappen?

195.000 für Odonkor

Zählt man Gage und Gewinn zusammen, verlässt David Odonkor die Sendung mit satten 195.000 Euro in der Tasche. Das reicht locker für einen Partykeller im heimischen Bielefeld und für ein paar Spenden, die er ja versprochen hat.

90.000 für Désirée Nick

Auch Désirée „Die Giftschlange“ Nick werden ihre Lästerattacken mit 90.000 Euro im Nachgang vergoldet, auch sie geht nicht leer aus, wie alle Anderen übrigens auch. Während „Herzilein“-Sänger Wilfried Gliem sich über 100.000 Gage freuen darf, kassiert Party-Löwe Michael Ammer ebenfalls 95.000 EUR und die Frage ist, ob das die Leistung denn wert war?

„Keiner von denen hat das Geld verdient“, schreibt ein aufgewühlter Zuschauer in einem der Kommentare des Original-Berichts bei BILD.de und ein anderer schreibt:  „Sat1 verschleudert die Kohle ganz ähnlich wie unser Staat“, das stimmt natürlich. Warum also zahlt der Sender freiwillig so viel Geld?

Bekanntheit zieht

Je bekannter ein Promi ist, desto mehr Zuschauer lockt er vor den Fernseher. Deshalb bekommt ein Nino de Angelo auch mindestens genauso viel wie Wilfried Gliem, den die halbe Nation als dickbäuchigen Volksmusik-Sänger kennt und Deutschlands Zuschauer sind sadistisch genug, ihren Liebling auch mal leiden zu sehen, das bringt ´ne Menge Quote und nur um die geht es.

Original im Anmarsch

Wer glaubt, dass der Fernseh-Container nach Ende von Promi Big Brother 2015 nun auch zerlegt wird, der hat sich getäuscht. Bereits am 22. September steigt die Normalo-Version des Formats im selben Gebäude und mit neuem Logo. 3 Monate lang heißt es dann täglich drei Stunden Überwachungs-TV beim kleinen Sat1-Bruder „SIXX“. Jochen Bendel wird moderieren.

Foto: Sendelogo / Sat.1 PBB / Für redaktionelle Zwecke frei

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Filmreifer Auftritt von Nino de Angelo – Wird er Promi Big Brother gewinnen?

NinoDeAngelo-PromiBigBrother-v3Nino „Tom Hanks“ de Angelo spricht mit einem Geschirrtuch und Désirée „Die Natter“ Nick ist raus! Wer hätte gedacht, dass es noch einmal so spannend wird bei Promi Big Brother 2015. Mit der Sendung vom 27. August haben die Macher um „Endemol Shine“ ein umstrittenes Meisterwerk abgeliefert, das muss man jetzt einfach mal sagen.

(TNN) Man nehme einen Alkohol liebenden Alt-Schlagerstar und eine Vogelnest tragende Fernsehzicke und stecke beide zusammen in ein Haus, ähh, Keller und hoffe auf ein freudiges Miteinander. Dass ein Solches nicht eintrat, war klar vorhersehbar und sicherlich auch Kalkül der Produzenten, die damit auf die Quote schielten.

20 Prozent Marktanteil

Vergangenen Mittwoch war es dann soweit. Das Format um Ganztagsbeschau erreichte erstmals 20 Prozent Marktanteil in der jüngeren Zielgruppe bei Sat1. Ein gewisser Erfolg für den Sender und der ist nicht zuletzt auch Nino de Angelo (51) zu verdanken, der – ob Schauspieler oder nicht – die Zuschauer mit seiner Offenherzigkeit klar bei Stange hielt.

Erst hielt er David Odonkor eine beispiellose Standpauke für sein illoyales Verhalten ihm gegenüber – Odonkor hatte ihn zuvor nominiert – und dann zeigte der einstige „Jenseits von Eden“-Sänger die volle Bandbreite menschlicher Schwächen. Von Möbel treten bis Krokodilstränen vergießen war alles dabei.

Eine Puppe namens „Rudi“

Die Nummer im Keller, als er Pappkameraden „Rudi“ sein zerschundenes Gesicht zurechtrückte war zweifellos filmreif, das hätte Tom Hanks – im seinem Film „Cast Away“  – nicht besser machen können.

Worum ging´s? Weil Nino die meisten seiner Containerkollegen für üble Heuchler hält, bastelte Nino sich eine Puppe aus Pappe und Papier, ähnlich wie Tom Hanks das im Kinofilm „Cast Away – Verschollen im Paradies“ mit einem Volleyball schon tat und auch er tat es um der Einsamkeit zu entfliehen und mit jemanden reden zu können, wenn sonst niemand zum reden da ist.

„Wer hat Dich so zugerichtet?“ – „Wer war so herzlos?“ – „Wer hat Dir das angetan?“ – fragte der 51-Jährige (im Vollrausch) immer und immer wieder und weinte dabei bitterliche Tränen.

Problem war, dass „Rudi“, so der Name der Puppe, offenbar nicht mehr der Selbe war, nachdem die weiblichen Insassen ihn in ihren Fittichen hatten. Die Nase war weg, das Haupthaar verschoben, dem „Rudi“ wurde übel mitgespielt, so übel, dass Nino seinen Unmut darüber nicht mehr verbergen konnte und deswegen wohl auch die Nerven verlor – minutenlang. Die Kamera hielt drauf und Millionen schauten zu. Mehr Posse geht nicht und wenn das kein Schauspiel war, dann war es zumindest großes Kino der Herzen. Selbiges hat dem kleinen Mann mit italienischer Abstammung offenbar eine Menge Pluspunkte eingebracht, auch wenn Andere das heiter belächeln.

Presse dankbar

„Nino de Angelo redet mit Geschirrtuch“, titeln die Medien am nächsten Tag, „Ha ha“, ein großer Geniestreich – gewollt oder ungewollt – das ist in dem Fall auch egal. Die Aufmerksamkeit war ihm sicher, denn so etwas ist entweder sauschwer zu spielen oder eben wahrhaft so passiert und egal ob nun gestört oder nicht, es ist die Echtheit die zählt, nur das kann die Zuschauer heute noch begeistern. Viele sehen den 51-Jährigen, der mit bürgerlichen Namen Domenico Gerhard Gorgoglione heißt, nun sicherlich mit anderen Augen.

Désirée Nick enttäuscht

Ganz anders erging es Désirée Nick (58). Die wurde am gestrigen Donnerstag rausgewählt und danach kam´s dicke für die Blondine. Zunächst konnten Jochen Bendel und Melissa Khalaj in ihrer After-Show Sendung „Promi Big Brother Late Night Show“ nicht wirklich hinterm Berg halten, was sie von der oft sehr dominant wirkenden Theaterschauspielerin halten und dann fallen auch noch ihre eigenen Fans über sie her, von wegen sie hätte sich „verschätzt“ und wäre mit ihren Lästerattacken „zu weit gegangen“.

Auf Ihrer eigenen Facebook-Seite hagelt es kübelweise Kritik. Ein offenbar ehemaliger Anhänger der Schauspielerin schreibt dort – Zitat: „Als sie im Dschungel war, hatte sie unzählige Sympathiepunkte bei mir, die war dort eine so taffe und mutige Frau, die hat alles mitgemacht (…) aber was sie bei BB abgezogen hat, ist echt nicht normal und da hat sie die komplette Sympathie wieder verloren“, schreibt Martin S., der seine ehemalige Heldin aus dem „Dschungel“ nun für eine „bösartige, unberechenbare Person“ hält.

„Bösartigkeit in Person“

Auch Anne A. schreibt: „Eine derart hinterhältige, falsche und intrigante Person wie Frau Nick ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht unter gekommen (…) “ die Frau sei die „Bösartigkeit in Person“ und ein gewisser Ricardo van U. glaubt, dass Frau Nick im wahren Leben auch nicht viele Freunde hat, „arme, verbitterte, alte einsame Frau“ setzt er noch hinzu. (Quelle: Facebook / Désirée Nick / Screenshot vom 28.8.2015)

Übel genommen haben ihre Fans ihr offenbar auch, dass Désirée Nick sich nach der Abwahl nicht mal verabschiedet hat. Nach dem Rauswurf verließ sie fluchtartig das Haus. Ein Fan der Sendung schrieb daraufhin: „Wenn man verliert, sollte man Größe zeigen“ und ihr „Abgang“ sei „mehr als peinlich“ gewesen.

Stimmen dazu gab es bis aus Mallorca. So meldete Drag Queen Olivia Jones (45) sich noch in der selben Nacht per Telefon und Live-Schalte zu Wort und kritisiert das Verhalten von Désirée Nick scharf. Sie habe mit ihrer Art Andere nieder zu machen „deutlich übertrieben“ und sich damit „ins Aus geschossen“. Auf Schwächeren herumhacken, „so was macht man einfach nicht“, hieß es noch während der Live-Sendung bei SIXX am frühen Freitag morgen.

Heute Abend kämpfen Nino de Angelo, Menowin Fröhlich, David Odonkor, Sarah Nowak sowie Julia Jasmin Rühle um den begehrten Sieg im Promi BigBrother Haus 2015. Viertel nach Acht ist es soweit.

Fotos: Screenshot / Sat 1 / Facebook

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ZDF «Wetten dass …» Pilawa mischt sich ein

Lanz nervt, urteilen die ZuschauerDas «Wetten dass …» Debakel vom vergangenen Wochenende ruft selbst Tage später noch Kritiker auf den Plan. Nachdem der „Stern“ Anfang der Woche die Einstellung der Sendung forderte, meldet sich nun auch der Moderator Jörg Pilawa zu Wort und gibt bekannt, dass er sehr „froh“ sei, das Format damals nicht übernommen zu haben.

(TNN) „Dieser Kelch ging an mir vorüber“, sagte Pilawa im Interview mit dem Männermagazin GQ und hebt hervor, dass die Fehler „ganz klar“ auf redaktioneller Seite gemacht wurden, so Pilawa.

Schlechteste Quote aller Zeiten

Nur 6,85 Millionen Zuschauer wollten den Saisonauftakt vergangenen Samstag sehen, so wenig wie noch nie und anders als Pilawa geben die Zuschauer der Show vor allem Markus Lanz die Schuld für das schlechte Abschneiden der Show.

Kübelweise Hohn und Spott

„Diese Sendung sehen wir uns nicht mehr an. Das gute Niveau früherer Sendungen ist mit dem jetzigem Personal nicht mehr vergleichbar“, wettert ein enttäuschter Zuschauer in den Kommentaren des „Stern“-Artikels und andere schreiben, „das Problem Nummer 1“ sei „Labertasche Markus Lanz“, der ständig dazwischen „sabbele“, sich selbst gerne reden höre und damit kräftig nerve. „Der muss ausgetauscht werden“, fordert die Zuschauerschaft.

http://www.stern.de/kultur/tv/krise-des-show-klassikers-lanz-ist-das-hauptproblem-von-wetten-dass–2062995.html

Hybris Markus Lanz?

In der Tat ist es fraglich, weshalb die Redaktion der Show angesichts der heftigen Personal-Debatte weiterhin an Lanz festhält. Lanz sei inzwischen zum „Hauptproblem“ von „Wetten, dass ..?“ geworden, urteilt der „Stern“. Ein „übermotivierte Moderator“, der immer 120-prozentig dabei sei und dabei wirke, wie ein „überdrehter Gastgeber einer Party, die nicht so recht in Schwung kommen will“, so das Blatt.

Lanz sich keiner Schuld bewusst

Markus Lanz hingegen sieht das anders. „Ich kann mich nicht immer dafür entschuldigen, dass ich so bin wie ich bin. Ich will das auch nicht.“, sagt er im Focus-Interview und enthüllt, dass im internen Gespräch mit dem ZDF von vorn herein gar nicht mehr als 6-8 Millionen Zuschauern erwartet wurden, weshalb die Quote so auch in Ordnung sei.

Pilawa mit Ideen

Und während die Fangemeinde der Show sich auf Lanz einschießt, kritisiert der Moderator Jörg Pilawa vor allem die redaktionellen Entscheidungen der Sendungsmacher. So genüge es nicht, nur ein paar Nuancen im Programmablauf der Sendung zu ändern, man hätte viel größere Einschnitte vornehmen müssen. Die Einspieler müsse man ändern und das Konzept in Richtung „Challenge-Show“ weiter entwickeln, so Pilawa.

Zukunft fraglich

Was aus dem Sendeformat wird, ist ungewiss. Personell jedenfalls gibt es kaum Alternativen. Hape Kerkerling will nicht und Gottschalk ging freiwillig. Selbiger wäre aber der Einzige, der die Sendung retten könne, da sind sich alle einig. Nur er allein könnte die Sendung wieder zu dem machen, was sie einmal war – ein Zuschauermagnet. „Wetten dass…“ war Gottschalk und Gottschalk war „Wetten dass….“. Mit ihm kam und ging das Format, eine starke Marke, die mit ihm auch gewachsen ist.

Starke Marke

Wer früher „Wetten dass…“ einschaltete, wusste, was er zu erwarten hat. Dieser Glamour war garantiert – jeder wusste, dass es dazu kommt. Gottschalk war seinen Gästen ebenbürtig, mit den Größen dieser Welt sprach er auf Augenhöhe. Eine Souveränität, die Lanz eindeutig vermissen lässt und vielleicht auch nie erreichen wird. Dafür ist er einfach zu viel „Lanz“ und zu wenig Gottschalk.

S.Q. Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/kultur/ZDF-Wetten-dass-Markus-Lanz-Kritik.html

Foto: Screenshot / Youtube

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– Text frei bei Nennung der Quelle TNN –

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Klitschko in Moskau – Viel Geld um nichts – Ruhmloser Sieg gegen Powetkin

Klammern, halten, drauflegen - hat das ein Weltmeister nötig?119:104 hatten am Ende alle drei Punktrichter auf dem Zettel stehen und Alexander Powetkin verlor damit klar nach Punkten gegen den alten und neuen Weltmeister Wladimir Klitschko (37), der damit auch den bisherigen Inhaber des „WBA“-Gürtels bezwingt.

(TNN) Es war der Mega-Event des Wochenendes. RTL zog alle Register und begann schon um 20.15 Uhr mit der Vorberichterstattung. Drei Stunden Programm inklusive Kampf und der hatte es in sich.

Löwenherz Powetkin

„Ich gebe niemals auf und kämpfe immer bis zum Letzten“, sagte Alexander Powetkin (34) und versprach, künftig noch mehr zu trainieren. Trotz der guten Taktik im Infight an «Dr. Steelhammer» heran zu kommen, konnte der Russe nicht wirklich punkten. Wohl auch, weil Klitschko sich ständig auf ihn drauflegte und den Russen nach unten drückte. Das russische Staatsfernsehen kritisierte den Ukrainer deshalb auch scharf und im Internet wird Klitschko nun als «Grabimir Clinchko» verspottet.

Kein glanzvoller Abschluss

Zwar hatte Klitschko den Russen mehrfach am Boden, aber zum Knock-Out reichte es nicht Für das unfaire Verhalten kassierte Klitschko dann auch noch einen Punktabzug. Sogar Box-Legende Lennox Lewis, der als RTL-Experte hinzu kam, kritisierten das Verhalten des Super-Champions scharf. „Ich war nicht beeindruckt“, sagt Lewis im Interview nach dem Kampf und Ex-Europameister Krasniqi fügte hinzu: „Der Ringrichter hätte Klitschko viel öfter verwarnen müssen“.

Dem Sieg die Ehre genommen

11,02 Millionen Zuschauer sahen zu, als Klitschko den Russen in der 7. Runde am Boden hatte, doch Klitschko setzte nicht nach. Fehlte ihm der Mut? Er hätte es beenden können und tat es nicht. Ging stattdessen auf Sicherheit und nahm sich zurück. Er ist eben ein Minimalist.

Putin blieb fern

Zuvor noch groß angekündigt kam er dann doch nicht. Der russische Präsident Wladimir Putin, ein Gewinner, der nicht gerne im Kreise von Verlierern verweilt. RTL hatte extra auf kabelgebundene Mikrofone umgestellt, weil bei Ankunft des Präsidenten sämtliche Funkverbindungen gekappt werden – wohl aus Sicherheitsgründen, aber soweit kam es dann doch nicht. Putin ahnte offenbar, dass diese Aufgabe für Powetkin unlösbar werde. Geschadet hat es dem Russen dennoch nicht.

Dickste Börse der Karriere

Und nennen wir es „Trostpflaster“. Insgesamt 23 Millionen US-Dollar hatte ein russischer Oligarch für den Kampf ausgelobt. Klitschko ging mit satten 17 Millionen nach Hause. Powetkin bekam 4,3 Millionen. Das ist weit mehr, als der Kampf wert war. Sehenswert jedenfalls war er nicht.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/sport/Klitschko-Powetkin-2013-Moskau.html

Foto: Screenshot / Youtube

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Quotenhoch bei Promi Big Brother – Wie Weltstars sich zum Affen machen

Foto: Werbelogo / Sat.1Sie haben zig Millionen Dollar verdient, sind Weltstars – reich und berühmt und rund 2 Milliarden Menschen kennen ihre Gesichter.Die Ex-Baywatch-Mime Pamela Anderson (46) und Fernseh-Rettungsschwimmer David Hasselhoff (61) zählten einst zur Top-Elite der US-Schauspieler. Heute treten sie in drittklassigen Fernsehshows auf. Zuletzt auch im deutschen Fernsehen – bei Promi Big-Borther! Warum tun sie das?

(TNN) Der eine war schnell wieder raus. David Hasselhof („Looking For Freedom“) kam, sah und streikte. Ganze 4 Tage lang hatte er es im Container ausgehalten, zusammen mit 10 Möchtegern-Promis, die meisten davon gescheitert, im Leben, auf der Bühne, vor der Kamera. Von selbiger werden sie nun beobachtet, rund um die Uhr. Beim essen, schlafen, duschen und zoffen und nichts ist mehr peinlich. Busenblitzer ausdrücklich erwünscht und die Würde gibt man ab, am Eingang zum Haus, einem neu erbauten Containerkomplex in Berlin-Adlershof, dort wird die Sendung produziert und das Dummvolk schaut zu – oder nicht?

Miese Quoten

Das Trash im deutschen Fernsehen nicht mehr ohne Top-Stars auskommt, zeigen die schlechten Quoten. Hatten Anfangs noch knapp 3 Millionen Menschen zusehen wollen, sank die Quote nach dem Auszug von David Hasselhoff rapide und quasi postwendend. Ein Grund mehr nachzulegen und so verpflichtete Sat1 die Ex-Baywatch-Nixe Pamela Anderson. Die nämlich ist pleite und nahm dankend an.

http://www.focus.de/kultur/vermischtes/baywatch-legende-im-container-pamela-anderson-bei-big-brother-wie-pleite-ist-sie-wirklich_aid_1110774.html

Pamela Anderson hoch verschuldet

Screenshot / YoutubeDem US-Finanzamt schuldet die dralle Blondine noch rund 1,7 Millionen Dollar. 370.000 davon müssen noch diesen Monat überwiesen werden, sonst gibt´s Saures. Wohl auch deshalb hat Busen-Pam angenommen und verriet ihren Status gleich mit. „Ich arbeite im Moment wie ein Tier, um mich aus der finanziellen Notlage zu befreien“, erklärte sie schon Anfang des Jahres gegenüber dem Nachrichtendienst „spot on“. Angeblich hat ihr Ex-Manager sie abgezockt, ein Blick auf IMDB.com zeigt aber, dass sie seit 2006 kaum noch ordentliche Jobs hatte. Ein „A-Movie“ jedenfalls war nicht dabei und auch die übrigen Kandidaten im Haus wirken eher verzweifelt als überzeugt.

Übrige Kandidaten nicht besser

Martin Semmelrogge zum Beispiel: Eigentlich ein cooler Typ, aber nach Knast (wegen Fahrens ohne Führerschein) ins straucheln geraten und seit Jahren schon in keinem großen Film mehr zu sehen. Bei Big Brother macht er mit, weil er sich dadurch erhofft, neue Engagements zu erhalten. Der Wunsch ist eigentlich so traurig wie komisch, denn Trash-Formate im Fernsehen sind meist auch die Endstation für gescheiterte Existenzen.

Nicht anders bei Jenny Elvers-Elbertzhagen. Nach Absturz und Alkoholsucht zog auch sie in den „Promi“-Container, der eigentlich keiner ist, denn echte A-Promi´s sind dort kaum zu finden. Oder wer kennt “ Percival Duke“ (47)? Der Sänger aus der SAT.1-Castingshow „The Voice of Germany“ machte vor allem durch Betrug und Schulden von sich reden. So berichteten Medien bereits Anfang letzten Jahres darüber, dass Duke mehrere Vermieter um tausende von Euros geprellt habe. Von „dreifachem Betrug“ ist die Rede (Quelle: BILD.de).

Scheitern als Programm

Von der Quelle mal abgesehen, scheint dies überhaupt das Aufnahmekriterium für Sendungen dieses Formats zu sein. Wer nicht schon mal richtig abgestürzt ist, darf erst gar nicht rein, weder ins Dschungelcamp noch zum „Großen Bruder“ und irgendwie lieben es die Zuschauer, sich am Müll der Anderen zu ergötzen. Das englische Wort „Trash“ bezeichnet – in diesem Zusammenhang – „ein kulturelles Produkt mit geringem geistigen Anspruch, an dem gerade der Aspekt der Geistlosigkeit genossen wird“ (Quelle: Wikipedia).

„Trash“ und kein Ende?

Die Nachfrage regelt das Angebot und solange es eine gewisse „Unterschicht“ im Volke gibt, wird es auch „Unterschichtenfernsehen“ geben, mit Programmen, die sich an zumeist einkommensschwache, bildungsarme Mitglieder der Gesellschaft richten. Das muss grundlegend nicht falsch sein, denn auch diese Menschen wollen versorgt sein, nur bleibt die Frage, ob man nicht besser in Bildung und Soziales investiert, als in Sendungen, die den Wutbürger auf Niveau halten, ihn quasi darin bestätigen, wo er steht. Geht das nicht auch anders?

Abschalten hilft

Der Sender will Geld verdienen, nicht umerziehen. Der Zuschauer macht das Programm, nicht der Sender! Würden die Konsumenten wegbleiben, müssten die Sender sich was Neues ausdenken, kreativ werden, über den Tellerrand hinausschauen. Das kostet Geld und Ideen, beides ist nicht (oder kaum noch) vorhanden, weshalb man gerne auch festhält, am Affen der nach Zucker schreit.

S.Q. Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/medien/Promi-Big-Brother-Pamela-Anderson.html

Foto: Screenshot / Youtube

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– Text frei bei Nennung der Quelle „TNN“ –

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Schwarzes Deutschland – Merkel gegen alle

Foto: Screenshot / TagesschauWarum «Angie» so beliebt ist

Zu DDR-Zeiten gab es einen „Schwarzen Kanal“ und Merkel war mittendrin. Heute gibt es eine schwarze Republik und Merkel führt sie an. Muss man sich Sorgen machen? Nicht wenn man farbenblind ist!

http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2013-09-22-BT-DE/index.shtml

(TNN) Die Deutschen haben gewählt. 41,5 % der Wahlteilnehmer entschieden sich für Merkels schwarzgefärbte Union, nur 25,7 % wollten die SPD an der Spitze dieses Landes wissen. Grüne und Linke kamen jeweils auf 8,4 und 8,6 % und die FDP katapultiert sich mit historischen Verlusten aus dem Bundestag (minus 9,8 = 4,8%). Auch die viel umworbene AfD blieb hinter den Erwartungen zurück und schaffte die 5%-Hürde nicht.

Deutschland einig Merkel-Land

Die Deutschen lieben ihre „Angie“. Das Wahlergebnis ist fast ausschließlich ihr – Angela Merkel – geschuldet. Sie ist unspektakulär, mütterlich, zurückhaltend, damit ist sie vielen Deutschen näher als Peer Steinbrück, dem zuweilen auch Arroganz nachgesagt wird. Gegen diese Frau ist derzeit kein Kraut gewachsen, kaum jemand, der es mit ihr aufnehmen kann, was fehlt sind Köpfe, Leute mit Format, aber die sind nicht in Sicht.

Rollende Köpfe nach der Wahl

Der erste, der am Tag nach der Wahl zurück trat, war Philipp Rösler (FDP). Seine Partei fuhr das schlechteste Ergebnis der Nachkriegsgeschichte ein und ist erstmals seit 1949 nicht mehr im Bundestag vertreten. „Wir wissen, dass wir bewusst abgewählt wurden“, erklärt er kurz nach der Wahl. Sein Partei-Kollege Christian Lindner – ebenfalls nicht unumstritten – wird ihn beerben, ob er die Partei retten kann, muss sich zeigen.

Parteispitze der Grünen trat geschlossen zurück

Sowohl Claudia Roth, als auch Renate Künast stellten ihre Ämter Anfang der Woche zur Verfügung. Trittin zog nach, wenn auch nur widerwillig und sie tun gut daran. Es ist der einzige Weg, um weiteren Schaden von der Partei abzuwenden.

Eklatante Fehler im Wahlkampf

Den Grünen war es im Wahlkampf nicht gelungen, die Wähler vom Zweck und Nutzen einer Steuererhöhung zu überzeugen. Als dann auch noch bekannt wurde, dass Trittin 1981 für ein kommunalpolitisches Programm der Alternativen-Grünen-Initiativen-Liste in Göttingen verantwortlich zeichnete, wo es um „Sex mit Minderjährigen“ ging, demontierten die Presse ihn genüsslich. Trittin forderte damals Straffreiheit für gewaltfreie sexuelle Handlungen mit Minderjährigen und gestand ein, damals einen Fehler gemacht zu haben. Damit war die Wahl für die Grünen quasi gelaufen.

Selbiges bei der SPD, als Steinbrück plötzlich von einem Erpresser heimgesucht wurde, der ihm Steuerhinterziehung unterstellte, eine sogenannte „Putzfrauen-Affäre“ machte die Runde und auch das hat Steinbrück nicht gerade beliebter gemacht.

Man könnte glauben, der politische Gegner habe ganze Arbeit geleistet, um sich den Mitbewerber vom Hals zu schaffen und es wundert doch immer wieder, wie Schmutzwäsche dieser Art ausgerechnet vor den Wahlen gewaschen wird. Haben die „Schwarzen“ gezielt denunziert?

Snowden lässt grüßen

Beispiel: Die NSA-Affäre um Edward Snowden, den US-amerikanischen Whistle-Blower, der mit seinen Enthüllungen die halbe Welt auf den Kopf stellte und auch Deutschland und der BND kamen darin vor. Seinen Informationen zu Folge habe es illegale Abhöraktionen auch in Deutschland gegeben und Merkel will davon erst aus der Presse erfahren haben, was bestenfalls fraglich ist. Die Deutschen haben ihr das nicht krumm genommen, an Sympathie-Werten hat sie kaum eingebüßt, das halbe Land steht hinter ihr, warum ist das so?

Merkel in der DDR eine Mitläuferin?

Während Sarah Wagenknecht (DIE LINKE) in der DDR nicht studieren durfte – den Genossen dort war sie angeblich zu aufmüpfig – studierte Angela Merkel mit dem Segen der Ost-Bonzen nahezu vorbildlich, was eigentlich nur möglich war, wenn man dem System treu ergeben ist und diese Treue auch lebt. Eigenen Angaben zu Folge war Merkel in der Akademie der Wissenschaften der DDR nur als Kulturreferentin der örtlichen FDJ-Gruppe tätig. Andere Quellen behaupten, Merkel sei für „Agitation und Propaganda“ zuständig gewesen (Ralf Georg Reuth in der Welt am Sonntag v. 19. Juni 2005).

http://www.welt.de/print-wams/article129161/Angela-Merkels-zweierlei-Welten.html

Ein Posten, der ohne nähere Verstrickung in das DDR-System kaum möglich gewesen wäre. Zitat: „Dass Horst Kasner (Merkels Vater) in der DDR „etwas Besonderes“ war, davon profitierten freilich auch seine drei Kinder. Während der Sohn eines systemkritischen Pfarrers bestenfalls einen Job als Hilfsschlosser bekam, gehörte die 1954 geborene Angela zu den wenigen Auserlesenen, die die Erweiterte Oberschule (EOS) besuchen durften“. Auch das dürfte ohne eine gewisse Grundhaltung dem System gegenüber nicht möglich gewesen sein, weshalb die Frage durchaus berechtigt ist, welche Frau mit welcher Vergangenheit dieses Land führt und ob Merkel heute nicht die selbe Taktik fährt wie damals – nämlich gute Miene zum bösen Spiel zu machen und ein ganzes Volk folgt ihr blind.

Deutschland sieht schwarz

Was in Sachen NSA-Affäre vertuscht und geleugnet wurde, hat die Dimension eines Supergau´s und keiner war so wenig um Aufklärung bemüht wie Angela Merkel – „America´s best Friend“, die immer nett und höflich lächelt, die zurückhaltend und mütterlich über Bühnen schwebt, als hätte es diesen Skandal nie gegeben.

In diesem Punkt steht sie ihrem einstigen Ziehvater Helmut Kohl in nichts nach. Der hat größere Krisen auch einfach ausgesessen und war bekanntermaßen 16 Jahre an der Macht. Gemessen daran könnte es noch eine Weile dauern, bevor aus schwarz wieder bunt wird.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

Foto: Screenshot / Tagesschau

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Die Sex-Posse von RTL und «Bild»: Alles nur Werbung?

Foto: RTL-Presse / DSDS-LogoEs gibt Sender, die haben eine Prime-Time und es gibt Sender, die haben eine Sex-Time. Zu letzterem zählt seit vergangenem Wochenende nun endgültig auch RTL, die mit frivolen Puff-Witzen versuchen die verloren gegangenen Zuschauer zurück zu gewinnen. Eine Rechnung, die nicht aufging. Nur magere 3,54 Millionen Zuschauer, ganze 11,6 Prozent wollten das Schmierentheater von „DSDS & Co.“ am Wochenende noch sehen und das will schon was heißen.

(TNN) Zu Spitzenzeiten mit einer Traumquote von bis zu 15 Millionen Zuschauern belohnt, springen immer mehr Fans der Show ab und wollen nicht mehr sehen, was RTL ihnen glauben machen will. Von unzüchtigen Sex-Eskapaden und weitschweifenden „Sodom und Gomorra“ ist die Rede. Kandidaten treiben es untereinander und auch das TV-Team habe Sex mit Casting-Kandidaten gehabt, so die Berichte der letzten Zeit.

http://www.google.de/#hl=de&sclient=psy-ab&q=dsds+sex+site:shortnews.de

Ein Skandal wie am Reißbrett entworfen – so scheint es – und wieder spielen sich „Bild“ und RTL die Bälle zu.

Chronik einer Kumpanei
„Die Schlampe muss man mitnehmen“, lancierte Dieter Bohlen zunächst einen Spruch in einer der Sendungen vor Beginn der Live-Mottoshows bei „Deutschland sucht den Superstar“ und gemeint war Sarah Joelle Jahnel (23), die mit Aussagen und Andeutungen nicht hinterm Berg hielt und zuletzt auch das TV-Team von RTL beschuldigte, mit einzelnen Kandidaten Sex gehabt zu haben. Der Grundstein war gelegt und die „Bild“-Zeitung legte nach: „Bohlens Schlampe Sarah packt aus: Bei DSDS geht jeder mit jedem ins Bett!“, lautete die Schlagzeile am Abend des 18. März (23:37 Uhr!!!).

http://www.bild.de/dsds/2013/dsds/kandidatin-sarah-das-ist-der-groesste-puff-im-tv-29562938.bild.html

Nur Stunden später verbreiteten ganze Heerscharen von Internetmedien das Thema zur Freude von RTL, die sich wohl heimlich ins Fäustchen lachten, über die Gratis-PR, die es nun wieder gab. Wenn nix mehr geht, „Sex sells immer“, muss sich wohl auch einer der Werbestrategen des Hauses gedacht haben oder warum sonst wurde Sarah Joelle Jahnel zur Schlampe der Nation gemacht?

Mutter war entsetzt
„Möchtest du dir diesen Stempel wirklich aufdrücken lassen?“, fragte die Mutter ihre Tochter, die gegenüber RTL lediglich erzählte, dass sie gerne auf Partys gehe, wie jedes andere Mädel in ihrem Alter auch. Und natürlich hatte sie sich ausgezogen – für den Playboy – wie tausend andere vor ihr auch, und die wurden ja auch nicht als „Schlampe“ betitelt.

Anmerkung: Wenn Sarah Joelle eine Schlampe ist, müssten auch Pamela Anderson, Marilyn Monroe und Jenny McCarthy eine Schlampe sein, denn die haben sich auch schon nackig gemacht, für das Magazin mit dem „Bunny“-Logo ganz oben auf und viel mehr hatte Sarah Joelle bis dahin nicht gemacht.

„Schlachten“ für die Quote
Für die Anhebung der im Sinkflug befindlichen „DSDS“-Quote ist dem Sender scheinbar alles recht. Da stört es auch nicht, eine Kandidatin zum „Schafott“ zu führen, sie zu beleidigen und in den Medien falsch darzustellen, den „Stempel“ kriegt sie nie wieder los. Egal was sie tut, immer wieder wird man sich daran erinnern, dass sie in irgendeiner hirnverbrannten Sanges-Sendung als „Schlampe“ bezeichnet wurde und wer macht sich schon die Mühe, die Hintergründe zu recherchieren und zu begreifen, dass auch sie nur ein gewöhnliches Medienopfer von RTL und „Bild“ war?

Nichts ist peinlich
So zelebrierte RTL den vermeintlichen Skandal gleich zu Beginn der 2. Mottoshow mit Bildbeweis und großem Tam-Tam, „schaut her, über uns wird berichtet“, sollte wohl die Botschaft sein. In großen Lettern wird die Schlagzeile eingeblendet, mit Einspielern unterlegt, brüstet der Sender sich über die neueste Schlagzeile zur Show und wirkt irgendwie auch stolz darauf, dass teils Minderjährige beim Casting zum Sex verführt wurden. Ist das jetzt allen Ernstes der geniale Coup, mit dem der Sender die Show vor dem Aus retten will?

Ein Zuschauer dazu schreibt: „Wenn eine Sendung mit Berichten dieser Art künstlich am Leben gehalten werden muss, dann ist das Ende meist nicht weit …“ (Quelle: Shortnews.de)

Sendung vor dem Aus?
Die Tatsache, dass die schmierige Sex-Posse vom Sender selbst auch für Werbezwecke gnadenlos ausgeschlachtet wurde und das Thema dann noch durch eine komplette Samstag-Abend Show trug, zeigt auch, wie verzweifelt der Sender diese Schlagzeilen jetzt braucht, um überhaupt noch eingeschaltet zu werden. Wäre es dem Sender egal oder peinlich gewesen, hätte man es nur kurz erwähnt, nicht aber zehn mal noch breitgetreten. Und genau das legt den Verdacht nahe, dass alles so auch gewollt war. Dass Sender und Zeitung unter einer Decke stecken und die Zeitung nur das druckt, was dem Sender auch passt. Man könnte auch sagen: Die „Bild“-Zeitung ist das inoffizielle Werbe-Organ des Senders RTL und froh stimmt daran eigentlich nur, dass viele das schon wissen und nicht jeder mehr darauf hereinfällt.

Nicht eine einzige Nachrichten-Agentur hatte das Thema verbreitet. Auch das ein starkes Indiz dafür, dass die Kumpanei von „Bild“ und RTL längst durchschaut und entlarvt ist, egal wie geschickt die beiden sich noch ins Zeug legen.

Sex geht weiter
Freilich schreiben ein paar findige Storyliner der Show schon an der nächsten Posse. Die rothaarige Lisa aus dem Erzgebirge und der fesche Erwin aus dem schwarzwäldischen Pforzheim – er sieht ein bisschen aus wie Jason Donovan mit 20 – sollen wohl das nächste Tuschel-Thema der verkommenen Kuppel-Show werden und wenn die Liebe dann versagt, können die „Superstars“ ja gleich noch weiter ziehen: Zu „7 Tage Sex“, der Sender hat für alles eine Lösung.

„Singen und Poppen“, das scheint überhaupt die Marschrichtung zu sein. Von Scham und Würde keine Spur.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/medien/DSDS-Sex-Quote-Sender-RTL.html

Foto: RTL-Presse / DSDS-Logo

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Nach der Obdachlosen-Hetze: Aktivisten fordern hohe Strafe für die Betreiber des Penner-Games

Foto: Facebook

Screenshot / Facebook

Sie haben gelogen und betrogen, sie haben das Impressum einer Internetseite gefälscht und tausende Facebook-User hinters Licht geführt. Nun fordern Online-Aktivisten eine hohe Strafe für die Spiele-Entwickler Marius Follert (24) und Niels Wildung (24), die zum Erreichen ihrer zweifelhaften Ziele „andere Menschen in Gefahr brachten“, so das Urteil der Kritiker, die sich am vergangenem Wochenende zu einer sogenannten „Facebook-Veranstaltung“ zusammen fanden.

http://www.facebook.com/events/508995949146988/?mall_view=posts

(TNN) Marius Follert und Niels Wildung – die beiden Drahtzieher hinter der Online-Hetze gegen Obdachlose hätten bewusst in Kauf genommen, dass ihre provokante Page auch „Nazis und rechtsextreme Kräfte anlockt, animiert und aktiviert und es dadurch zu schweren Straftaten kommt“, heißt es in der Einleitung zur Veranstaltung, die mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Vorwürfe aufmacht. Stein des Anstoßes sind wohl zwei inzwischen vom Netz genommene Internetseite namens „Initiative sauberes Hamburg (ISHH)“ und „Stoppt ISHH“. Beide Seiten, Kampagne und Gegenkampagne stammten von ein und den selben Machern. Die Spiele-Entwickler Niels Wildung (24) und Marius Follert (24) hatten sie ins Netz gestellt, angeblich um auf Obdachlose aufmerksam zu machen, doch das glaubt ihnen niemand.

Kommerzielle Interessen

Schon 2008 starteten die Spiele-Hersteller Follert und Wildung eine ganz ähnliche Kampagne um ihr Spiel „Pennergame“ zu promoten. Die Empörung war damals schon groß und auch die aktuelle Kampagne, welche ein „soziales Engagement“ vorgibt, bewirbt indirekt auch ein kommerzielles Produkt namens „Pennergame“, ein Computerspiel umstrittenen Inhalts. Beim Outing am 27.2. lässt Follert sich grinsend vor dem Plakat des zweifelhaften Spieles ablichten. Das Foto erscheint nachher im Spiegel.

http://www.spiegel.de/fotostrecke/die-koepfe-hinter-der-initiative-sauberes-hamburg-fotostrecke-93728-5.html

Widerwärtiges Spiel

Beim sogenannten „Pennergame“geht es darum Trickbetrügereien und andere Verbrechen zu begehen, um vom „untalentierter Penner am Hamburger Hauptbahnhof“ zum „Bettel-Monopolisten“ aufzusteigen und natürlich wird auch der Alkohol thematisiert: „Ein hoher Promillewert verbessert die Laune des Penners und verkürzt die Dauer von Weiterbildungen, wirkt sich jedoch negativ auf die Verteidigungsfähigkeit des Penners und deren Präzision bei Verbrechen aus“, schreiben unabhängige Beobachter (Wikipedia) über das Spiel der Firma Farbflut Entertainment, die nach ihrem Outing vergangene Woche einen regelrechten „Shitstorm 2“ erlebt.

„Diese Satire war und ist geschmacklos“, urteilen auch die Verleger der Straßen-Zeitung „Hinz & Kunzt“ und „nicht jeder Zweck heiligt die Mittel“, fügt Steffen Becker, Sprecher der Diakonie Hamburg noch hinzu. (Quelle: Mopo)

Man gehe davon aus, dass Farbflut Entertainment einmal mehr versuche auf Kosten notleidender Menschen Werbung für ihr menschenverachtendes „Pennergame“ zu machen und um neue Spieler dafür zu gewinnen. Obdachlose, Bettler und Flaschensammler werden darin diffamiert und verschrien, ja sogar in die Nähe von Straftätern gerückt, berichten Kritiker („Hinz und Kunzt“). Schon 2008 forderten Politiker das Computerspiel per sofort vom Markt zu nehmen. Passiert ist seit damals aber nichts.

Gefahr von Rechts

In einem „Offenen Brief“ verurteilt der derzeit wohl bekannteste ehemalige Obdachlose Max Bryan die Inhalte der Firmen basierten Hetz-Kampagne scharf und fordert eine empfindliche Bestrafung der beiden Spielemacher Follert und Wildung, weil die keine Skrupel kannten, mit ihrer Aktion auch andere Menschen in Gefahr zu bringen.

Der Vorwurf: Follert und Wildung behaupten ihre Kampagne sei Satire gewesen, ließen es aber aussehen wie Volksverhetzung, also „wie eine reale Straftat, die sie nur vorgetäuscht hatten, um ihre Ziele zu erreichen“ und ob die Gesellschaft diese Form der Täuschung denn auch zulassen dürfe, wurde gefragt (Umfrage / http://www.maxbryan.com ).

94% der Befragten (Stand: 04.03.) sagten „Nein“, so etwas dürfe man nicht dulden, „Rechtsextreme könnten die Seite zum Vorbild nehmen“ und von da aus weiter arbeiten, eine Gefahr also für die innere Sicherheit des Landes und wohl auch Anlaß genug, eine großangelegte Gegen-Offensive zu starten, zumindest für Max Bryan, der in Hamburg selbst auch zwei Jahre auf der Straße lebte und die Situation aufkommender Gewalt so auch schon miterlebt hat. Gerade Jugendliche seien leicht verführbar und die Seite der Spiele-Hersteller war voller rechtsextremer Inhalte.

„Ich finde das gefährlich für Jugendliche und bereits rechts denkende Menschen. Die Gefahr das man mit so etwas auch mehr als nur Identifikation mit solchem Gedankengut herausfordert, sollte man nicht unterschätzen. Und wer sind die Leidtragenden die aufgrund solcher Veröffentlichungen mit der möglicherweise aufkommenden Gewalt konfrontiert werden? Definitiv nicht die Verantwortlichen dieser Kampagne“, heißt es in einem Kommentar der Hamburger Morgenpost, die mehrfach schon über den Fall berichtet hat.

http://www.mopo.de/nachrichten/-pennergame–bubis-am-pranger–sie-stellten-die-obdachlosen-hetze-ins-internet,5067140,21962320.html

Und in der Tat, immer wieder kommt es zu Übergriffen Jugendlicher auf Obdachlose, die zumeist in kleinen Gruppen agieren, viele davon mit rechtsextremem Hintergrund, weshalb Übergriffe dieser Art schon seit 2001 als „politisch motivierte Hasskriminalität“ zu werten sind. („Wikipedia“ / Obdachlosendiskriminierung). Eine offizielle Statistik über Gewalt gegen Obdachlose werde in der Bundesrepublik Deutschland aber nicht geführt

Entstandener Schaden

Ob die Firma Farbflut Entertainment GmbH zu weit gegangen ist, wurde ebenso gefragt und in einer Stellungnahme des Geschäftsführers Marius Follert gegenüber der Hamburger Morgenpost hieß es dazu: „Ich glaube nicht, dass wir zu weit gegangen sind (…) wir haben ja auch niemanden geschadet“, aber auch das sieht nicht jeder so.

Tagelang standen ahnungslose Unbeteiligte im Verdacht, Betreiber der Hetz-Seite zu sein. Leute wie „Alexander Schmidt“ zum Beispiel, der in dem Kleinod Künzelsau bei Schwäbisch Hall einen engagierten Webservice betreibt. Seinen Vor-und Nachnamen hatten die Macher ins Impressum der Hetz-Seite gesetzt, wohl nicht gezielt, aber billigend in Kauf nehmend, dass der Verdacht auf jemanden mit diesem Namen fallen könnte.

Auch eine Harzer IT-Firma geriet zwischenzeitlich in Verdacht, mit der Sache etwas zu tun zu haben, berichten die Kollegen von HH-Mittendrin.

http://hh-mittendrin.de/2013/02/initiative-sauberes-hamburg-hetze-satire-datenklau/

Zumindest für diese beiden Firmen dürfte sehr wohl Schaden entstanden sein und die eigentlichen Macher der Online-Hetze hatten keine Skrupel, auch andere Menschen mit hinein zu ziehen, zum Schutze der eigenen Interessen, die darin bestanden, die eigene Identität so lange zu verschleiern, bis der Moment für ein medienwirksames Outing gekommen sei. So geschehen am 27. Februar, wo beide „Pennergame-Bubis“ – wie die Hamburger Morgenpost sie jetzt nennt – sich stolz in einem Firmen-Büro als Macher hinter der „Initiative Sauberes Hamburg (ISHH)“ präsentierten und damit glauben ließen, etwas Großes geleistet zu haben.

„Das ist keine Satire, das ist kriminell!“

Satire ist in der Regel als solche auch erkennbar, nicht so in diesem Fall. Tausende Seitenbesucher waren der Gegenkampagne „Stoppt ISHH“ auf den Leim gegangen und fühlten sich danach „getäuscht und missbraucht“, weil hinter dem angeblichen „ernsthaften sozialen Engagement“ auch kommerzielle Ziele steckten.

„Narrenfreiheit der übelsten Sorte!“, schreibt eine aufgebrachte Userin und „Gewinne werden auf Kosten sozial Benachteiligter gemacht“, schreibt ein Anderer. (Kommentar Mopo 27.02.)

Follert und Wildung scheuten keine Kosten und Mühen das Projekt auf die Spitze zu treiben. Sie setzten Servertechnik ein, die sonst nur von Kriminellen benutzt wird. Sie fälschten das Impressum einer Internetseite und brachten andere Menschen in Verruf. Ist so etwas eigentlich erlaubt? (Fragen auch wir).

Staatsanwalt ermittelt

Laut einem Bericht der Hamburger Morgenpost ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft derzeit gegen die Geschäftsführer der Firma Farbflut Entertainment Marius Follert und Niels Wildung wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung. Bei Verurteilung drohen den Firmeneignern bis zu 3 Jahre Haft.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/index.html

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Foto: Facebook

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Dschungelcamp: Die kleinen Lügen der Stars – So nutzt RTL das aus

Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!Im Dschungelcamp feiert Claudelle Deckert heute Abend ihren 39. Geburtstag und es dürfte spannend sein mitzuerleben, welches Alter auf der Geburtstagstorte steht, weiß sie doch noch gar nicht, was RTL ausserhalb des Dschungels so alles fabriziert, bezüglich ihrer kleinen Alterslüge.

(TNN) Es ist Samstag Abend und Claudelle Deckert tritt an zur Dschungel-Prüfung. Unter Stress und Zeitdruck soll sie Name, Alter und Beruf auf einer Tastatur schreiben und sie schreibt „38“ – ihr wahres Alter.

http://www.bild.de/dschungelcamp/2013/dschungelcamp-2013/kandidaten-im-luegen-check-28195244.bild.html

Die BILD-Zeitung bezeichnet sie daraufhin als „dreiste Lügnerin“, weil sie zu einem früheren Zeitpunkt gesagt hatte, sie sei erst 36 Jahre alt. Sie hat sich also – aus welchen Gründen auch immer – zwei Jahre jünger gemacht. Ihr richtiger Name sei zudem auch nicht Claudelle, sondern Claudia, wie die BILD-Zeitung auf Nachfrage beim Einwohnermeldeamt erfahren haben will, was so offenbar gar nicht stimmt.

– Einwohnermeldeamt hat keine Auskunft erteilt –

Auf Nachfrage beim Düsseldorfer Einwohnermeldeamt teilt man uns mit, dass die Behörden – bei einfacher Meldeauskunft – grundsätzlich keine Auskunft über das Alter der betreffenden Personen geben. Mitgeteilt wird nur der Name und die Anschrift und im Fall der „BILD“-Zeitung bestünde auch kein Recht zur „erweiterten Auskunft“, die erhalten nur Behörden und Institutionen und das auch nur mit Nachweis eines entsprechenden Interesses, „wozu das Dschungelcamp ganz sicher nicht zählt“, so ein Sprecher der Stadt.

Hat die BILD-Zeitung gelogen, als sie mitteilte, dass Claudia „laut Einwohnermeldeamt“ 1974 geboren ist? Hat die Bild-Zeitung tatsächlich beim Einwohnermeldeamt nachgefragt und sich dort bezüglich der Personendaten von Claudia Deckert erkundigt?

Wohl kaum! Viel näher liegt die Vermutung, dass RTL und/oder die Produktionsfirma die BILD-Zeitung erst darauf hingewiesen hat, dass Claudelle in Wahrheit schon 38 ist und die Frage ist, warum der Sender so etwas tut und warum gerade jetzt?

– Name und Alter muss dem Produzenten bekannt gewesen sein –

Wer beim Dschungelcamp mitmachen will, muss vorher einen Vertrag unterschreiben und einen Ausweis vorlegen und da dürfte das korrekte Alter der Claudia Deckert drin gestanden haben. Auch muss dem Produzenten Name und Geburtsdatum in korrekter Weise schon vor Abflug in Deutschland bekannt gewesen sein, denn ohne dieser Angaben wäre Frau Deckert gar nicht ins Flugzeug gelangt. Das Ticket für den Flug bucht vornehmlich der Produzent und ein Flug unter falschem Namen scheidet wohl schon deshalb aus, weil am Check-In Schalter Ticket und Ausweis kontrolliert werden. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass der Produzent und/oder der Sender von Beginn an wussten, dass Claudelle Deckert in Wahrheit Claudia heisst und sie auch nicht 36 sondern schon 38 Jahre alt ist. Dennoch aber wird es nun – während die Show läuft – als große Enthüllung – und „dreiste Lüge“ präsentiert.

– Korrekte Personendaten bei Wikipedia –

Laut Eintrag bei Wikipedia ist Claudia Deckert am 25. Januar 1974 in Düsseldorf geboren und von Beruf Schauspielerin und als solche auch befugt, einen Künstlernamen zu tragen. Claudelle ist also Claudia und das ist ein Skandal? Sie hat geflunkert, mit dem Alter, aber das tun andere auch, in dieser Branche wohl auch keine Seltenheit. Den Produzenten – und damit auch dem Vertragspartner dürften die korrekten Details bekannt gewesen sein trotzdem präsentieren die Macher der Show sich als ahnungslos und überrascht.

– Schlachten für die Quote –

Viele werden nur zuschauen, um zu sehen, wie Claudia reagiert, wenn sie erfährt, wie sie in den Medien dargestellt wird und es dürfte kein Zufall gewesen sein, dass Deckert ausgerechnet in eine Dschungelprüfung gerufen wird, in der sie unter Stress und Zeitnot Name und Alter angeben muss. Nicht viel Zeit zum nachdenken und schon war´s passiert. Hatte man gehofft oder vielleicht sogar berechnet, dass dies geschehen wird? Wie reagiert ein Mensch unter Stress, wenn er die Wahrheit sagen soll?

Claudelle schrieb ihr wahres Alter – 38 und die Moderatoren taten erstaunt, obwohl es gut möglich ist, dass auch sie die Wahrheit längst kannten. Warum also die gespielte Überraschung? Diente alles nur der Provokation? Kommt man nur ins Camp, wenn man irgend etwas zu verbergen hat? Sind das die Kriterien zur Auswahl der Kandidaten dieser Show?

– Skandal als Programm –

Das scheint überhaupt das Auswahlkriterium zu sein. Ein Saubermann, bei dem es nichts zu enthüllen gibt, hat kaum Chancen mit dabei zu sein. Ein C-Promi mit Geheimnissen schon eher. Denn die kann man noch bloß stellen und mit Ende der Show demütigen und jemand hat mal gesagt: „Schon wenn Du gefragt wirst – ins Camp zu gehen – hast Du ein Problem!“.

Nach 7 Staffeln menschenfressender Dschungel-Show dürfte die Antwort deshalb auch klar auf der Hand liegen. Busenfreund „Bild“-Zeitung jedenfalls hat das mit Bravur bestätigt. Unter dem Titel: „Die Dschungelcamp-Kandidaten im Lügen-Check“ präsentierte BILD am 22.01. eine ganze Liste von vermeintlichen Fehltritten im Leben der Kandidaten, darunter auch die Alterslüge von Claudelle Deckert und die Liste wäre keine Liste, hätte es sie nicht gegeben.

Man kann deshalb guten Gewissens davon ausgehen, dass sie gezielt und nur zu diesem Zweck eingeladen wurde, um ihr – zunächst – Loyalität vorzugaukeln, ihr dann aber das Messer in den Rücken zu stoßen und wer hat so etwas schon verdient?

An Heimtücke ist diese Sendung nun wirklich nicht zu überbieten.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet.com

RTL, Dschungelcamp, Claudelle Deckert, Claudia Deckert, Alter, Lüge, Ausnutzung, Skandal, Vorführung, Demütigung. Programm

Foto: Presselogo / RTL

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/index.html

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Wetter-Lüge bei RTL? Die Wahrheit über das Ausscheiden von Helmut Berger im Dschungelcamp 2013

Helmut Berger krank und gebrechlichEine Zeit lang war Ruhe, nun kehrt sie zurück: Die Sendung mit dem „Grusel“-Faktor und der Friedhof für alle „Z-Prominenten“, auf deutsch heisst so was „Dschungelcamp“ und auf Hochdeutsch: „Sondermüll“ oder wie sonst soll man das Gesehene deklarieren?

(TNN) Silva Gonzalez, Iris Klein, Georgina, Claudelle Deckert, Joey Heindle, Allegra Curtis, irgendwem vergessen, den keiner kennt? Die neue Staffel „Dschungelcamp“ ist voller Möchtegern-Stars, Nimmer-Bekannten und Niemals-Prominenter und ein großer Name muss noch her, dachten sich wohl auch die Macher der Show und verpflichteten Film-Dino Helmut Berger, der nach nur zwei Tagen wieder ausscheidet, „aus gesundheitlichen Gründen“, wie es heißt.

http://www.stern.de/kultur/tv/dschungelcamp-2013-bergers-ausstieg-riecht-nach-schmuh-1953962.html

Dabei dürfte der gesundheitliche Zustand des einst so schönen Mannes durchaus aktenkundig gewesen sein und auch, dass der gute Mann dem Alkohol verfallen ist und ohnehin keine 14 Tage durchgestanden hätte. Warum also wurde er dennoch verpflichtet? Sollte er den Kreis der Nicht-Prominenten einfach nur aufwerten um die Tatsache zu übertünchen, dass RTL zur 7. Staffel des Dschungel-Formats nicht einen echten Promi verpflichten konnte?

50 Grad Hitze werden erwartet, deshalb musste Helmut Berger gehen – sagt RTL. Keine 30 Grad wird es, sagt der offizielle Wetterbericht für das Gebiet um Murwillumbah voraus, in dessen Nähe das ehemalige Farmgelände liegt, auf dem die Show gedreht wird. Künstliche Bäume, künstliche Wurzeln und von Menschenhand gebaute Wassersysteme mit schlampig verlegter Teichfolie entlarvten den angeblich gefährlichsten Dschungel der Welt schon vor Jahren als Schmuh und Mogelpackung und eine handfeste Wetter-Lüge kommt nun noch hinzu?

Selbstverständlich dementiert RTL jegliches Gerücht um ein geplantes Ausscheiden von Helmut Berger und so heißt es von offizieller Seite: „Da ist nichts dran“, versichert RTL-Sprecher Claus Richter gegenüber „stern.de“. „Wir hatten natürlich gehofft, dass er uns möglichst lange erhalten bleibt. Er hatte für die volle Zeit unterschrieben“, sagt RTL und na klar hat er das, alles andere wäre ja auch ein dokumentierter Skandal.

Was im Hinterzimmer zwischen Sender und Kandidat „besprochen“ wird, steht freilich nirgendwo geschrieben und es ist nur schwer vorstellbar, dass Berger mit all seinen Leiden und Gebrechen von Beginn an für die volle Distanz vorgesehen war. Der fahle Beigeschmack, dass Berger nur als Zugpferd diente, um die PR im Vorfeld der Sendung anzukurbeln, bleibt nach wie vor und insbesondere auch nach dem Dementi von RTL.

Selbst Spiegel-TV hatte das frühe Ausscheiden des Filmhelden („Ludwig II.“) so wohl nicht vorgesehen und so wurde schnell noch ein liebloser Beitrag zusammengeschustert, ein nichtssagendes Porträt des Schauspielers, das in  Punkto Belanglosigkeit dem Original in nichts nachsteht.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

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Felix Baumgartner – Alles nur geklaut?

Foto: Screenshot / YoutubeDer österreichische Extrem-Sportler Felix Baumgartner, der mit einem zunächst einzigartig wirkenden Stratosphären-Sprung weltweit für Aufsehen sorgte, ist nicht der Urheber der Idee, die hinter dem Projekt „Stratosphären-Sprung“ steht, das bestätigte Baumgartner selbst in einem Interview.

(TNN) Die Idee sei schon viele Jahre alt und stamme von diversen Dritten, unter anderem von einem gewissen Ivan Trifonov, der nun Ansprüche anmeldet und sich öffentlich darüber beschwert, dass Baumgartner ihn – entgegen früherer Zusagen – nicht ins Team holte. Trifonov fühlt sich übergangen und um seine Teilnahme an dem Projekt betrogen.

Quelle: http://kurier.at/nachrichten/4515989-wiener-klagt-an-felix-verkauft-mein-projekt.php

Laut einem Bericht der österreichischen Presseagentur „apa“ erhebt der Wiener Ballonfahrer „Ivan Trifonov“ schwere Vorwürfe gegen Baumgartner und seinen Ausstatter „Red Bull“. Schon 2004 will der heute 67-Jährige 4 Aktenordner mit Plänen und Unterlagen zu Baumgartner nach Salzburg gebracht haben, wo er die Idee für den Stratosphären-Sprung auch persönlich vorstellte.

— Baumgartner hat kopiert —

„Felix war Feuer und Flamme für das Projekt und hat sich sämtliche Berechnungen und Kontakt­Adressen kopiert“, erklärt Trifonov, der die Unterlagen gerne an Baumgartner übergeben hatte, unter der Bedingung, dass Baumgartner ihn als Berater mit in sein Team hole. Eine schriftliche Bestätigung hatte er dafür nicht verlangt. Trifonov vertraute auf das Ehrenwort eines Sportsmannes

„Du hörst bald von mir“, soll Baumgartner dann am Ende des Gesprächs zu ihm gesagt haben. Danach war Funkstille und Baumgartner hatte sich nicht mehr gemeldet. Erst als Trifonov sich zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Weihnachtskarte bei Baumgartner nach dem Stand des Projekts erkundigte, teilte Baumgartner ihm mit, dass er ihn nicht brauche, um das Projekt zu realisieren und er das Projekt auch ohne ihn umsetzen könne. Aus den Medien erfährt Trifonov dann, dass Baumgartner den Stratosphären-Sprung mit einem eigenen Team in den USA umsetzen werde.

Soweit der Bericht des Wiener Ballonfahrers Ivan Trifonov, der das Verhalten von Baumgartner als ausgesprochen „charakterlos“ bezeichnet.

http://www.20min.ch/panorama/news/story/-Baumgartner-hat-mein-Projekt-gestohlen–18230287

Nun könnte man sagen, der Ivan hat alles frei erfunden und Aussage steht gegen Aussage, aber inzwischen hat auch Red Bull eingeräumt, das Konzept von Trifonov erhalten und gelesen zu haben. Angeblich wurden die Unterlagen aber nicht berücksichtigt und man habe das Projekt nicht weiterverfolgt.

— Projekt nicht weiter verfolgt? —

Den Gegenbeweis dürfte Baumgartner selbst geliefert haben. Denn mit seinem Sturz aus luftiger Höhe wurde ein solches Projekt offenbar sehr wohl weiter verfolgt und – wie Millionen Zuschauer weltweit sehen konnten – auch zum Abschluss gebracht.

http://www.google.de/#hl=de&safe=off&sclient=psy-ab&q=baumgartner+trifonov&oq=baumgartner+trifonov

— Vor Ort nicht erwünscht —

Trifonov hatte dann nachgefragt, ob er nicht wenigsten beim Start der Mission in Roswell (USA) mit dabei sein dürfe und zunächst wurde ihm das auch zugesagt. Dann aber hieß es, es gebe zu wenig Platz und er könne deshalb vor Ort nun doch nicht mit dabei sein.

Trifonov glaubt nun, dass Baumgartner und sein Team nur Angst hatten, dass die Wahrheit ans Licht kommt und die Medien erfahren, dass Felix Baumgartner gar nicht der Urheber des Projekts ist.

— Will Baumgartner den Ruhm nur für sich? —

Ein Prominenten-Portal bezeichnete Baumgartner zuletzt – und unter anderem – als „geltungssüchtigen Egoisten“, weshalb die Frage erlaubt sein muss, worum es Baumgartner bei seinen Aktionen geht. Ist es der Ruhm, die Anerkennung, das Geld und wäre er bereit, das alles auch mit anderen zu teilen?

Trifonov geht es – eigenen Angaben zu Folge – nicht um eine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen oder Patentschutz, er wollte einfach nur dabei sein und durfte das am Ende nicht, obwohl Baumgartner ihm genau das zuvor versprochen hatte, behauptet Trifonov.

— Selbst zugegeben —

Auffällig dabei ist, dass Baumgartner selbst auch in einem Interview – und das bereits 2010 – zugegeben hatte, dass die Idee zum Stratosphären-Sprung nicht von ihm stamme, sondern von eben diesen Trifonov, der nun auch Ansprüche stellt.

Beleg: http://www.pureskydive.com/2010/02/interview-with-felix-baumgartner-pilot-of-red-bull-stratos-project

Die Frage ist also einzig und allein, was Baumgartner dem Bulgaren für die Übernahme dieser Idee versprochen hatte und ob er ihm zugesagt hatte, Teil seines Teams werden zu dürfen und wenn ja, warum er den Bulgaren dann am Ende – und entgegen seiner Zusage – doch nicht ins Team holte. Die bisherige Ansage „Wir hatten keinen Platz“, wirkt da eher fadenscheinig und nicht besonders plausibel.

— Imageverlust —

In Reaktion auf die Veröffentlichung in den österreichischen Medien schreibt eine Kommentatorin: „Wenn es stimmt, dass die beiden über die Bedingung übereinkamen, dass Baumgartner ihn in sein Team aufnehmen würde und Trifonov dann trotz Kontaktversuchs übergangen wurde, dann zeichnet das ein grundlegend anderes Charakterbild von Felix Baumgartner, als dies in letzter Zeit (durchweg positiv) in den Medien dargestellt wurde“.

Und schlimmer noch, sollte sich bestätigen, dass Baumgartner und sein Team den Urheber der Idee nur deswegen nicht dabei haben wollte, weil Baumgartner und/oder Red Bull Angst vor Urheberrechts-Klagen hatten oder sie den ganzen Ruhm schlichtweg nur für sich haben wollten, dann entspräche das einem erheblichen Imageverlust auch in Hinblick auf die Marke „Red Bull“, die als eine der wertvollsten Marken weltweit gilt.

Bleibt zu hoffen, dass die Kontrahenten sich irgendwie einigen und kein böses Blut zurückbleibt, sonst ist der Traum schnell ausgeträumt, vom ewigen Ruhm – einer in dem Fall – geliehenen Idee.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/index.html

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Markus Lanz: Keine Schweigeminute für toten Fernseh-Pudel

Foto: Screenshot / Youtube

In der ZDF-Sendung „Wetten dass…?“ kam es am Wochenende zu einem tragischen Unfall, in dessen Folge ein als Bühnendeko drapiertes Tier starb. Medienberichten zu Folge hat der Rassehund „Monarch“ beim Versuch von einem Bühnen-Podest zu springen sich den Kopf so schwer verletzt, dass er noch während der Sendung verstarb.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/medien/tragische-hundewette-bei-lanz-premiere-pudel-stuerzt-toedlich-bei-wetten-dass-1.1492030

(TNN) Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass ein Mensch in eben dieser Sendung mit Stelzen über fahrende Autos sprang und sich dabei ebenfalls schwer verletzte. Samuel Koch ist seitdem querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl, weshalb die Frage erlaubt sein muss, wer in solchen Fällen die Verantwortung trägt.

Wer hat Schuld?

Wer also hat Schuld am nun auch wiederholten Desaster? War es der Hund selbst, der unglücklich vom Podest sprang oder waren es die Macher der Sendung, die den Hund erst auf diesen Podest platzierten und ihn gewissermaßen dazu auch zwangen, dort Platz zu nehmen? Liegt es nicht in der Natur der Sache, dass man einen Hund nicht um Einverständnis bitten kann? Er kann ja nicht mal sprechen und somit auch nicht kundtun, ob der Schemel ihm genehm war, auf dem die Requisiteure ihn sehen wollten.

Im Zweifel also ist die Schuld sehr wohl bei den Verantwortlichen der Sendung zu suchen, denn die hatten sich entschieden, lebende Tiere als Bühnendeko zu benutzen, mit bekannt tragischem Ausgang.

Tierschutz empört

„Die Wette hätte auch ohne lebende Tiere funktioniert“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und vielleicht hat er Recht, denn Plüschtiere hätten es auch getan. Schröder fügt hinzu: „Massenpublikum, das grelle Licht und ein extrem hoher Geräuschpegel seien grundsätzlich keine Umgebung für Tiere und das Tierschutzgesetz gelte auch für das ZDF“, so der Sprecher im Interview.

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/hund-stirbt-bei-wetten-dass-pudel-stuerzt-in-den-tod-tierschuetzer-aechten-markus-lanz-und-das-zdf_aid_835519.html

„Loddar“ wichtiger als toter Pudel?

In der am Mittwoch ausgestrahlten Talk-Sendung „Markus Lanz“ gab´s dann nicht mal eine Schweigeminute für das tote Tier und man sollte sich auch hier fragen warum. Vielleicht, weil es nur ein Tier ist? Oder reichte die Sendezeit nicht aus, um das Thema wenigstens kurz einmal anzusprechen? Wir merken an, dass ein gewisser Lothar Matthäus zum – gefühlten – zehnten Mal zu Gast in dieser Sendung ist und ein „Loddar“ – er macht jetzt auch „Trash“ für Vox – offenbar ungeniert Präsenz zeigen darf, während ein toter Pudel scheinbar kein Thema für die Sendung ist.

Eigentlich schade, man hätte sich mehr erwartet.

Der Pudel wird nun obduziert.

Sean Quentin Dexter

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Foto: Screenshot / Youtube

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Deutscher Fernsehpreis: Wallraff geht leer aus

Er ist der Enthüller der Nation und prangert gern die Verfehlungen anderer an. Günter Wallraff – gerade 70 geworden – ist immer noch aktiv und war zuletzt auch für RTL im Einsatz, um die miese Bezahlung deutscher Paketzusteller aufzudecken. Dabei ist Wallraff offenbar selbst kein Kind von Traurigkeit, wenn es um die Bezahlung seiner eigenen Zuträger und Mitarbeiter geht. Aktuell ermittelt sogar die Kölner Staatsanwaltschaft gegen den Story-Hunter und Kölner Enthüllungsjournalisten.

(TNN) Nach Auskunft der Kölner Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen gegen Günter Wallraff noch an und es sei noch nichts entschieden ob und wann das Verfahren gegen ihn eröffnet wird, so ein Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft.

Wallraff, der zuletzt auch für den Deutschen Fernsehpreis nominiert war, wird vorgeworfen, seine Mitarbeiter illegal beschäftigt und „schwarz bezahlt“ zu haben. Zudem soll es Hinweise geben, dass Wallraff seine Honorare „nicht ordnungsgemäß versteuert hat“, berichtet unter anderem auch die Süddeutsche Zeitung.

Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-87562011.html

Ins Visier der Steuerfahnder geriet Wallraff, nachdem ein ehemaliger Mitarbeiter des Enthüllungsjournalisten Selbstanzeige beim Finanzamt erstattet hatte und es wäre ein Desaster, wenn der Fall tatsächlich vor Gericht verhandelt wird. Wallraff wurde nie müde, Missstände in Bezug auf Unterbezahlung, Ausbeutung und Schwarzarbeit an den Pranger zu stellen und nun soll er selbst nicht besser sein?

Wallraff ein Ausbeuter?

Viel zu wenig Geld soll er seinen Co-Autoren gezahlt haben und das auch noch schwarz: „Cash in die Täsch“, wie es heißt. Das jedenfalls behauptet Andre F., der seit rund 4 Jahren für Wallraff tätig ist und ihn wohl schreiberisch unterstützt.

Hat der Aufdecker, dessen großes Thema die Ausbeutung ist, selbst auch andere Leute ausgebeutet oder sogar schwarz bezahlt?

Als Zeuge vor Gericht geladen

Erst neulich stand Wallraff als Zeuge vor Gericht. Es ging um einen Brotfabrikanten, der nach den Recherchen des Enthüllungsjournalisten vor Gericht kam, dann aber freigesprochen wurde. Wallraff habe die Zustände „überzeichnet“, urteilte der Richter.“

http://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-nach-wallraff-recherchen-gericht-spricht-brotfabrikanten-frei-1.1460466

Demnach recherchierte Enthüllungsjournalist Günter Wallraff verdeckt in einer Großbäckerei und zog sich Verbrennungen zu. Wie es zu den Verbrennungen kam, konnte Wallraff dann aber nicht zweifelsfrei dokumentieren, so das Gericht.

Nicht zweifelsfrei dokumentieren?

Hat Wallraff während seiner Recherchen denn nicht häufig auch eine Kamera mit dabei? Warum konnte Wallraff dann trotzdem nicht zweifelsfrei dokumentieren, was genau vor Ort geschah?

Nach Auskunft seines Anwalts hatte Wallraff die Zustände in der Brotbäckerei sehr wohl dokumentiert, nur waren diese Aufnahmen für das erstinstanzliche Gericht nicht ausreichend, um hierauf eine Verurteilung des Brotbäckers zu stützen.

Fragen zur Glaubwürdigkeit

Vor Gericht hätte Wallraff die Vorfälle „ein wenig anders“ dargestellt als in seinem Bericht, merkte der Vorsitzende an und fügte hinzu: „Sicherlich lebe Herr Wallraff davon, Vorfälle pointiert und überzeichnet darzustellen“, doch vor Gericht müsse man solche Aussagen eben genauer prüfen, so das Gericht.

Vergangene Woche hätte Wallraff dann fast noch den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. Nominiert war er, bekommen hat er ihn nicht.

S.Q. Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/index.html

Foto: Screenshot / Youtube

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Chartstürmer Max Herre – Kritik wird lauter

Foto: Screenshot / Youtube / AlltheleaksWarum der Hip-Hopper jetzt auf unpolitisch macht

Es war nicht sein Abend, als Max Herre beleidigt aus dem Studio lief, nachdem Charlotte Roche sein Album kritisierte. Bis dato nur als Meldung bekannt, lieferte das ZDF am Sonntag Abend auch die Bilder zum Eklat und Herre kommt alles andere als gut dabei weg, zeigt er doch sein Unvermögen mit Kritik an seiner Musik umzugehen.

(TNN) „Deine Lieder sind noch schlechter, als zu Beginn deiner Karriere“, sagte Charlotte Roche in der ZDF-Kultur-Sendung „Roche & Böhmermann“ zu Max Herre, der kurz darauf beleidigt das Studio verließ – angeblich um auf´s „Klo“ zu gehen.

Hier anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=ozGIZBeWmXk&list=PL319A2E2006455629&index=1&feature=plcp

Tage später schießt die Platte des Stuttgarter Rappers auf Platz 1 der Album-Charts, für viele ein Rätsel, denn bahnbrechend ist sein neues Album nicht. So schreibt ein ehemaliger Fan des fast 40-jährigen Songwriters:

„Charlotte Roche hat absolut recht: Max Herre war zu Freundeskreis-Zeiten tausendmal besser als jetzt. Diese langweilige Musik ertrage ich nicht, trotz aller Sympathie und
das wird man einem Musiker ja wohl noch sagen dürfen. Es gibt ohnehin schon zu viele Speichel leckende Kuschel-Moderatoren im Deutschen Fernsehen“ (Quelle: Shortnews.de)

Ein anderer fragt: „Was will man denn als Zuschauer? Werbung für eine langweilige Platte oder die Wahrheit?“.

Die Wahrheit ist, Künstler wie Max Herre missbrauchen das Fernsehen als Werbeplattform für ihre Produkte, in dem Fall eine mittelmäßige bis langweilige Platte und wenn dann jemand wie Charlotte Roche kommt und ihm das kaputt macht, könnte man fast schon Verständnis dafür entwickeln, dass Herre dann beleidigt aus dem Studio rennt, hatte er doch etwas ganz anderes erwartet – vielleicht die übliche Lobhudelei, die man aus anderen Talkshows so kennt?

Wenn Max Herre mit so einer Kritik nicht umgehen kann, hat er definitiv den Beruf verfehlt und einige behaupten sogar, dass dieser Aufreger erst dazu führte, dass seine Platte Beachtung fand. „Ohne diesen Eklat wäre sein Album nie auf Platz 1 gegangen“, schreibt eine Bloggerin über ein internes Gruppennetz und fügt öffentlich hinzu, das Zustandekommen der Verkaufszahlen einmal näher zu beleuchten.
http://www.fernsehforum.com/kultur/Max-Herre-Spiegel-Kritik.html

Nicht minder peinlich wirken Herre´s Auftritte in diversen Clips, die er selbst ins Internet gestellt hat, wo er an verschiedenen Plätzen einen scheinbar spontan aufgelegten Rap vom Zaune bricht, was stellenweise verklemmt und unsicher wirkt. Ein scheinbar Introvertierter, der auf extrovertiert macht und so was sieht immer dämlich aus, zumal Max Herre nicht mal vorlebt, wovon er singt und spricht.

Erst letzte Woche hat ein „Spiegel“-Reporter diese Diskrepanz frappierend entlarvt, als er den Ex-Freundeskreis-Sänger zum Interview traf und ihm daraufhin Oberflächlichkeit und Indifferenz bescheinigte, weil Herre sich nicht festlegen lasse und er ständig zurück rudere, sobald es konkret werde. Gemeint sind Herre´s Texte, die zwar politisch anmuten, in Wahrheit aber nur „Pose“ sind (Quelle: „Der Spiegel“)

http://www.spiegel.de/kultur/musik/max-herre-ist-der-repraesentant-seiner-indifferenten-gesellschaft-a-853879.html#spCommentsBoxPager

Herre hat daraufhin selbst zugegeben, dass seine Texte nur Provokation sind und er sich all zu gerne ins traute Heim zurückzieht, weil es dort so kuschelig warm ist.

In diesem Zusammenhang wirkt sein aktuelles Logo (eine Weltkugel mit einem Sendemasten darauf) geradezu blasphemisch, weil er am Ende nicht besser ist als alle anderen, die den Schwanz einziehen, sobald sie selbst etwas zur Verbesserung der Lage beitragen sollen.
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Seine Platte („Hallo Welt“) sei deshalb kein Aufruf an die Welt, sondern bestenfalls „ein freundlicher deutscher Gruß aus einem Land, das die Fenster schließt, wenn es draußen zu kalt wird“, urteilt „Der Spiegel“.

Damit sei Herre so etwas wie das Oberhaupt all derjenigen, die nur reden, aber nichts tun, um die Welt ein Stück weit besser zu machen. Somit könnte Herre genauso gut Nachrichten-Sprecher werden, die reden auch nur und tun nichts.

Was Herre anspricht, läuft jeden Tag in den Nachrichten, dazu bedarf es keiner seiner Platten und sein hingestellter „Sendemast“ ist damit überflüssig. Dem wäre anders, wenn er mehr anbieten würde, also nur darüber zu sprechen, aber das tut er nicht. Denn um eine Lösung für die Probleme dieser Welt anbieten zu können, müsste er sich festlegen, für das ein oder andere Angebot zur Lösung der kolportierten Probleme, womit er aber unweigerlich auch Käuferschichten verliert, nämlich alle diejenigen, die gegen die angebotene Lösung sind. Mit dieser Indifferenz hat Max Herre quasi seine Ideale verraten, oder sollte man sagen „verkauft“?

Wer verkaufen will, muss so neutral wie nur irgend möglich bleiben, denn jede konkrete Positionierung für die eine oder die andere politische Haltung kostet am Ende auch Käuferschichten und schmälert damit auch die Chance des maximalen Abverkaufs, in dem Fall von Tonträgern. „Warum auch stressen, wenn man in Ruhe Geld verdienen kann“, urteilt ein Kommentator in Reaktion auf den Spiegel-Bericht vom 6.9.2012.

Anfang der 90er Jahre war Max Herre bekannt für seine klare, politische Positionierung, die aber niemals alle, sondern eben nur einen Teil der Bevölkerung erreichte, eben diejenigen, die seine politische Meinung teilen. Um alle Menschen, und damit auch alle Käuferschichten zu erreichen, darf er sich weder für die eine, noch für die andere Anschauung entscheiden und genau das tut er jetzt. Frage daher: Hat Max Herre seine politischen Ideale verkauft? Für eine schnöde Nummer Eins Platzierung in den Charts? Oder ist Max Herre einfach nur zu faul, den entscheidenden Schritt weiter zu gehen, die Konsequenzen seiner Worte auch zu leben?

Im Zuge seiner Album-Veröffentlichung kokettierte Max Herre medienwirksam mit seiner Faulheit als Schüler und verschickte obendrein auch noch Audio-Botschaften, in denen er sich als „stinkfauler Schüler“ outet, der er früher einmal war („Stern.de“).

Offenbar reicht es auch heute kaum zu mehr, als nur einmal über die Probleme dieser Welt gerappt zu haben.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com

Foto: Screenshot / Youtube / Alltheleaks

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Lommel vs. Diekmann – Bürgermeister gegen Bild-Zeitung – Wer sagt die Wahrheit?

Foto: Screenshot / Youtube+++ Überarbeitete Neufassung inkl. Gegendarstellung Kai Diekmann +++

Ein Beitrag zum 60. Geburtstag der „Bild“-Zeitung im Gedenken an die Persönlichkeitsrechte von 15 toten Kindern.

(TNN) Rückblick: Im März diesen Jahres verunglückte ein Reisebus im schweizerischen Wallis und 28 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter auch 22 Kinder (Medien berichteten). Der Bürgermeister der Stadt Lommel, aus dem die Kinder stammen, hatte darum gebeten, keine Fotos der toten Kinder zu veröffentlichen.

Die „Bild“-Zeitung hat die Fotos trotzdem veröffentlicht. Chefredakteur Kai Diekmann behauptet, eine Erlaubnis dafür gehabt zu haben, was der Bürgermeister der Stadt Lommel aber bestreitet. Auch sind die Eltern der Kinder gegen eine Veröffentlichung gewesen.

Quelle: ARD (Die Story)

Auszüge: http://www.telenewsnet.com/tvdesk/medien/Kai-Diekmann-Bild-Zeitung-Luege-WDR.html

Diekmann weilt derzeit in den USA. Der Vorstand der Axel-Springer-AG hat Diekmann nach Kalifornien geschickt, wo er angeblich nach neuen „digitalen Technologien“ Ausschau halten soll. Zur Stunde ist noch unklar, ob Diekmann´s Versetzung in die kalifornische Wüste eine Strafmaßnahme der Konzernleitung ist oder sein neuer Arbeitsplatz rein zufällig mit der Veröffentlichung des WDR-Beitrags zusammenfiel.

***************** K O M M E N T A R ********************

60 Jahre Bildzeitung und 11 Jahre Diekmann. Am 23.06.2012 feierte die Bild-Zeitung ihren 60. Geburtstag und es war wohl Anlass genug, die Rolle des Boulevard-Blattes in Bezug auf Macht und Meinungsmache noch einmal kritisch zu hinterfragen, weshalb die WDR-Journalisten Sascha Adamek und Christiane Meier („Die Story“ / „Bild.Macht.Politik“ / ARD v. 16.04./Wdh. 25.06.2012) sich nicht nur mit Freunden, sondern auch mit „Opfern“ der Bild-Zeitung trafen, um auch deren Sicht der Dinge Plattform zu bieten.

http://www.wdr.de/tv/diestory/team/adamek.jsp

Grünen-Politikerin Claudia Roth zum Beispiel, die ihrerzeit völlig unbegründet im Zusammenhang mit einer sogenannten „Amigo-Affäre“ in die Schlagzeilen geriet. Die „Bild“-Zeitung unterstellte ihr unhaltbare Dinge und Roth erklagte sich eine Gegendarstellung in selber Größe, wie zuvor auch die unwahre Geschichte erschienen war.

Ebenfalls brisant die Erfahrung des Enthüllungsjournalisten Günther Wallraff, der in den 70-ern als „Bild“-Mitarbeiter getarnt Missstände und Machenschaften der „Bild“-Zeitung aufdeckte. Nach Bekanntwerden seiner Recherchen soll die „Bild“-Zeitung angeblich Wallraff´s Telefonate mit Hilfe des Bundesnachrichtendienstes abgehört haben, der Vorwurf wurde bis heute aber nicht bewiesen (Quelle: Tagesspiegel).

http://www.tagesspiegel.de/medien/lange-nacht-wallraff-wiederholt-vorwuerfe/5864322.html

Der ehemalige BDI-Präsident Hans Olaf Henkel unterstellt dem Chefredakteur der Bild-Zeitung Kai Diekmann gar Allmachtsphantasien, denn offensichtlich könne Diekmann amtierende Minister nach Belieben stürzen und stützen und es sei gefährlich, wenn die Zeitung in die Hände eines Mannes gerät, der von sich glaubt, „über Wasser gehen zu können“, erklärt der ehemalige BDI-Präsident Hans Olaf Henkel im WDR-Interview.

Gemeint ist Diekmann´s Art und Weise mit zweierlei Maß zu messen. Während die von Diekmann persönlich auserwählten Feinde der Zeitung gnadenlos niedergemacht (Wulff), kommen Freunde des Hauses (Guttenberg) bei nicht minderschweren Taten, weit glimpflicher davon.

So hatte die Bild-Zeitung sich entgegen aller öffentlichen Meinung weiterhin für Guttenberg ausgesprochen, obwohl dieser wegen einer abgeschriebenen Doktorarbeit vom Amt des Verteidigungsministers zurückgetreten war. Mit hilfreichen Schlagzeilen versuchte „Bild“ zu retten, was nicht mehr zu retten war und Diekmann bestätigte im ARD-Interview tatsächlich auch mit Guttenberg ein freundschaftliches Verhältnis zu pflegen. Anders bei Wulff, der Diekmann offen den „Krieg“ erklärte und von Diekmann daraufhin regelrecht „gekreuzigt“ wurde, allein dieses Beispiel zeigt, wie launisch und „Amigo abhängig“ das Verhalten der „Bild“-Zeitung sein kann.

Dass Diekmann für eine gute Story – und in dem Fall für „gute Bilder“ – offenbar auch über Leichen geht, zeigt das jüngste Beispiel des „Volks-Heiligen“ Kai Diekmann.

So veröffentlichte Diekmann die Fotos der bei einem Busunglück im schweizerischen Wallis (bei Siders) ums Leben gekommenen Kinder offenbar gegen das Einverständnis der Eltern in der Bild-Zeitung, denn der Bürgermeister der Stadt Lommel hatte von Beginn an darum gebeten, die Fotos der toten Kinder nicht in der Zeitung abzubilden. Diekmann auf die Veröffentlichung angesprochen antwortet: „Wir haben das mit dem Bürgermeister der Stadt Lommel so abgesprochen“, woraufhin die „Bild“-Zeitung die Fotos so habe auch drucken dürfen.

Bei der Stadtverwaltung im belgischen Lommel nachgefragt, will man davon nichts wissen. So teilte die Sprecherin des Bürgermeisters in einem ARD-Interview mit: „Der Bürgermeister lies die Bilder aufstellen für das persönliche Gedenken vor Ort“, nicht aber für das Abbilden in der Zeitung.

Demnach habe der Bürgermeister ausdrücklich untersagt, die Fotos zu drucken und die Medien gebeten, keine Fotos der toten Kinder zu veröffentlichen.

Wer also hat recht? Und sagen beide die Wahrheit? Und wenn nicht, wer hat gelogen?

Wäre es denkbar, dass Kai Diekmann nicht die Wahrheit sagt, wenn er behauptet, die Einwilligung der Eltern zur Veröffentlichung der Fotos gehabt zu haben?

Im ersten Versuch diese Fragen zu beantworten reagierte Diekmann binnen nur weniger Stunden und schickte seine Anwälte vor, um die Berichterstattung zu stoppen.

Gegendarstellung Kai Diekmann vom 4.7.2012

Diekmann lässt mitteilen, dass der Verdacht, „Bild“ habe Fotos der bei einem Bus-Unglück im Wallis umgekommenen Kindern ohne Genehmigung abgedruckt, durch ein Urteil des deutschen Presserats längst widerlegt sei, weshalb er in der ursprünglichen Fassung unseres Berichts eine Falschberichterstattung sah, was wir entschieden zurückweisen.
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Begründung:

Die Texte unseres Autors Sean Quentin Dexter sind Meinungstexte und sind als solche auch gekennzeichnet. Kommentare und Meinungstexte sind also solche geschützt durch Artikel 5 GG. Dexter war der Meinung, dass Diekmann nicht die Wahrheit spricht, wenn er behauptet, eine Erlaubnis für die Veröffentlichung der Fotos gehabt zu haben.

Dabei beruft Dexter sich auf eine Quelle der ARD, aus der hervorgeht, dass Diekmann behauptet, eine Erlaubnis zur Veröffentlichung der Fotos gehabt zu haben. Es gab keine Erlaubnis, sagte die Sprecherin des Bürgermeisters der belgischen Stadt Lommel. Dexter schlußfolgerte daraus, dass entweder der Bürgermeister der Stadt Lommel oder aber der Chefredakteur der Bild-Zeitung lügt und teilte dies unter dem Schutz der Meinungsfreiheit so auch mit.

Dexter war der Meinung, dass der Bürgermeister und/oder die Eltern der toten Kinder keinen Grund haben, die Unwahrheit zu sprechen. Insbesondere haben die Eltern kein erkennbares Motiv, weshalb sie erst gegen und dann für eine Veröffentlichung der Fotos sein sollten.

Weitere Argumentation in Bezug auf die Quellen wie folgt:

Punkt 1: Im ARD-Bericht vom 16.4.2012 heißt es: „Der Bürgermeister lies die Bilder aufstellen für das persönliche Gedenken vor Ort“ und dieser Ort war öffentlich zugänglich. Auch wurden die Medien nicht daran gehindert, die Ereignisse zu dokumentieren, wie beispielsweise Fotos vom Inneren des Gedenkraumes zu machen.

„Bild“ Mitarbeiter haben während ihres Aufenthalts dann die aufgestellten Fotos der Kinder abfotografiert und auf Seite 1 der Bild-Zeitung veröffentlicht, ohne dabei die Gesichter der Kinder – wie üblich – unkenntlich zu machen.

Diekmann argumentiert: „Das war so abgesprochen mit dem Bürgermeister des Ortes, aus dem die Kinder kamen …“.

Der Bürgermeister dementiert schriftlich und seine Sprecherin teilt mit: „Der Bürgermeister der Stadt Lommel hat von Anfang an, von der ersten Pressekonferenz an, alle Medien darum gebeten keine Fotos der Kinder zu zeigen, weil die Eltern von Beginn an darum gebeten hatten, ihre Privatssphäre zu respektieren und keine Bilder ihrer Kinder zu veröffentlichen“.

ARD fragt Diekmann: „Waren die Eltern denn gefragt worden, ob die „Bild“-Zeitung die Fotos drucken dürfe?“ und Diekmann antwortet: „Ja, weil die Eltern dem Bürgermeister diese Fotos zur Verfügung gestellt haben“.

Will heißen, weil der Bürgermeister die Fotos der toten Kinder zum Zweck des persönlichen Trauerns der Angehörigen vor Ort in einem öffentlich zugänglichen Raum aufstellen ließ, habe er damit stillschweigend auch sein Einverständnis zur Veröffentlichung der Fotos gegeben? Diese Logik mag Diekmann´sches Denken stützen, teilt aber längst nicht den Willen der Angehörigen, die von Beginn an gegen eine Veröffentlichung der Fotos waren.

Punkt 2: Nach Veröffentlichung der Fotos in der Bild-Zeitung gingen reihenweise Beschwerden beim Deutschen Presserat ein, wie es denn sein könne, dass die „Bild“-Zeitung die Fotos von 15 toten Kindern ungepixelt drucken darf und der Presserat antwortet:

„Die Zeitung hatte die Bilder mit Genehmigung der Stadtverwaltung in dem Gedenkraum aufgenommen. Sie konnte in gutem Glauben davon ausgehen, dass eine Einwilligung der betroffenen Eltern vorlag“.

Und weiter: „Wir haben uns im Zuge der Beschwerde mit dem belgischen Presserat (Raad vor de Journalistiek) in Brüssel in Verbindung gesetzt und von dort erfahren, dass nach deren Erkenntnis es von Seiten der Stadtverwaltung den Journalisten tatsächlich genehmigt worden war, in dem Gedenkraum zu fotografieren“ (Quelle: bildblog.de).

Die Tatsache, dass im Raum fotografiert werden darf, bedeutet aber nicht, die Übereignung der Persönlichkeitsrechte der toten Kinder an die „Bild“-Zeitung. Grundlegend muss auch gefragt sein, wer überhaupt befugt ist, diese Rechte Dritten einzuräumen. Die Eltern der Kinder oder der Bürgermeister der Stadt Lommel?

Definition (Persönlichkeitsrecht / Recht am eigenen Bild): „Das Recht am eigenen Bild oder Bildnisrecht ist eine besondere Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich SELBST DARÜBER BESTIMMEN DARF, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden. […] Bildnisse dürfen NUR MIT EINWILLIGUNG DER ABGEBILDETEN verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von zehn Jahren DER EINWILLIGUNG DER ANGEHÖRIGEN des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, DIE ELTERN des Abgebildeten.“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_am_eigenen_Bild

Frage: Hat Diekmann eine schriftliche Einwilligung der Eltern der toten Kinder eingeholt, deren Gesichter er ungepixelt in seiner Zeitung abgebildet hat? Ja oder Nein! Und wenn Nein, warum glaubt er diese Fotos der Kinder trotzdem abbilden zu dürfen? Weil der Presserat ihn nachträglich von jeder Schuld frei gesprochen hat oder weil ihm erlaubt war, in dem Gedenkraum zu fotografieren?

Wäre es nicht denkbar, dass die Genehmigung für das Ereignis an sich erteilt war, also das Zeigen von trauernden Menschen vor Ort? Das Gesetz ist eindeutig: Keine Veröffentlichung der Fotos ohne Einwilligung der Abgebildeten, also haben die Angehörigen der toten Kinder ihre Einwilligung nun gegeben oder nicht?

Fakt ist, dass die Bildzeitung nicht den Bürgermeister oder deren Mitarbeiter, sondern die Eltern der abgebildeten Kinder hätte fragen müssen, ob sie der UNVERPIXELTEN Veröffentlichung zustimmen wollen oder nicht. Fakt ist auch, dass die Bildzeitung nicht eine einzige Einwilligung der Eltern nachweisen kann.

Diese Fotos der toten Kinder waren zum Gedenken der Angehörigen aufgestellt worden. An diesen Bildern hing kein Zettel: „Abfotografieren erlaubt“. Diese Kinder, deren Fotos die „Bild“-Zeitung abfotografiert hat, wurden auch nicht gefragt, ob Sie die Titelseite der „Bild“-Zeitung mit ihren Gesichtern schmücken wollen und ihre Eltern wurden dazu auch nicht gefragt. Die bloße Anwesenheit in einem Gedenkraum mit der Erlaubnis fotografieren zu dürfen (den Gedenkraum und die Leute darin) erlaubt es dieser Zeitung nicht, auch die Gesichter der toten Kinder ungepixelt zu veröffentlichen. Genau das aber hat Diekmann getan und hat damit auch gegen das Gesetz verstoßen.

Diekmann könnte sich entschuldigen, bei den Eltern der toten Kinder, dafür, das er ohne Einwilligung der Abgebildeten oder deren Angehörigen die Gesichter veröffentlicht hat und das obwohl er wusste, dass er dafür keine Genehmigung hatte. Er sagt, er GLAUBTE eine Genehmigung zu besitzen, weil die Eltern die Fotos dem Bürgermeister für eine Gedenkveranstaltung übergeben haben und Diekmann weiß auch, dass nur die Eltern die Erlaubnis zur Abbildung der Kinder hätten erteilen können. Warum wurden die Eltern nicht gefragt? Vielleicht weil man wusste, dass die Eltern ihre Zustimmung ohnehin nicht geben werden? Weil eben diese Eltern von Beginn an mitteilten, dass sie keine Veröffentlichung der Fotos ihrer Kinder wünschten? Diekmann ist doch Profi, hat Jahrzehnte lang Erfahrung und weiß nicht, dass nur die Angehörigen der toten Kinder ihm die Erlaubnis zum Abdruck der Bilder hätten geben können? Und wenn er das wußte, warum hat diese Einwilligung dann nicht eingeholt?

Punkt 3: Die BILD-Zeitung habe in ihrer Stellungnahme dem Presserat gegenüber überzeugend dargelegt, dass sie nach einer Pressekonferenz in Lommel mindestens zwei Personen der Stadt gefragt hat, ob sie in dem Gedenkraum fotografieren dürfe. Diese hätten den Fotografen genehmigt, Aufnahmen von den trauernden Gästen zu machen, „weshalb die Bildzeitung in gutem Glauben davon ausgehen konnte, dass eine Einwilligung der Eltern für eine Veröffentlichung vorlag“ (Quelle: Gegendarstellung Kai Diekmann v. 11.7.2012 / Anwaltsschreiben Kanzlei Raue LLP an TeleNewsNet.com).

Selbst wenn dem so wäre und die Mitarbeiter der Bildzeitung „davon ausgingen, dass eine Einwilligung vorlag“, heißt das nicht, dass eine solche Einwilligung auch tatsächlich existierte, respektive vorlag und das heißt auch nicht, dass in der Erlaubnis, die trauernden Gäste vor Ort fotografieren zu dürfen, auch die Erlaubnis zum Abfotografieren der aufgestellten Fotos der toten Kinder, sowie deren ungepixelte Veröffentlichung inbegriffen war. Hätten die BILD-Mitarbeiter gefragt, ob sie die Fotos der toten Kinder abfotografieren und veröffentlichen dürfen, hätten sie garantiert ein „NEIN“ gehört, denn so war es von Beginn an gewünscht, sowohl von den Eltern, als auch vom Bürgermeister.

Zudem hätte diese Frage an die Eltern der Kinder und nicht an irgendeinen „Kartenabreiser“ gestellt werden müssen. Die Eltern waren alle vor Ort. Warum also hat die Bild-Zeitung nicht eine dieser Angehörigen gefragt, ob sie die Bilder der toten Kinder abfotografieren und veröffentlichen darf? Vielleicht weil man wusste, dass die Eltern dem nie zugestimmt hätten?

Zur Erinnerung: Die Eltern und der Bürgermeister hatten von Beginn an die Medien gebeten, KEINE FOTOS von den toten Kindern zu veröffentlichen (Quelle: ARD-Interview, Sprecherin der Stadt Lommel). Das heißt ein klares „NEIN“ zur Einwilligung und ein klares „Nein“ zur Veröffentlichung. Wieso also glaubt die „Bild“-Zeitung dann, die Fotos trotzdem abfotografieren und veröffentlichen zu dürfen?

Will Kai Diekmann diese Frage noch beantworten?

Punkt 4: In Reaktion auf unsere Veröffentlichung reagierten auch andere Medien, unter anderem der „Tagesspiegel“ und schreibt: „Dafür gab’s eine Erlaubnis, sagte Diekmann in einem ARD-Beitrag (…). Es gab keine Erlaubnis, sagte die Sprecherin des Bürgermeisters der belgischen Stadt Lommel. Der Blogger schloss daraus, dass Diekmann gelogen habe. Fälschlicherweise, denn auch der Deutsche Presserat bestätigte, dass eine Genehmigung vorlag.“

Diese Formulierung ist irreführend und falsch. Denn nicht der Presserat war vor Ort in Lommel am Tag der Gedenkfeier mit dabei, sondern die Mitarbeiter der „Bild“-Zeitung. Warum also glaubt der Presserat zu wissen, was vor Ort geschehen ist? Mit welcher Begründung glaubt der Presserat der Aussage von zwei „Bild“-Mitarbeitern mehr als den Worten der Angehörigen der toten Kinder? Die angebliche Genehmigung bezog sich auf das Fotografieren im Gedenkraum. Und selbst wenn diese Genehmigung vorlag, bedeutet das NICHT AUTOMATISCH, die Zustimmung zur ungepixelten Veröffentlichung der Gesichter der toten Kinder. Diese Einwilligung hätten nur die Eltern der Kinder geben können und das haben sie nicht getan. Also egal was und wieviel die Bild-Zeitung in dem Gedenkraum auch fotografiert hatte, brauchte sie trotzdem und immer noch die Einwilligung der Angehörigen der toten Kinder, um die gemachten Fotografien auch ungepixelt veröffentlichen zu dürfen, so will es das Gesetz (Recht am eigenen Bild).

Die Eltern waren vor Ort. Die Bild-Zeitung auch und die Zeitung hätte die Eltern vor Ort um Einwilligung bitten können, hat sie aber nicht getan und die Eltern hatten die Einwilligung auch nicht angeboten, im Gegenteil: Von Beginn an, „von der ersten Pressekonferenz an, baten die Eltern und der Bürgermeister darum, die Gesichter der Kinder nicht zu zeigen und die Privatssphäre der Familien zu respektieren“, warum also sollte diese Ansage plötzlich nicht mehr gelten? Warum sollten die Eltern oder der Bürgermeister ihre Meinung ändern? Es gibt keinen Grund dafür.

Punkt 5: „Informationswert der Bilder gleich Null“ (Schweizer Presserat)

Zitat: „Der Schweizer Presserat wirft Fragen zur Veröffentlichung von Fotos verstorbener Kinder auf. Das Fehlen von öffentlichem Informationswert sei unverkennbar, sagte Dominique von Burg, Präsident des Presserates. Der Informationswert dieser Bilder liege «nahe bei null», sagte von Burg auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Und weiter: „Der Präsident des Presserats fragt sich zudem, ob die Zeitung das Einverständnis der Eltern für den Abdruck der Bilder hatte.“

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/busunglueck/Das-geht-viel-zu-weit/story/21361644?dossier_id=1370

Hierzu stellen wir fest, dass der Schweizer Presserat nicht das Urteil des Deutschen Presserates teilt. Der Deutsche Presserat schreibt: „Die Bild-Zeitung konnte in gutem Glauben davon ausgehen, dass eine Einwilligung der betroffenen Eltern vorlag“. Es obliegt aber auch der Sorgfaltspflicht des Journalisten, sich vom Wahrheitsgehalt einer Sache zu überzeugen. Der Glaube an eine VERMUTLICHE EINWILLIGUNG verschafft der „Bild“-Zeitung lange noch kein RECHT AM BILD der toten Kinder. Dieses Recht hätte die Zeitung sich aber einholen müssen und zwar nachweislich!

Punkt 6: Die flämische Medienministerin Ingrid Lieten ist verärgert über gewisse Medien.

Zitat: „Weil Fotos der verunfallten Kinder irgendwo in einem sozialen Netzwerk im Internet verfügbar seien, «heisst das noch lange nicht, dass man sie auch brauchen und veröffentlichen kann», sagte die flämische Medienministerin Ingrid Lieten gegenüber dem Radiosender VRT. Vor allem dann nicht, wenn die Bewilligung zur Veröffentlichung nicht gegeben worden sei, ergänzte sie. «Das geht viel zu weit», sagte sie.

Und weiter: „Die Medien spielten eine wichtige Rolle bezüglich Nachrichten und Information. «Wir alle wollen den Schmerz teilen, aber es gibt Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen», sagte Lieten weiter. Sie rief auch den Ethik-Kodex der Medien in Erinnerung, «bitte halten sie sich daran».

Quelle: Tagesanzeiger (s.o.)

Hierzu stellen wir fest, dass die Situation des verfügbar machens der Fotos im öffentlichen Raum (soziale Netzwerke) vergleichbar ist mit dem Gedenkraum in Lommel, denn dieser Raum war auch öffentliche zugänglich und wie bei fast jeder großen Gedenkfeier, stehen die Fotos der Verstorbenen zum Gedenken in Sichtweite der Trauernden. Wenn die Presse aufgrund des starken medialen Interesses dazu eingeladen wird, dem Ereignis beizuwohnen und auch nicht verboten ist zu fotografieren, bedeutet das noch lange nicht, dass die Gesichter der toten Kinder ungepixelt gedruckt bzw. veröffentlicht werden dürfen. Diese Kinder sind Privatpersonen und sie sind tot. Sie können über ihr Recht am eigenen Bild nicht mehr selbst entscheiden! Die Angehörigen hätten gefragt werden müssen, ob die Medien diese Bilder ABFOTOGRAFIEREN und ungepixelt wiedergeben dürfen. Wir stellen fest, dass dies nicht geschehen ist.

Punkt 7: Motiv

Dazu ein Bericht der Schweizer Kollegen „edito online“. Dort heißt es: „Verleger Michael Ringier zu der Veröffentlichung der Bilder von toten Jugendlichen sei das Einverständnis der Beteiligten eingeholt worden. Gleich argumentiert der Chefredaktor der Bildzeitung, Kai Diekmann, in einem Film der ARD vom Montag (16. April): man habe das Einverständnis des Bürgermeisters und der Eltern in Lommel (Belgien) erhalten. Die ARD hat recherchiert und kommt in dieser Sache auf eine völlig andere Darstellung. Der Bürgermeister schriftlich wie auch vor der Kamera dessen Pressesprecherin dementieren dieses Einverständnis klar und eindeutig: Im Gegenteil habe der Bürgermeister auch im Namen der Eltern gleich von Beginn an die Medien gebeten, keine Bilder der Opfer zu veröffentlichen. Greet Poets, die Pressesprecherin sagt in der ARD: „Die Eltern waren nicht glücklich, sondern sehr traurig, die Fotos ihrer Kinder in der Zeitung oder im Fernsehen zu sehen.“ (Quelle: edito-online.ch)

Ob „Blick“ oder „Bildzeitung“: Es steht die Behauptung der Chefredaktion gegen dieses Dementi aus Lommel.

An der Jahresmedienkonferenz hat sich Michael Ringier dann voll hinter die Redaktion gestellt, auch hinter die Aussage des Chefredakteurs, man mache den Blick nicht für den Presserat. Denn: „Wo kämen wir hin, wenn der Blick nur noch eine so große Auflage hätte, wie der Presserat Mitglieder?“ (lacht) Dann gäbe es das Ringier-Pressehaus nicht mehr.“ (Quelle: persoenlich.com vom 19.4.)

http://www.edito-online.ch/aktuelleausgabe/ergaenzungenzumheft/bilderzumcarunglueck.html

Klingt, als hätte das schweizerische Pendant zur „Bild“-Zeitung zugegeben, die Fotos nur deswegen gedruckt zu haben, um damit die Auflage zu steigern.

Hat auch Kai Diekmann, der die selbe Behauptung wie Ringier aufstellte, er habe die Einwilligung zur Veröffentlichung von den Eltern gehabt, die Fotos für Informationszwecke oder zur Steigerung der Auflage drucken lassen?

Beide Zeitungen hatten die Bilder ungepixelt gezeigt.

Punkt 8: „Falschmeldung / Falschbehauptung“ (Tagesspiegel / Freitag).

Wir stellen fest, dass keine Falschmeldung und keine Falschbehauptung vorlag. Ungeachtet dessen, wurde grundlegend nichts „behauptet“, sondern die persönliche Meinung des Autors vertreten (Artikel 5 GG) und der Autor ist der Meinung, dass Diekmann nicht die Wahrheit spricht, wenn er behauptet, dass eine Einwilligung zur Veröffentlichung der Fotos vorlag. Weder der Bürgermeister, noch die Eltern hatten ihre Einwilligung zur Abbildung der Gesichter der Kinder in der Bild-Zeitung gegeben. Das Persönlichkeitsrecht und insbesondere das RECHT AM EIGENEN BILD wurde verletzt, so die Meinung des Autors.

Zudem: Im Anwaltsschreiben an TeleNewsNet vom 11.7.2012 fordert der Anwalt von Kai Diekmann die Behauptung zu unterlassen, Diekmann sei „in die Wüste abgeschoben“ worden und würde „derzeit die USA bereisen“.

Hierzu stellen wir fest, dass Anfang Juni 2012 dutzende Zeitungen darüber berichteten, dass Diekmann für mindestens 6 Monate in die USA reisen werde, um dort nach neuen digitalen Technologien zu suchen.

Nichts anderes hatte auch TeleNewsNet geschrieben.

Punkt 9: In einem Artikel der TAZ vom April 2012 steht geschrieben: „Kai Diekmann kommt nicht umhin, vor laufender Kamera zu lügen, wenn man ihm die richtigen Fragen stellt.“ https://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&dig=2012%2F04%2F16%2Fa0113&cHash=6c055fec02/

Bild-Chefredakteur Kai Diekmann sagt in dem ARD-Film, dass Bild die Erlaubnis hatte, die Fotos zu zeigen. Die ARD konterkarierte dies mit der Aussage der Pressesprecherin des Bürgermeisters der belgischen Stadt Lommel, aus der die Kinder stammten, dass es keine solche Erlaubnis gegeben habe.

Die TAZ, zahlreiche Medien und Blogdienste, darunter auch TeleNewsNet, waren der Meinung, dass Diekmann nicht die Wahrheit spricht, wenn er behauptet, er habe die Einwilligung der Eltern zur Veröffentlichung der Fotos ihrer toten Kindern gehabt. Die Autoren der TeleNewsNet haben ihre Meinung kundgetan (Artikel 5 GG).

Gegendarstellung Kai Diekmann via Freitag.de: Der Verdacht, „Bild“ habe Fotos der bei einem Bus-Unglück im Wallis umgekommenen Kindern ohne Genehmigung abgedruckt, sei durch ein Urteil des deutschen Presserats längst widerlegt worden, weshalb er in der ursprünglichen Fassung unseres Berichts eine Falschberichterstattung gesehen wurde, was eine Frage der Interpretation ist.
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Die Texte der TeleNewsNet sind Meinungstexte und sind als solche auch gekennzeichnet. Kommentare und Meinungstexte sind also solche geschützt durch Artikel 5 GG. TeleNewsNet (TNN) war der Meinung, dass Diekmann nicht die Wahrheit spricht, wenn er behauptet, eine Erlaubnis für die Veröffentlichung der Fotos gehabt zu haben.

Dabei beruft TNN sich auf eine Quelle der ARD, aus der hervorgeht, dass Diekmann behauptet, eine Erlaubnis zur Veröffentlichung der Fotos gehabt zu haben. Es gab keine Erlaubnis, sagte die Sprecherin des Bürgermeisters der belgischen Stadt Lommel. TNN schlussfolgerte daraus, dass entweder der Bürgermeister der Stadt Lommel oder aber der Chefredakteur der Bild-Zeitung lügt und teilte dies unter dem Schutz der Meinungsfreiheit so auch mit.

TNN war der Meinung, dass der Bürgermeister und/oder die Eltern der toten Kinder keinen Grund haben, die Unwahrheit zu sprechen. Insbesondere haben die Eltern kein erkennbares Motiv, weshalb sie erst gegen und dann für eine Veröffentlichung der Fotos sein sollten.

Deshalb der Bericht, den TNN im Internet verteilt hatte und der inzwischen auf Druck der „Bild“-Zeitung hin an vielen Stellen wieder entfernt wurde.

Punkt 10: Der Medien-Aggregator „Turi2“ schreibt: „Bild-Chefredakteur Kai Diekmann unter falschem Verdacht: Der „Freitag“ hat mit Bedauern einen Bericht vom Community-Bereich seiner Website genommen, in dem „Bild“ beschuldigt wurde, Fotos von verunglückten Kindern ohne Genehmigung abgedruckt zu haben. Die Vorwürfe sind längst widerlegt“ und verweist auf einen Eintrag beim bildblog.de.

http://www.bildblog.de/39355/presserat-billigt-titelseite-mit-toten-kindern/

Hierzu stellen wir fest, dass die dort genannten Vorwürfe nicht wiederlegt sind. Diekmann hat nicht einen einzigen, stichhaltigen Beweis dafür, dass die Einwilligung der Eltern zur Veröffentlichung der Fotos vorlag. Gemäß §22 KunstUrhG hätte Diekmann eine solche Einwilligung von den Eltern der Kinder aber einholen müssen, bevor er die Fotos ungepixelt 12 Millionen Lesern zeigt. Nicht vom Bürgermeister, nicht von der Putzfrau sondern von den Eltern! Diekmann arbeitet seit 14 Jahren als Chefredakteur, er kennt das Gesetz und er weiß, dass er ohne Einwilligung der Eltern diese Fotos nicht hätte drucken dürfen. Er redet sich – unserer Meinung nach – raus, indem er den Bürgermeister vorschiebt und dessen Erlaubnis, im Gedenkraum fotografieren zu dürfen, womit er das Gesetz vielleicht biegen, nicht aber brechen kann. Fakt ist doch, Diekmann hat ohne Einwilligung der Eltern die Gesichter der toten Kinder unverpixelt 12 Millionen Lesern gezeigt und damit das Persönlichkeitsrecht von 15 toten Kindern verletzt. Möchten Sie das weiterhin bestreiten?

– Die Redaktion von TeleNewsNet-

http://www.telenewsnet.com

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Gottschalk´s peinlicher Abstieg – Warum er jetzt zum «Supertalent» geht

Foto: Screenshot / ShortnewsKritiker prophezeien schnelles Karriere-Ende

Er moderierte die erfolgreichste Unterhaltungsshow im ZDF und genoss jahrzehntelang hohes Ansehen. Der Showmaster und ehemalige „Wetten dass ..?“-Moderator Thomas Gottschalk 62, der zuletzt mit „Gottschalk Live“ in der ARD scheiterte, will zurück „auf die große Bühne“ und hat sich dafür die RTL-Sendung „Das Supertalent“ ausgesucht.

[TNN] Medienberichten zu Folge soll Gottschalk in der Jury von „Das Supertalent“ neben Dieter Bohlen sitzen und Deutschlands „Supertalente“ mit Top oder Flop bewerten.

„Ich habe gemerkt, dass das Publikum mich auf der großen Showbühne sehen will – und genau die hat mir RTL geboten“, sagt Gottschalk im Interview mit Fernsehreportern Quelle: dwdl.de.

Andere sagen, er „prostituiert und verkauft sich“ und besiegelt damit endgültig seinen Niedergang im Deutschen Fernsehen. Vom gefeierten „Wetten dass… ?“-Star zum „Dummdödel einer gehirnamputierten Casting-Show“, urteilen Kritiker vernichtend und Gottschalk sei „nur noch peinlich und macht sich lächerlich“ Quelle: castingkritik.com.

In der Tat könnte Gottschalk´s Wechsel zu RTL mehr schaden als nützen und es bleibt nicht auszuschließen, dass Gottschalk danach auch keine seriösen Aufträge mehr bekommt. Zwar hält Gottschalk die RTL-Sendung „Das Supertalent“ für die „derzeit erfolgreichste Showreihe im deutschen Fernsehen“, nur unterschlägt er dabei wissentlich das Niveau der Sendung, die zu 95% nur dazu dient, Kandidaten vor laufender Kamera bloß zu stellen und zu erniedrigen.

Von dererlei Wahrheiten wollen die Macher der Show natürlich nichts wissen. RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger brüstet sich gar den „Personal-Coup des Jahres“ gelandet zu haben und freut sich über den Zugewinn von Thomas Gottschalk. Nicht weil er ein Herz für aussortierte ARD-Moderatoren hat, sondern weil er um die polarisierende Wirkung dieser Nachricht weiß und jeder den abstiegsgefährdeten Gottschalk in seiner neuen Rolle dann auch sehen will. Das bringt Zuschauer und das bringt Quote und die wiederum bringt Werbung und Einnahmen, das Einzige, worum es im Privatfernsehen geht.

„Ich war jung und brauchte das Geld“, zumindest diese Ausrede kann Gottschalk nicht mehr gelten lassen, weshalb die Frage erlaubt sein muss, warum er sich das antut. Könnte er sich in Malibu nicht zur Ruhe setzen oder etwas ernsthaftere Themen anpacken? Der Mann hat gut ein Dutzend Fernsehpreise bekommen, 2011 kam gar der Grimme-Preis noch hinzu, warum also dieser Wandel hin zum Trash?

Nicht unbedenklich auch Gottschalks frühere Haltung gegenüber RTL und Bohlen´s Castingshow, man erinnere sich nur an gewisse „verbale Auseinandersetzungen“ zwischen Gottschalk und dem Trash geplagten RTL-Format, damals war Gottschalk mit „Wetten dass…?“ noch oben auf und konnte seine Meinung durchaus entspannt vertreten. Verrät er nun seine Ideale? Verkauft Gottschalk sich an den Meistbietenden?

Eitelkeit ist stärker als Dummheit und noch einen Irrweg kann sich auch ein Thomas Gottschalk nicht leisten.

Zwar holt der Deal mit RTL den einstigen Vorzeige-Moderator für kurze Zeit zurück ins Rampenlicht, wenn er danach aber noch tiefer hängt als zuvor, hat ihm dieser „Ausflug“ auch nichts genützt. Dann winkt allenfalls noch Dschungelcamp oder vergleichbarer Müll. Vielleicht aber schreibt RTL auch an neuen Formaten, wo Thommy „Ich habe nichts mehr zu verlieren“ Gottschalk, dann sein letztes Stück Würde noch loswerden kann.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/Vermischtes/Thomas-Gottschalk-Supertalent-RTL.html

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Mario Gomez: Nach «Drei Tagen auf die Fresse» ein Lob

Fernsehkritiker Mehmet Scholl rudert zurück

TV-Kritiker Mehmet Scholl lobte Mario Gomez nach dessen beiden Treffern zum 2:1-Sieg gegen die Niederlande bei der Fußball-EM in der Ukraine. Dem Lob voraus gegangen war eine schwere Attacke des Ex-Nationalspielers Scholl gegen Gomez, weil der sich seiner Meinung nach zu wenig bewege und man Angst haben müsse, dass Gomez sich „Wund liege“.

[TNN] Im Interview mit der „Bild“-Zeitung rudert Scholl nun zurück und findet gar lobende Worte für Gomez: „Ich bin stolz auf Mario. Einsatz und Erfolg haben zusammengepasst“, heißt es nunmehr.

Noch am Vortag hatte Scholl nach heftigem Medien-Echo an seiner Kritik festgehalten. Zitat: „Die Aussage mit dem Wundlegen war sicherlich grenzwertig, aber inhaltlich stehe ich zu der Kritik“, sagte Scholl noch am Dienstag in der ARD.

Ein Kommentator des gestrigen Spiels gegen die Niederlande formulierte das dann so: „Es ist seine Story“ und er meinte Gomez, der mit seinen zwei Toren gegen die Niederlande alle seine Kritiker Lügen strafte.

„3 Tage habe ich auf die Fresse bekommen“ und „Es war Druck ohne Ende“, gesteht der Bayern-Profi, der sich 100 Kilo leichter fühlt, nach diesem Erfolg gegen die Niederländer.

Der Wind dreht sich mit dem Erfolg. Wer Erfolg hat, hat Recht. Nun ist Gomez der Held und alle freuen sich mit ihm – bis zur nächsten Niederlage.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/Leute/Fussball-Mario-Gomez-Mehmet-Scholl-Kritik.html

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Max Bryan: Treffen mit Spiegel-Autor – Tagebuch soll verfilmt werden

Foto: Facebook / Max BryanHamburger Filmproduzent will Tagebuch des ehemaligen Obdachlosen herausbringen

Er ist Deutschlands bekanntester Obdachloser. Der ehemalige Wahl-Hamburger Max Bryan, der inzwischen auf einem Rosenhof nahe Frankfurt lebt, kehrt für einen Arbeitsurlaub zurück in die Hansestadt, wo er zwei Jahre lang auf der Straße lebte. Laut Informationen der Giessener Zeitung will der ehemals Wohnungssuchende dort nun seine Sachen abholen und die Einlagerung auflösen.

[TNN] Schon Anfang Juni war Bryan in Hamburg angekommen und traf sich mit einstigen Weggefährten, Unterstützern und Bekannten, darunter auch der Hauptpastor vom Hamburger Michel, der Hauptkirche von St. Michaelis. Der Pastor half ihm seinerzeit mit Tipps und Örtlichkeiten zum Aufwärmen, sogar ein Kulturprojekt war im Gespräch, dann aber kam der Herbst und Bryan wollte nicht länger warten, fuhr mit dem Fahrrad Richtung Süden in der Hoffnung entlang seiner Wegstrecke doch noch eine Wohnung zu finden TNN berichtete.

– Einladung vom Hauptpastor –

Zurück in der Stadt an der Elbe und nach langer Reise, holte Bryan dann etwas nach, dass während seiner Obdachlosigkeit nie zustande kam und es ist kein unbedeutender Vorgang, wenn ein Hauptpastor der bedeutendsten Kirche Norddeutschlands einen ehemaligen Obdachlosen empfängt und ihn mit auf den Turm des Hamburger Michel´s nimmt, schon lange hatte Bryan sich das gewünscht.

„Haupteingang Englische Planke“, hieß es dann und Bryan traf nicht nur Hauptpastor Alexander Röder, sondern auch den Trompeter, der jeden Tag ein Lied von der 7. Ebene des 132 Meter hohen Kirchturms spielt. „Es war mir eine Riesenfreude, den Trompeter vom Michel zu begleiten, während er sein traditionsreiches Lied spielt“, schreibt Max Bryan in seinem Tagebuch-Blog bei Facebook.

http://www.facebook.com/notes/max-bryan/hamburg-treffen-der-trompeter-vom-michel/439355489415705

– Der Trompeter vom Michel –

Punkt 12 und die Musik beginnt. „Freut Euch Ihr Christen alle“, ist heute das Thema, jeden Tag ein anderes Lied, für Bryan war das immer auch Hoffnung und Kraftspender.

„Die Welt dreht sich weiter und heute wirst Du nicht untergehen“, sprach der ehemalige Obdachlose sich Mut zu und motivierte damit auch andere.

Zwei Jahre lang lebte Max Bryan auf Hamburgs Straßen, bevor er im November letzten Jahres die Stadt mit dem Fahrrad verlies, in der Hoffnung entlang seiner Radstrecke eine Wohnung zu finden, was ihm am Ende auch gelang. Auf einem Rosenhof nahe seiner alten Heimatstadt Bad Nauheim 40 Kilometer nördlich von Frankfurt / M. wurde der fündig und blieb. Hunderte Fans hatten bis dahin die Geschehnisse im Internet live mit verfolgt und ihre Glückwünsche zum Ausdruck gebracht.

„Ich habe seinen Stationen immer mit verfolgt und ich finde es großartig, dass er nun angekommen ist und eine Wohnung gefunden hat. Er wirkt heute viel fröhlicher als damals und ich freue mich zu sehen, wie eine Last von ihm gefallen ist“, erklärt der Hamburger Hauptpastor Alexander Röder im Gespräch mit Anwesenden vor Ort.

Darunter auch der renommierte Spiegel-Autor Matthias Matussek, der Bryan schon seit Monaten treffen will, bislang aber hatten die beiden sich immer wieder verfehlt. Entweder war Bryan mit dem Fahrrad unterwegs oder Matussek saß im Flieger zu einem seiner vielen Termine, heißt es im offiziellen Bericht.

http://www.maxbryan.com

– Spiegel Autor Matussek –

„Zeigen Sie mir alles“, bat Matussek den ehemaligen Obdachlosen und Bryan zeigte ihm alles. Seine Schlafplätze, die Gänge, die Kumpels, die Wege. Täglich hatte Bryan diese Strecken zurückgelegt, immer auf der Suche nach einer Unterkunft und einer Bleibe, wo man sich tagsüber aufhalten, essen und waschen kann.

Die Trinkwassersäule am Hafentor zum Beispiel, jeden Abend war es die letzte Station auf Bryan´s Tour durch die Stadt, ein Stück Normalität, die er sich bewahren wollte: „Jeden Abend hatte ich mir dort die Zähne geputzt … auf der Straße geht das Privatsein verloren“, heißt es in einer Rückschau.

http://www.facebook.com/notes/max-bryan/pfingsten-urlaub-in-hamburg-2805-1206/433519059999348

– Videotagebuch –

Max Bryan wirkt glücklich und gelöst, die aktuellen Bilder von den Landungsbrücken sprechen Bände. Wohl auch ein Grund dafür, letzte Fragen zu beantworten, die beispielsweise zur Herkunft seiner Bilder und noch einmal geht es um sein Tagebuch. Inzwischen nämlich hat Bryan bestätigt, was bislang nur vermutet wurde und es ist wahr, der Obdachlose, der früher auch schon gefilmt hat, dokumentierte sein Leben auf der Straße mit einer kleinen Tagebuchkamera und interviewte auch andere Obdachlose.

http://www.facebook.com/notes/max-bryan/videotagebuch/445182512166336

„Ich traf Menschen in bitterer Armut. Leute, die seit Jahren schon auf der Straße leben. Klaus, Wolle, Stephan, Thommy und Martin und die Motive wurden fühlbarer“, heißt es im Reisebericht des Obdachlosen Max Bryan. Über den Kontakt mit anderen Menschen, das intensive Erleben von Not und Armut, habe sich auch seine Liebe zum Bild vertieft und sein „Tagebuch wurde klarer“, heißt es.

– Armut zeigt Gesicht –

„Zeige mir Dein Gesicht und zeige mir Deine Armut. Zeige mir Dein Leben und Deine Stadt. Zeige mir die Not und die Angst und auch die Ausweglosigkeit“, so hat der obdachlose Bryan seine Kumpels angesprochen und sie gebeten, ihre Geschichte zu erzählen und es gehe um „teilbares Glück“, sagt Bryan.

Schicksalhaft auch, wie ein Mann vom Film den damals noch Wohnungslosen auf seinem Weg zum Schlafplatz entdeckte, ein Zufall, wie ihn wohl nur das Leben schreibt. Bryan, der keine Wohnung hat, sucht einen Umweg über die Bernhard-Nocht-Straße zu seinem Schlafplatz im Hafen und trifft zufällig auf Tamo Kunz, ein nicht unbedeutender Szenenbildner aus Hamburg. Bryan fragt ihn nach dem Weg und die beiden kommen ins Gespräch. Als Kunz die Kamera dann entdeckt, wird schnell klar, dass Bryan einen Schatz mit sich herumträgt und der Mann vom Film lädt den Obdachlosen zum Essen ein. Aus dem Treffen wird schnell mehr und erste Medien berichten über eine mögliche Sensation. Derzeit sichtet Kunz das komplette Datenarsenal des Obdachlosen, der seine Kamera offenbar im Rucksack mit sich trug, während er Nachts draußen schlief

– Mann vom Film –

Ob die Bilder des Obdachlosen Max Bryan auch verwertbar sind, ist allerdings noch fraglich. Zur Stunde ist völlig unklar, ob die Aufnahmen auch sendetauglich sind und was genau damit passieren soll. „Vielleicht eine Veröffentlichung, vielleicht auch ein Film“, so genau stehe das noch nicht fest, heißt es bei Facebook Max Bryan, der anfangs gar nicht vor hatte, das Material zu veröffentlichen.

Sollte es dennoch dazu kommen, könnte das Ergebnis bahnbrechend sein. Noch nie hatte ein Obdachloser die Subjektive seines Lebens in diesem Umfang festgehalten und dokumentiert. Allein das könnte ein Novum sein, vielleicht auch ein Meilenstein, das alles bleibt abzuwarten.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/Leute/Obdachloser-MaxBryan-Hamburg-Matussek-Videotagebuch.html

Foto: Facebook / Max Bryan

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«Real-Life» im Fernsehen: Hotel-Chef muss Klo´s putzen – Kamera begleitet ihn

Erfolgs-Doku startet nun auch in der Schweiz

Scripted Reality oder „Real Life ”? Am 1. Mai startet in der Schweiz das international erfolgreiche Doku-Format. „Undercover-Boss“, eine Real-Life-Serie, die zuletzt auch in Deutschland großen Zuspruch fand.

[TNN] Bei dem Live-on-Tape gedrehten Doku-Format lassen sich Führungskräfte großer Unternehmen unerkannt in eine Filiale ihres eigenen Unternehmens einschleusen und leben und arbeiten dort unerkannt eine Woche lang zusammen mit ihren eigenen Mitarbeitern. Veränderung des Aussehens, wie Perücke und falsche Zähne sollen sicherstellen, dass die Mitarbeiter den eigenen Chef nicht erkennen. Unter dem Vorwand eine Fernsehreportage drehen zu wollen, die einen Arbeitslosen begleitet, wird der getarnte Chef als vermeintlicher neuer Mitarbeiter präsentiert und auf allen seinen Wegen offen mit der Kamera begleitet. Dabei lernt er seine Mitarbeiter besser kennen und diese wiederum vertrauen ihm Dinge an, die sie ihrem Chef unter normalen Umständen vermutlich nie erzählen würden. Am Ende einer jeden Sendung gibt der Chef sich dann zu erkennen und belohnt seine Mitarbeiter mit einer Überraschung.

RTL war von dem Format dermaßen angetan, dass der Sender gleich nach Erstausstrahlung eine weitere Staffel in Auftrag gab. Ein schönes Beispiel, dass „Reality“ nicht immer gemacht, sondern zur Abwechslung auch mal „wahr“ sein kann. Formate dieser Art sind selten, ein Großteil dessen, was sich als „Reality-Soap“ verkauft, ist bestenfalls schlechtes Laien-Theater mit gescripteten Texten, durchgestylten Drehbüchern und einer Dramaturgie
á la Hollywood. Je echter die Handlung, desto größer der Erfolg. Das muss sich nun auch die Schweiz gedacht haben, wo die Erfolgsserie nun erstmals am 1. Mai beim Privatsender 3+ anläuft.

In der dortigen ersten Folge wird der Schweizer CEO Peter Michel unter dem Vorwand der Jobsuche in eine der 400 Filialen des weltgrößten Hotelunternehmens „Best Western“ eingeschleust und trifft dort auf Angestellte wie Putzpersonal, Köche und Haustechniker, die dem als neuen Mitarbeiter getarnten Chef ihre Lebensgeschichte erzählen. In dieser Ausnahmesituation lernt der CEO sein eigenes Unternehmen und dessen Mitarbeiter besser kennen und sieht die eigenen Mitarbeiter erstmals aus einem völlig neuen Blickwinkel.

Eine Woche lang wird er mit ihnen zusammenarbeiten, ihre Sorgen und Nöte kennenlernen und Freundschaften anbahnen, bevor er sich nach Ablauf der Zeit zu erkennen gibt, mit noch unbekannten Folgen für Mitarbeiter und Unternehmen.

Am Dienstag, den 1. Mai und Dienstag, den 8. Mai, jeweils um 20.15 Uhr, zeigt 3+ die ersten zwei Folgen des Undercover-Formats und man darf gespannt sein, wie echt die Geschichten auch dort in Szene gesetzt wurden, ob die Mitarbeiter spielen oder leben und mit welchen Folgen die Undercover-Aktion diesmal auffliegt.

Infos zum Serien-Start in der Schweiz unter http://www.3plus.tv/undercoverboss

Sean Quentin Dexter / TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/index.html

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Max Bryan: 1000 Kilometer für die Wohnung – Protokoll einer Reise

Der Obdachlose hat alles gefilmt

„Manchmal ist es schwer zu glauben, dass es wirklich vorbei ist“, sagt ein Mann, der bis vor wenigen Wochen noch auf der Straße lebte. Max Bryan war obdachlos und führte ein spartanisches Leben. Eine Isomatte, ein Schlafsack und ein paar Habseligkeiten, mehr brauchte er nicht, um auch im Winter über die Runden zu kommen.

[TNN] Nun ist die kalte Jahreszeit vorbei und Max Bryan hat eine Bleibe gefunden. Auf einem Gartenhof in Steinfurth bei Bad Nauheim kam der Obdachlose unter. Vier Monate und 1000 Kilometer ist er dafür gefahren, mit dem Fahrrad – wohlbemerkt. Agenturen und Lokalpresse berichteten bundesweit über die Aktion. Fast überall, wo der Obdachlose Halt machte, erzählten Journalisten von ihre Begegnung mit Max Bryan. Sogar die „apa“, die österreichische Presseagentur, schrieb eine Meldung zum Erfolg des Wohnungssuchenden, nun kennt man ihn auch in Österreich.

– Arm und berühmt –

Bryan´s Popularität blieb nicht ohne Folgen. 748 Tage lebte er auf der Straße und seine Bekanntheit war vielen ein Dorn im Auge. Mehrmals schon hatten Unbekannte ihn beklaut und ein Mann am „Schrenzer“ wollte ihn gar schon „erschießen“, sollte der Obdachlose auf die Idee kommen, sein Grundstück zu betreten.

In fast jeder Stadt, die er während seiner viermonatigen Radtour durchquerte, hinterließ Bryan seine Spuren und verarbeitete seine Erlebnisse in einem Online-Tagebuch, das zahlreiche Anhänger fand. Ein Umstand, der Kritiker immer wieder auch zweifeln ließ, ob die Geschichte des Max Bryan denn tatsächlich auch wahr ist. „Zu fantastisch“ und zu perfekt in Zufall und Dramaturgie, sagen seine Gegner.

Anhänger und Befürworter hingegen glauben fest an das Leben des Max Bryan, dessen stärkster Zeuge wohl eine kleine Kompakt-Kamera ist, die er stets bei sich trug. Schon im November letzten Jahres – kurz vor seiner Abreise aus Hamburg – outete Bryan dieses wohl letzte Geheimnis, das nämlich um die Herkunft seiner Bilder, die so zahlreich im Internet kursieren.

– Tagebuch eines Obdachlosen –

Demnach handelt es sich um ein Tagebuch. Kein gewöhnliches Tagebuch, sondern ein Videotagebuch, dass er seit Jahren schon führt und das nach dem Verlust der Wohnung so wohl auch weiter lief.

„Dreemos“, so der Name seiner Kamera, sei ein Relikt aus Zeiten langer Einsamkeit, ein stummer Zeuge und lange auch sein „einziger Freund“, wie er zugibt.

http://www.facebook.com/notes/max-bryan/abschied-und-tagebuch/303290346355554

Facebook Max Bryan: „Andere haben Haustiere, ich hatte meine Kamera“ und „Dreemos hat alles gesehen und gehört, was auch ich sah und hörte“. Sie sei Zeuge von allem was war und was ist, heißt es im Tagebuch des Obdachlosen Max Bryan.

– Protokoll einer Reise –

Wenn das stimmt, wäre das geradezu eine Sensation. Bilder aus der Obdachlosen-Szene sind schwer zu beschaffen und das Leben eines Obdachlosen, gefilmt live und in Echtzeit, wäre ein absolutes Novum, auch wegen der Dauer der Beobachtung. Geradezu rührend wirkt da schon der Vergleich zu „Wilson“, einem Volleyball aus dem US-Kinofilm „Cast Away“, dessen Held Chuck Noland – gespielt von Tom Hanks – sich jahrelang mit einem Volleyball unterhielt, weil er sonst gar niemanden zum reden hatte. Diese Bilder könnten beweisen, dass der Obdachlose Max Bryan tatsächlich keine andere Wahl hatte, dass er gefangen war in seiner Situation und die Kamera sein einziger Vertrauter war.

Ein Hamburger Filmemacher sichtet derzeit das komplette Daten-Arsenal des Obdachlosen, der seinen Laptop, nebst Festplatten und Kamera offenbar im Rucksack bei sich trug, während er Nachts draußen schlief. Unklar ist auch, woher der Obdachlose die Kamera hatte und ob es auch einen sendefähigen Ton gibt. In Anbetracht der Fülle an pseudo-realen Doku-Formaten im Deutschen Fernsehen dürfte es daher spannend bleiben mitzuerleben, ob das Leben des Max Bryan vielleicht doch noch in Bild und Ton erfahrbar wird, und sei es nur aus Gründen der Wahrhaftigkeit.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/Soziales/Obdachloser-MaxBryan-Videotagebuch.html

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Armut und Obdachlosigkeit: Was macht eigentlich Max Bryan?

Abschlußbericht ist ein Meisterwerk

Er ist Deutschlands bekanntester Obdachloser. Ein Mann mit Laptop, Handy und Facebook und gut 400 Anhänger lieben was er tut. Max Bryan ist Denker, Seinsforscher und Visionär und seit gut 2 Jahren auch ein obdachloser Solcher, der auf Hamburgs Straßen nur versuchte zu überleben. Sein Schlafplatz im Hafen ist längst Geschichte, denn im November letzten Jahres hat der bärtige Mann von der Elbe die Hansestadt verlassen.

[TNN] Schon vor einiger Zeit hatten wir über den Obdachlosen Max Bryan berichtet. Vitali Klitschko entdeckte ihn vorletzten Herbst im Hamburger Hafen und lud ihn zu sich ein. Fernsehen und Zeitungen berichteten über die Begegnung und aus dem obdachlosen Wissenschaftler wurde selbst eine kleine Berühmtheit. Seitdem ist vieles anders geworden. Nicht weil Klitschko ihm half, sondern weil Bryan sich „selbst rettete“. 1000 Kilometer ist er mit dem Fahrrad gefahren, „quer durch Deutschland und auf der Suche nach einer Wohnung“, wie Zeitungen entlang seiner Strecke berichteten. Inzwischen ist er auch angekommen, im Hessischen Bad Nauheim und will dort auch bleiben, hieß es zuletzt in der Wetterauer Zeitung.

Max Bryan ist ein Phänomen. Was er geschafft hat ist einzigartig. Seine Berichte gehen unter die Haut und er versteht es die modernen Medien für sich und andere zu nutzen wie kaum jemand sonst seines Standes. Mit Laptop und mobilen Internetzugang ausgerüstet spricht er zu der Welt und lenkt die Aufmerksamkeit von sich auf andere, während er selbst noch draußen schläft, bei Wind und Wetter und auch bei Minusgraden. Allein das ist unikat und hinterlässt Spuren.

Die Sache am Schrenzer Berg in Butzbach – zum Beispiel – eine seiner letzten Stationen war bezeichnend und sein daraus resultierender Bericht ein Meisterwerk. Nicht nur wegen der Inhalte, sondern auch wegen der Authentizität, mit der die Geschichten entstehen und ihren Weg an die Öffentlichkeit finden. Kaum jemand hätte wohl geglaubt, dass ein Obdachloser im Stande wäre, die Welt um sich herum zu verändern und doch ist es geschehen. Diese kleine Welt – am Rande seiner Tour – die Menschen die er traf und mit denen er sprach, ein paar von ihnen hat er schon verändert, zum anders denken erzogen und zum umdenken bewegt. Es ist die Besonderheit im Leben des Max Bryan, dass er sein Können auch für andere einsetzt.

„Ich will, dass diese Menschen älter als 45 Jahre werden“, heißt es in einer Art Abschlussbericht des Max Bryan zum Thema Armut und Obdachlosigkeit in Deutschland und die Rede ist auch von seinen Freunden in Hamburg. Wolle, Klaus, Thommy und wie sie alle heißen. „Leute, die in keiner Zeitung standen und die nicht so viel Glück hatten wie ich“, schreibt Max Bryan in sein Tagebuch. Einer seiner Wegbegleiter – Martin – soll mit 36 Jahren schon Schlaganfall haben und heute nicht mal mehr seinen Namen kennen. Die meisten von ihnen hätten „kein Laptop und kein Facebook – keine Waffe mit der sie sich wehren können gegen die Widrigkeiten der Armut“, resümiert Max Bryan abschließend.

http://www.facebook.com/notes/max-bryan/sag-mir-was-ist-armut/365110096840245

„Sag mir, was ist Armut?“

Seine Fans fordern schon seit längerem, er solle doch endlich mal ein Buch schreiben, „es werde garantiert ein Bestseller“, mutmaßen seine Anhänger. Bis dato aber hat er nicht mal eine Wohnung, jedenfalls ist nichts dergleichen bekannt. Sein letztes Posting ist gut 4 Wochen alt und scheinbar ist er abgetaucht und verrät auch nichts über seinen Verbleib. Wenn das öffentliche Leben des Max Bryan damit endet, wäre es zwar schade, aber auch hinzunehmen. Der Gang zurück ins Privatleben eines Menschen, über den man kaum etwas weiß – auch das – fast schon wieder eine eigene Geschichte.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

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Financial Times bezeichnet Klitschko als «dreist»

Kritik am Veranstalter

Financial Times Deutschland kritisiert Wladimir Klitschko als „dreist“, weil der sich einen Boxer holte, der seit zwei Jahren keinen Kampf mehr gemacht hat und sich auf erbärmlichste Art und Weise präsentierte.

[TNN] „Wahrscheinlich ist er der beste Gegner, den ich je gehabt habe“, sagte Klitschko vor seinem Kampf. In Wahrheit aber war es sein „Schlechtester“, sagt FTD. Ex-Europameister Luan Krasniqi sprach gar von einer „Hinrichtung“ und keiner der zahlenden Zuschauer sah etwas vom „französischen Mike Tyson“. Als solchen hatte man den Franzosen zuvor aber gepusht.

Quelle: http://www.ftd.de/sport/:wehrloser-kontrahent-klitschko-feiert-trauriges-jubilaeums-k-o/70003027.html

Der fast 40-Jährige Herausforderer Mormeck war mit Schlägen sparsam. Zwei linke Haken und eine halbherzige Rechte; dann ging er zu Boden. „Ich habe nicht die Chance bekommen, etwas zu zeigen“, sagte Mormeck nach dem Kampf und 12,26 Millionen verfolgten das Trauerspiel.

Die schöne bunte Laser-Show hätte vielleicht noch ihre Berechtigung gehabt, wenn Klitschko tatsächlich auch etwas zu tun gehabt hätte. Warum der Franzose es ihm so leicht machte, ist entweder abgesprochen oder tatsächliches Unvermögen Mormeck´s gewesen.

So oder so, in beiden Fällen war und ist es kein verdienter K.o.-Sieg, auf den Klitschko stolz sein könnte. Auffällig ist auch, dass Klitschko sich – zu seinem 50.-igsten „K.o. nach Ansage“- einen völlig überforderten Gegner holte, gegen den man scheinbar nur gewinnen kann. Wollte Klitschko es nur besonders leicht haben? Diente alles nur der Show?

Ein Desaster auch für die Glaubwürdigkeit der Klitschkos und die befindet sich derzeit ohnehin im Sinkflug.

So hatten wir anlässlich der Prügelei auf der Pressekonferenz von Bruder Vitali Klitschko eine Umfrage bezüglich der skandalösen Reaktion des Weltmeisters Vitali Klitschko – er hatte Haye applaudiert – gestartet und das ist das Ergebnis:

79% der Befragten sagen: „Ja, der Applaus war ernst gemeint. Vitali gab den Applaus in Anerkennung dessen, was David Haye getan hat“. Nur 20% waren der Meinung, dass Klitschko den Applaus gab, um Haye zu verspotten Stand: 4.3.2012.

Ergebnis hier: http://deinvote.de/u/56454/yNj

Noch dicker kommt es für Klitschko´s Manager Bernd Bönte. Dem glauben die Zuschauer offenbar kein Wort. So empfinden ganze 93% der Befragten die Stellungnahme des Klitschko-Managers – im Hamburger Abendblatt v. 26.02. – als Ausrede und nur 7% sind der Meinung, er habe in der Zeitung tatsächlich die Wahrheit gesagt. Das Ergebnis des Votings kann man hier nachlesen: http://deinvote.de/u/56457/ROu

Die Arenen sind dennoch voll und der „Rubel rollt“. Gut 6 Mio Euro soll Wladimir mit seinem Blitzsieg gegen „Mr. Wehrlos“ Mormeck verdient haben. Na dann, auf zum nächsten „Gegner“.

Sean Quentin Dexter für Telenewsnet.com

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Zuschauer-Voting: Hat Klitschko-Manager Bönte die Wahrheit gesagt?

Neues zur Prügelei auf der Pressekonferenz

Der Skandal um die Prügelei auf einer Pressekonferenz des Box-Weltmeisters Vitali Klitschko geht in eine neue Runde. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt behauptet der Klitschko-Manager Bernd Bönte nicht gewusst zu haben, dass sich auf seiner Pressekonferenz geprügelt wird.

[TNN] Der Internet-Nachrichtendienst TNN analysierte daraufhin das Video des russischen Kameramannes erneut und fand heraus, dass eine Person in unmittelbarer Nähe von Bönte und Klitschko sagte: „I like your punch“ – auf Deutsch: „Ich mag Deinen harten Schlag“. Dies wirft erneut Fragen auf, weshalb nicht auszuschließen ist, dass auch andere Personen in direkter Nähe zu Bönte und Klitschko von der Prügelei wussten.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/sport/Klitschko-Video-10-neue-Fragen-an-Boente-und-Klitschko.html

Auch behaupten Manager und Weltmeister, der Applaus für Haye, unmittelbarer nach der Prügelei sei „höhnisch“ zu werten. Zuschauer und Kritiker sind dennoch der Meinung, der Applaus könnte auch in Anerkennung der Tat von David Haye gegeben worden sein.

Umfrage dazu hier: http://deinvote.de/u/56454/yNj

Besonders schwerwiegend wirke aber die Tatsache, dass Manager Bernd Bönte während der Tumulte mit breitem Lächeln auf dem Video des russischen Kameramannes zu sehen ist und Kritiker wie Zuschauer sich nun fragen, worüber der Klitschko-Manager sich in diesem Moment gefreut habe. Kurz zuvor noch waren Hilfeschreie zu hören und wie sich dann die Reaktion des Weltmeisters – er applaudierte – mit dem Image eines „Jahrhundertmenschen“ vertrage, wurde gefragt.

Voting dazu hier: http://deinvote.de/u/56457/ROu

Diese und 10 weitere Fragen wurden in einem Offenen Brief an Manager Bernd Bönte und Box-Weltmeister Vitali Klitschko verschickt und die Frist zur Beantwortung der Fragen endet am 3. März 2012.

Quelle: http://www.telenewsnet.com/tvdesk/sport/Klitschko-Video-Ultimatum-Zuschauer-Umfrage.html

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Prügelei auf Pressekonferenz: 10 neue Fragen an Bönte und Klitschko

«Ich mag Deinen harten Schlag» ist zu hören

Hamburg – Manager Bernd Bönte hat im Interview mit dem Hamburger Abendblatt am vergangenen Wochenende alle Inszenierungsvorwürfe im Zusammenhang mit den Skandalen um den Boxkampf zwischen Vitali Klitschko und dem Briten Dereck Chisora zurückgewiesen. Weder die Ohrfeige für Klitschko beim Wiegen noch die Schlägerei zwischen Chisora und David Haye bei der Pressekonferenz nach dem Kampf seien geplant gewesen, sagt Bönte.

http://www.abendblatt.de/sport/article2197985/Es-gab-kein-Drehbuch-beim-Chisora-Kampf.html

[TNN] Trotz des ausführlichen Interviews bleiben zahlreiche Fragen offen und unbeantwortet. Auch ging es weniger um die Tatsache einer Inszenierung, als vielmehr um das Verhalten von Bönte und Klitschko während und nach den Tumulten auf der Pressekonferenz vom Abend des 19.02.2012.

TeleNewsNet hat in Reaktion auf das Bönte-Interview einen Katalog offener Fragen zusammengestellt und dem Klitschko-Management am Nachmittag des 27.02.2012 zugestellt.

Wir bitten alle Kollegen und Kolleginnen bei der Beantwortung dieser Fragen mit zu helfen und weitergehende Recherchen zu unterstützen.

Abschrift Offener Brief:

Sehr geehrter Herr Bönte, sehr geehrter Herr Dr. Vitali Klitschko,

wir sind die Agentur, die das russische Video am Morgen des 24.02. den deutschen Medien erstmals vorgestellt hat.

Inzwischen berichten die Kollegen zahlreich und wir haben Ihre Stellungnahme im Hamburger Abendblatt gelesen.

http://www.abendblatt.de/sport/article2197985/Es-gab-kein-Drehbuch-beim-Chisora-Kampf.html

Leider müssen wir feststellen, dass viele Fragen offen bleiben, weshalb wir Sie bitten möchten, die unten stehenden Fragen noch zu beantworten.

1. Sie sagen, Zitat: „Wir konnten allerdings nicht sehen, was passierte, weil uns durch die Scheinwerfer, die uns blendeten, und die vor uns stehenden Menschen die Sicht verdeckt war. Wir hörten nur die Schreie und vermuteten, dass sich jemand prügelte. Plötzlich kam Haye in Richtung Vitali, er atmete heftig und sagte, er sei entkommen. Da dachten wir, er sei vor Chisora weggelaufen und Vitali applaudierte ihm höhnisch.“ – Zitat Ende.

Im besagten Video bei Timecode 0:33 sagt eine Person in Ihrer unmittelbaren Nähe „I like your punch“ beim Boxen einen besonders harten Schlag.

Video sichten: http://www.telenewsnet.com/tvdesk/sport/Klitschko-Skandal-Applaus-fuer-einen-Straftaeter-Video.html

Frage: Können Sie sich erinnern, wo diese Person stand, die das sagte und können Sie uns sagen, wer diese Person war?

Und zweite Frage: Haben Sie diesen Satz so gehört, oder haben Sie ihn nicht gehört?

Frage an Alle: Wer kann die Stimme in dem Video identifizieren? Welche Person hat in diesem Moment, bei Timecode 0:33 „I like your punch Ich mag Deinen harten Schlag“ gesagt? Wer kann Angaben zur Identität der betreffenden Person machen? Sachdienliche Hinweise bitte an tvdesk@telenewsnet.com

Hintergrund: Die Person ist auf dem Mikrofon des russischen Kameramannes zu hören. Folglich muss diese Person auch in unmittelbarer Nähe des russischen Kameramannes gestanden haben der das Video hergestellt hat und der Kameramann wiederum stand in unmittelbarer Nähe von Bernd Bönte und Vitali Klitschko das zeigen die Bilder. Wenn dieser Person zu Haye also sagte „Ich mag Deinen harten Schlag“, dann muss diese Person auch gesehen haben, wie Haye dem Briten Chisora ins Gesicht geschlagen hat. Und wenn diese Person, die in ihrer unmittelbaren Nähe zu Bönte und Klitschko stand, den Schlag gesehen hat, warum haben Sie – Herr Bönte und Herr Klitschko – diesen Schlag dann nicht auch gesehen? Sie standen doch nur ein oder zwei Meter von dem Mann entfernt, der zu Haye sagte, Zitat: „Ich mag Deinen harten Schlag“.

Haben Sie den Schlag von Haye ins Gesicht von Chisora gesehen? Ja oder Nein.

Und wenn ja, warum behaupten Sie, nicht gewusst zu haben, dass sich auf Ihrer Pressekonferenz geprügelt wird?

2. Vitalis Bruder Wladimir Klitschko schimpfte noch während der Pressekonferenz auf das britische Duo, Zitat: „Blutige Gesichter bei einer Pressekonferenz? Das ist eine Schande für das Boxen. Das sollen Vorbilder für die Jugend sein? Das ist unglaublich.“

Quelle: http://www.rp-online.de/sport/mehr/boxen/warum-applaudiert-klitschko-haye-1.2729441 Fotostrecke, dort die Bildunterschrift des 5. Fotos

Frage: Ist Vitali der selben Meinung wie sein Bruder Wladimir? Ist die Prügelei / der Tumult auch für ihn eine Schande? Ist der Weltmeister Vitali Klitschko empört über das, was auf seiner Pressekonferenz geschah und wenn ja, warum hat er dann applaudiert?

Wenn Vitali Klitschko die Prügelei im selben Umfang wie sein Bruder Wladimir Klitschko verurteilt, warum hat Vitali Klitschko dem Briten David Haye dann applaudiert?

Sie sagen, der Applaus war „höhnisch“ gemeint. Es gab Tumult und es waren Hilfeschreie zu hören. Ist das für den Weltmeister Vitali Klitschko ein Anlass für Spott und Hohn oder für Empörung und Ernsthaftigkeit?

3. Sie sagen, der Applaus von Vitali Klitschko war höhnisch verhöhnend, spöttisch gemeint. Andere Zuschauer sagen, der Beifall war ernst gemeint, das heißt, in Anerkennung dessen, was Haye gemacht hat. Also ein Beifall dafür, dass er Chisora entkommen, gestoppt oder was auch immer hat.

Frage: Wollen Sie bei Ihrer Aussage bleiben, dass der Applaus „höhnisch“ und nicht in Anerkennung dessen geschah, was passiert ist? Und warum äußert sich Vitali Klitschko nicht selbst zu diesem Vorwurf? Warum lässt er Sie antworten?

Wir fordern hiermit die Empfänger dieser Fragestellung gemäß CC-Zeile dieser E-Mail auf, eine Umfrage zu starten und Zuschauer und Leser zu befragen, wie das Video auf Seiten der Zuschauer empfunden wird.

Vorschlag / Umfragetext: War Vitali Klitschkos Applaus in diesem Video ironisch oder ernst gemeint?

a Ja, der Applaus war ernst gemeint. Vitali gab den Applaus in Anerkennung dessen, was was David Haye getan hat.

b Nein, der Applaus war „höhnisch“, also nicht ernst gemeint. Vitali gab den Applaus nicht in Anerkennung dessen, was Haye getan hat, sondern wollte ihn damit verspotten.

Unsere persönliche Meinung tendiert zu a und die vieler Zuschauer auch, das können Sie sich selbst auch denken.

4. Der Weltmeister und Box-Champion gibt eine Pressekonferenz und es kommt zu Tumulten. Er kann nicht sehen, ob sich geprügelt wird, denn die Scheinwerfer blenden ihn und er ist auch „zu klein“ um über die Köpfe der Leute hinwegzusehen. Er ist 2 Meter groß!. Anhand der Lautstärke, der Tumulte, der Hilfeschreie vermutet er aber, dass sich geprügelt wird und einer der Kontrahenten kommt zu seinem Tisch gelaufen und sagt: „Ich bin entkommen“, was tut der Weltmeister in dieser Situation? Was wäre eine angemessene Reaktion für einen „Jahrhundertmenschen“, wie Fritz Sdunek ihn nannte?

a Grinsen und Beifall klatschen und einem der Tumult-Macher die Hand reichen?

b Empört schauen, nicht grinsen und den Tumult-Beteiligten der auch noch sein angeblicher Erzfeind ist rausschmeissen oder rauswerfen lassen?

Angeblich wollte Haye dem Weltmeister zu seinem Sieg gratulieren. Es könnte aber ebenso umgekehrt gewesen sein, nämlich dass Haye mit seiner Handreichung nicht zu Klitschkos Sieg gratulieren wollte, sondern er in ihm einen plötzlichen Verbündeten sah, der ihm applaudierte!

Checken Sie das Video! Was sehen Sie?

Timecode 0:27: Sie sehen einen völlig ausser Atem geratenen Haye, der an dieser Stelle des Videos mit den Armen gestikuliert und laut Bönte habe er gesagt: „Ich bin entkommen“.

Timecode 0:28 / 0:29: Klitschko beginnt zu applaudieren.

Frage: Für was hat Klitschko an dieser Stelle des Videos applaudiert? Doch dafür, dass Haye „entkommen ist“, richtig?

Timecode 0:30: Als Haye sieht, dass Klitschko ihm applaudiert, entschließt er sich noch näher an den Tisch heranzutreten und ihm die Hand zu geben. Das ist in etwa so, als wenn Haye dort am Tisch einen Verbündeten entdeckt und er nur deshalb zu ihm hingeht und ihm die Hand reicht, weil er sah, dass Klitschko ihm applaudiert und Haye die Anerkennung mit einem Handschlag erwidern will. Haye könnte also gedacht haben: „Hey, da ist Klitschko, der applaudiert mir, also gehe ich doch zu ihm und gebe ihm die Hand, denn scheinbar ist er ja auf meiner Seite und mir freundschaftlich gesonnen“. Wir persönlich glauben nicht, dass er zu Klitschko ging, um ihn zu seinem Sieg zu gratulieren, dazu wäre auch an anderer Stelle mehr und bessere Gelegenheit gewesen, als unmittelbar nach einem Tumult. Und wenn es so war, dass Haye inmitten dieses Tumults einen Verbündeten entdeckte und er das Bedürfnis hatte, seinem Verbündeten die Hand zu schütteln, dann ist durchaus verständlich, dass Haye zu Klitschko ging, um ihm die Hand zu geben, hatte er ihm doch applaudiert.

Umgekehrt das selbe. Es gab Tumulte, Hilfeschreie und vor ihm steht ein DESHALB völlig außer Atem geratener David Haye. Frage: An was denkt Klitschko in diesem Moment?

a An seinen Sieg gegen Chisora im Ring?

b An die Tumulte und daran, was gerade geschah, also dass Haye den Unruhestifter Chisora entkommen war und / oder gestoppt hat

Und für was bedankt sich Klitschko in diesem Moment?

a Dafür, dass Haye ihm zum Sieg gratuliert?

b Dafür, dass er Chisora entkommen und / oder gestoppt hat

Wir meinen, er denkt jeweils an b, denn es war der Moment des Tumults, als beide sich die Hand reichten und nicht der Moment im oder am Ring.

Frage deshalb auch an Vitali Klitschko: Woran haben Sie in diesem Moment, als Haye Ihnen die Hand reichte, gedacht? Welche Antwort ist zutreffend? A oder B?

5. Im Interview mit dem Hamburger Abendblatt vom 26.02.2012 behaupten Sie Herr Bönte, nicht gewusst zu haben, dass sich auf Ihrer Pressekonferenz geprügelt wird. Sie sagten, Sie hatten nur die VERMUTUNG, dass sich auf Ihrer Pressekonferenz geprügelt wird.

Die Tumulte, das Durcheinander, die Hilfeschreie, alles sprach dafür, dass sich auf einer von Ihnen veranstalteten Pressekonferenz geprügelt wird.

Frage: Über was haben Sie sich in diesem Moment gefreut? Hat Sie die Situation amüsiert oder waren Sie besorgt und empört?

Auf einem der Screenshots des russischen Videos, sind Sie deutlich mit einem breiten Grinsen zu erkennen und nicht nur wir, sondern auch Millionen Zuschauer fragen sich, worüber Sie in diesem Moment gelacht haben. Worüber also haben Sie sich gefreut und was war an dieser Situation so witzig, dass Sie nicht anders konnten, als zu lachen?

Frage auch: Welches Gesicht machen Sie, wenn Sie empört sind?

6. Zitat Bernd Bönte gegenüber dem Hamburger Abendblatt: „Eskaliert ist die Situation erst, als sich Chisora einmischte. Doch selbst, als er aufstand und auf Haye zuging, hätte ich nicht damit gerechnet, dass sie sich prügeln.“

Fragen: Was haben Sie denn geglaubt, was dann passiert?

a Haye und Chisora treffen sich und sprechen miteinander? Klopfen sich auf die Schulter und gehen wieder zurück auf ihren Platz?

b Schlagen sich die Köpfe ein

In einer aufgeheizten Stimmung wie dieser, hätte Ihnen da nicht klar sein müssen, was gleich passieren wird? Eben dass die beiden handgreiflich werden oder handgreiflich werden könnten?

Und wenn dem so ist, wenn Sie das glaubten, warum haben Sie Ihre Leute dann nicht angewiesen, Chisora unverzüglich zu stoppen, damit er gar nicht erst in die Nähe von Haye gerät?

Das wäre das einzig richtige gewesen, in dieser Situation.

Sie sagen, Zitat: „Ich weigere mich, anderen Menschen die Schuld für diesen Skandal zu geben als denen, die sich geprügelt haben.“

Mit anderen Worten, Sie wollen sich und Ihrer Firma keine Schuld geben? Sie hätten diese Tumult jederzeit verhindern könne und haben es nicht getan. Sehen Sie keinerlei Schuld auf Ihrer Seite?

7. Im besagten Interview sagen Sie auch, Zitat: „Erst als ich Hayes Trainer Adam Booth sah, der heftig blutete, und die ersten Journalisten uns zuriefen, was tatsächlich passiert war, wurde uns die Lage klar. Ich habe dann unverzüglich darauf gedrängt, dass wir den Raum verlassen.“ – Zitat Ende.

Herr Bönte, Sie sind Mitinhaber der Firma, die diese Pressekonferenz veranstaltet hat.

Frage: Ist es besonders verantwortungsvoll oder ist es besonders verantwortungslos, wenn der Veranstalter das Weite sucht, während oder kurz nachdem sich auf seiner Veranstaltung geprügelt wurde?

Und zweite Frage: Wären Sie geblieben, wenn Adam Booth nicht geblutet hätte?

Sie sagen, erst als Sie Adam Booth bluten sahen, wollten Sie die Veranstaltung verlassen, weil das „nicht Ihr Niveau“ sei.

Mit anderen Worten, sie hätten sich WEITERGEHEND GEFREUT und Sie hätten WEITERGEHEND GEGRINST, wenn niemand zu Schaden gekommen wäre? Wenn es nur ein bisschen Tumult, ein paar Hilfeschreie und ein bisschen durcheinander gegeben hätte? Wäre das für Sie noch vertretbar gewesen? Bitte nur ja oder nein.

8. Herr Bönte / Herr Klitschko Mitinhaber K2 Promotion. Sie veranstalten eine Pressekonferenz. Auf Ihrer Pressekonferenz entsteht ein Tumult, ein heilloses Durcheinander und Hilfeschreie sind zu hören.

Frage: Was tun Sie? Oder was sollte ein guter Veranstalter tun?

a Grinsen Bönte und Beifall klatschen Klitschko egal ob höhnisch oder ernst gemeint

b Empörung zeigen und weitere Sicherheitskräfte rufen / ggf. Polizei rufen

Was sollte Ihrer Meinung nach ein guter Veranstalter tun, in solch einer Situation? Bitte nur a oder b nennen.

Und ist ein Veranstalter, der a wählt oder – wie in diesem Fall bereits geschehen – Variante a tätigt, dann ein guter oder ein schlechter Veranstalter?

Herr Bönte, Herr Klitschko, sind Sie ein guter Veranstalter oder ein verantwortungsloser, schlechter Veranstalter?

Bitte beantworten Sie die Frage.

9. Und damit unsere letzte Frage: Gab es im Fall Chisora eine schriftliche Vereinbarung und / oder geheime Absprache dahingehend, dass Chisora in irgendeiner besonderen Art und Weise auftreten bzw. sich präsentieren soll? Gab es eine Aufforderung an Chisora, sich in irgendeiner Form besonders zu verhalten, beispielsweise besonders „böse“ zu sein?

Gab es Absprachen zwischen Ihnen und dem Herausforderer David Chisora, dessen Inhalt in etwa folgendes besagen:

„Der Herausforderer ist angehalten, sich als „BAD BOY“ zu präsentieren und sich so auch zu verhalten“.

Wir weisen darauf hin, dass sowohl gegen Chisora als auch gegen Haye polizeilich ermittelt wird und diese oder ähnliche Fragen in einer späteren Verhandlung vor Gericht erneut auftreten könnten. Wir bitten daher um besonders sorgfältige Beantwortung.

Frage dazu: Ist es nicht so, dass ein bisschen Tumult und ein bisschen Durcheinander, eine kleine Gemeinheit oder eine besondere Frechheit des jeweiligen Herausforderers das Geschäft ankurbelt bzw. fördert? Dass mehr Zuschauer einschalten, wenn ein Herausforderer derartiges zu Tage trägt? Bitte nur Ja oder Nein.

Und wenn dem so ist, dass ein bisschen Tumult bei einer Veranstaltung oder einer Pressekonferenz das Geschäft fördert, würden Sie den Tumult dann gut heißen und fördern, oder den Tumult trotzdem versuchen zu verhindern?

Am 19.02.2012 haben Sie nichts getan, um den Tumult zu verhindern. Sie wussten um die Aggressivität des Briten Dereck Chisora und als der aufstand um David Haye zu begegnen, was haben Sie geglaubt, was dann gleich passiert? Ein Tumult? Eine Unruhe? Ein Handgemenge? Möglicherweise auch eine Prügelei?

Und ist es nicht so, dass im Rahmen einer solchen Handlung, eines Tumults, einer Unruhe, einer Prügelei, Menschen auch verletzt werden können? Leute, die Sie eingeladen haben und die Ihnen vertrauen, dass nichts dergleichen passiert?

Adam Booth, ein völlig Unbeteiligter, hat auf Ihrer Veranstaltung eine Kopfverletzung erlitten.

Wie also kann es sein, dass ein Veranstalter, auf dessen Veranstaltung ein Tumult, ein Durcheinander und Hilfeschreie zu hören sind, dennoch grinsend hinter seinem Tisch steht und schon bei Anbahnung des Unglücks nichts, aber auch gar nichts tut, um einen drohenden Tumult zu verhindern? Können Sie uns das erklären?

10. Ich fasse zusammen:

I. Tumult, Durcheinander, Hilfeschreie: Bönte grinst und tut nichts, Klitschko applaudiert Videobeweis.

II. Blutender Adam Booth wird gesichtet und Bönte vergeht das Grinsen und will die Veranstaltung nur noch verlassen.

Frage: Herr Bönte, machen Sie einen Unterschied zwischen Tumult und Tumult? Ist ein Tumult ohne blutender Menschen für Sie tragbar ein Grund zum Grinsen, während ein Tumult mit blutenden Menschen für Sie untragbar ist? Sie wollten nur noch weg!. Und wenn ein Tumult ohne blutenden Menschen für Sie tragbar ist was anhand des Grinsens auf dem Video de facto bewiesen ist, trifft es dann nicht auch zu, dass Sie keine Einwände gegen solche Tumulte ohne blutende Menschen haben? Vielleicht, weil ein bisschen Tumult das Geschäft fördert? Trifft das zu?

Und wenn das zutrifft, und bei einem Tumult Menschen verletzt werden können, eine Situation ausser Kontrolle geraten kann, wie können Sie den Tumult dann als verkaufsfördernde Maßnahme dulden und wie vereinbart sich das mit dem Image Ihres Clienten und Geschäftspartners Vitali Klitschko? Teilt der Ihre Meinung und Ihr Verhalten? Denkt und handelt er wie Sie? Oder handeln Sie vielleicht sogar in seinem Auftrag?

Das sind eine Menge Fragen, die nach Ihrem Interview mit dem Hamburger Abendblatt noch offen geblieben sind und wir bitten um eine zeitnahe Beantwortung.

Mit freundlichen Grüßen
Trevor Barnes
– TeleNewsNet.com –

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/sport/Klitschko-Video-10-neue-Fragen-an-Boente-und-Klitschko.html

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Skandal und Videobeweis: Klitschko applaudiert David Haye nach Attacke auf Chisora

Fragen zur Glaubwürdigkeit des Weltmeisters

Update: 25.02.2012 – 12.00 Uhr:

Im Zeitraum 19.02. bis 23.02. haben mehr als 3000 Online-Medien über die Prügelei auf der Pressekonferenz berichtet. Dutzende Journalisten waren vor Ort und sahen, wie Klitschko dem Briten David Haye für seinen Angriff auf Chisora gratulierte und niemand, nicht eine einzige Zeitung, offline wie online, hatte den Mut darüber zu berichten.

Dank eines Tipps per E-Mail wurden wir am Abend des 23.02.2012 auf das russische Video aufmerksam gemacht und schrieben noch in der selben Nacht unseren Bericht.

In einem Mailing vom 24.02. – 11.00 Uhr an sämtliche Medien und Nachrichtenagenturen teilten wir die Existenz dieses Berichts mit.

Erst danach entschloss sich der SID (Sport Informationsdienst) die Meldung zu verbreiten.

Nun sollte jeder darüber nachdenken, warum erst ein kleiner Blogger den Mut aufbringen musste, die Wahrheit auszusprechen und warum es niemand sonst tat.

Es geht um Angst und Repression, Einbußen und Umsatzverlust.

Wer es wagt das „System“ anzugreifen, sollte überlegen, ob er sich das auch leisten kann.

Einnahmen aus Werbung und wirtschaftliche Interessen sind wichtiger als die Wahrheit beim Namen zu nennen und hätten wir diesen Bericht nicht geschrieben, wäre das Thema nie eins geworden.

Das, meine Damen und Herren, ist die eigentliche, traurige Wahrheit.

In diesem Sinne,

Danke für die Unterstützung.

Trevor Barnes & Sean Quentin Dexter
– Telenewsnet.com –

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Russisches Skandal-Video aufgetaucht: Fragen zur Glaubwürdigkeit des Box-Weltmeisters Vitali Klitschko

– Klitschko grinst und gratuliert David Haye nach Attacke auf Chisora –

Er ist reich und er ist berühmt. Er ist einer der erfolgreichsten Schwergewichts-Boxer aller Zeiten und ein Vorbild für Millionen Menschen auf der ganzen Welt und sein Name ist Vitali Klitschko. Am vergangenen Wochenende besiegte er den Briten Dereck Chisora in einem 12-Runden-Kampf und das trotz einer Verletzung am linken Arm. Klitschko ist tapfer, fleißig und ehrgeizig und Klitschko hat zwei Gesichter.

[TNN] Wie ein aus Russland stammendes Video nun beweist, stehen die offiziellen Aussagen des Box-Weltmeisters Vitali Klitschko im deutlichen Widerspruch zu dem, was das neueste Skandal-Video zu Klitschko enthüllt.

Demnach zeigen die Aufnahmen, die während der Tumulte auf der Pressekonferenz vergangenen Samstag entstanden sind, einen breit grinsenden und erfreut applaudierenden Vitali Klitschko, der David Haye freundschaftlich die Hand reicht, kurz nachdem David Haye seinen Kontrahenten Dereck Chisora durch einen Faustschlag ins Gesicht niedergestreckt hatte.

David Haye, der seitdem von der Münchner Polizei und aktuelle auch von Interpol wegen schwerer Körperverletzung gesucht wird, wirkt in dem Video nicht besonders feindselig dem Klitschko-Lager gegenüber.

Video anschauen: http://www.telenewsnet.com/tvdesk/sport/Klitschko-Skandal-Applaus-fuer-einen-Straftaeter-Video.html

Auch Manager Bernd Bönte, der unmittelbar neben Vitali Klitschko steht, lässt keinerlei Empörung hinsichtlich der Schlägerei erkennen. Im Gegenteil: Bönte grinst ebenfalls und wirkt erheitert über das, was sich soeben vor seinen Augen abspielt.

Kommentar: Die Szene erinnert ein wenig an Ludwig den XIV, dessen Hofnarr gerade ein besonderes Kunststück vollbracht hat und für das der König dann applaudiert. Dieser Applaus des „Sonnenkönigs“ für seinen „Hofnarren“ war nicht weniger abscheulich wie das Verhalten von Chisora und Haye selbst.

Die Tatsache, dass der Boxweltmeister Vitali Klitschko – in diesem Video gut sichtbar – eine schwere Straftat mit Beifall belohnt, ist die eine Sache. Das womöglich aber Millionen Zuschauer schon jahrelang hinters Licht geführt wurden, ist die andere Seite des Vitali Klitschko, die im schlimmsten Fall auch seine Glaubwürdigkeit kostet.

Denn alles das, was der Box-Champion je über David Haye gesagt hat, verliert mit der Veröffentlichung dieses Videos nahezu vollständig an Bedeutung. Schlimmer noch, es negiert die öffentliche Wahrnehmung geradezu ins Gegenteil und legt den Verdacht nahe, dass die Feindschaft zwischen Haye und Klitschko nichts war als nur ein mittelprächtiges Schauspiel.

„So darfst du dich nicht benehmen, weder sportlich noch menschlich. Das ist noch tiefer als unterste Schublade“, sagte Klitschko zur WELT ONLINE in Bezug auf das Verhalten von Dereck Chisora und David Haye und Klitschko betont ausdrücklich, dass alles das, was er empörender Weise über Chisora sagte, auch für David Haye gilt.

http://www.welt.de/sport/article13877729/Lieber-sterbe-ich-als-Chisora-etwas-zu-schenken.html?wtmc=google.editorspick

Eine klare Verurteilung also der Geschehnisse hinsichtlich der Prügelei auf der Pressekonferenz vom 19. Februar. Vitali´s Bruder Wladimir Klitschko veröffentlichte sogar einen offenen Brief, in welchem er nicht müde wird, sein Entsetzen und seine Empörung über die Geschehnisse des Kampftages zum Ausdruck zu bringen und man sollte meinen, dass Bruder Vitali genauso denkt.

Aber tut er das wirklich? Wie tickt Vitali Klitschko?

Wie kann man seine ganze Empörung so zur Schau stellen, wo man doch nur wenige Momente zuvor dem vermeintlichen Erzfeind David Haye für eine von ihm verübte Straftat applaudiert hat?

David Haye hat nicht etwa ein Kunststück vorgeführt oder einer kranken, alten Dame über die Straße geholfen, nein, er hat soeben einen Mann mit brutalster Gewalt niedergeschlagen und Chisora konnte nicht mehr aufhören zu schreien „He glassed me – He glassed me“ er verletzte mich mit einer Flasche und Klitschko applaudiert? Wie kann er so etwas denn tun? Wo ist seine Tugend und wo sein Feingefühl dem Menschen gegenüber, der da gerade verletzt wurde?

Was wäre, wenn Chisora unglücklich gefallen und nicht mehr aufgestanden wäre, wenn die Folgen schlimmer gewesen wären, hätte Klitschko dann auch applaudiert?

Es ist unbegreiflich und auch unverantwortlich sich vor einen Millionenpublikum stets tugendhaft und anständig zu präsentieren und dann eine Straftat wie diese zu beklatschen.

Und nicht nur das:

Denn im Vorfeld des Eklat´s wetterte David Haye sowohl gegen Bönte als auch gegen Klitschko und das in schärfster Form. „Du bist raus, raus, raus“ reagiert Bönte prompt und jeder im Saal glaubte, dass die beiden sich spinnefeind sind. Wie also kann es dann sein, dass Haye nur Momente später zum Tisch der Klitschkos hingeht, als wäre nie etwas gewesen, als hätte er nie mit dem Klitschko-Lager Streit gehabt? Wie passt das denn zusammen? Wie kann man Feind und Freund gleichermaßen sein? So etwas gibt es doch nur im Theater, im Schauspiel, im Film, da wo die Feindschaft nur gespielt ist, so wie eine Fassade, die für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt ist und hinter der sich die Realität des Geschäftemachens verbirgt.

Dieses Video markiert einen Meilenstein. Es zeigt die bröckelnde Fassade eines „Jahrhundertmenschen“, wie Klitschko-Trainer Fritz Sdunek seinen Schützling kürzlich noch nannte. Vielleicht ist er ja auch ein Jahrhundert-Lügner, ein Jahrhundert-Heuchler und ein Schauspieler, der zum Broadway gehört, eine gute Show macht, das Publikum begeistert und seinem Ego frönt. Vielleicht ist das ja seine Aufgabe.

Danke an den Kameramann für den Mut dieses Video zu veröffentlichen.

Manchmal muss der Baum der Wahrheit mit dem Versagen eines Helden gestärkt werden.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/sport/Klitschko-Skandal-Applaus-fuer-einen-Straftaeter.html

Aufruf: Sollte RTL nicht im selben Umfang über dieses Video berichten, wie der Sender über die Prügelei berichtet hat, macht der Sender sich der Lüge und der Heuchelei mitschuldig.
Selbes gilt übrigens auch für alle anderen Mitwisser und Medienmacher in Deutschland.

Vitali Klitschko, Dereck Chisora, David Haye, Eklat, Prügelei, Pressekonferenz, RTL, Skandal, Straftat, Applaus, Belohnung, Tugend, Glaubwürdigkeit, KMG, Bernd Bönte, K2-Promotion

– Text frei bei Nennung der Quelle TNN –

Fotos: Screenshots TNN / ruslifeeu

Update: 24.02.2012 – 17.00 Uhr: Danke an den SID für die Übernahme unserer Informationen in den SID-Ticker und Danke an alle Kollegen mit Mut und Courage.

http://www.zeit.de/news/2012-02/24/sport-allgemein-internet-video-wirft-fragen-zu-klitschko-auf-24171402

Im Zeitraum 19.02. bis 23.02. haben mehr als 3000 Online-Medien über die Prügelei auf der Pressekonferenz berichtet. Dutzende Journalisten waren vor Ort und sahen, wie Klitschko dem Briten David Haye für seinen Angriff auf Chisora gratulierte und niemand, nicht eine einzige Zeitung, offline wie online, hatte den Mut darüber zu berichten.

Dank eines Tipps per E-Mail wurden wir am Abend des 23.02.2012 auf das russische Video aufmerksam gemacht und schrieben noch in der selben Nacht unseren Bericht.

In einem Mailing vom 24.02. – 11.00 Uhr an sämtliche Medien und Nachrichtenagenturen teilten wir die Existenz dieses Berichts mit.

Erst danach entschloss sich der SID (Sport Informationsdienst) die Meldung zu verbreiten.

Nun sollte jeder darüber nachdenken, warum erst ein kleiner Blogger den Mut aufbringen musste, die Wahrheit auszusprechen und warum es niemand sonst tat.

Es geht um Angst und Repression, Einbußen und Umsatzverlust.

Wer es wagt das „System“ anzugreifen, sollte überlegen, ob er sich das auch leisten kann.

Einnahmen aus Werbung und wirtschaftliche Interessen sind wichtiger als die Wahrheit beim Namen zu nennen und hätten wir diesen Bericht nicht geschrieben, wäre das Thema nie eins geworden.

Das, meine Damen und Herren, ist die eigentliche, traurige Wahrheit.

In diesem Sinne,

Danke für die Unterstützung.

Trevor Barnes & Sean Quentin Dexter
– Telenewsnet.com –

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Klitschko-Kampf: Ohrfeige und Anspucken geplant und inszeniert?

Schwere Vorwürfe gegen das Klitschko-Management

Man kennt es eigentlich nur von „DSDS“ und „Supertalent“-Veranstaltungen, wo die Großmeister der Scripted Reality zu Werke sind und Storyliner im Auftrag von RTL die besten Plots kreieren, um eine eigentlich fade, wie langweilige Veranstaltung aufzupeppen und am „köcheln“ zu halten.

[TNN] So geschehen nun scheinbar auch im Boxsport und das zur besten Sendezeit am Samstag-Abend des vergangenen Wochenendes. Die drei Hauptdarsteller: Insel-Großmaul David Haye, Boxweltmeister Vitali Klitschko und Dereck „Das Lama“ Chisora, der dem Handtuch tragenden kleineren Bruder Wladimir vor dem Kampf noch genüsslich ins Gesicht spuckt und damit den vorläufigen Höhepunkt des Abends produziert.

Vorläufig deshalb, weil die Posse nach dem Kampf noch weiterging, wonach Großmaul David Haye sich mit Dereck „HE GLASSED ME“ Chisora kameratauglich prügelten, zur Freude einiger Anwesender, die sogar auf Stühle stiegen, um die Prügelei nicht zu verpassen?

Seit vergangenem Samstag spalten die Klitschkos die Nation. Während die einen an eine bühnenreife Inszenierung glauben, sagen andere, die Klitschko´s treffe keine Schuld und sie hätten sich nur lustig gemacht über die Dummheit der Briten, die auf die Provokationen des ein oder anderen hereingefallen waren, womit wir beim Thema wären.

Denn die Frage muss lauten: Wer sind die Drahtzieher hinter dem, was am 19. und 20. Februar im Deutschen Boxsport passierte? Wer trägt Verantwortung und zeigt sich auch so?

Momentan werden Chisora und Haye als alleinige Verantwortliche für die Eskalation der Ereignisse genannt, was so aber nicht stimmen kann, beleuchtet man die Rolle des Senders und der Klitschkos näher.

Zum einen wäre da die Tatsache, dass RTL den BdB-Präsident Thomas Pütz vor laufender Kamera vor die Kabine des Boxers Dereck Chisora schickte, wo Kai „Ich mach alles mit“ Ebel schon wartete, um ihn zur Unpünktlichkeit des Briten zu befragen. Zitat Thomas Pütz: „Vor 5 Minuten sollte der Walk-in von Chisora stattfinden und wenn Chisora nicht gleich fertig ist, überlegen wir den Kampf zu canceln“. Dem Zuschauer wird damit suggeriert, Chisora sei eine „Diva“, jemand, der nur eine Show abzieht und das Publikum extra lange warten lässt, was so aber nicht stimmen kann. Denn zu genau diesem Zeitpunkt befand sich noch der Klavierflügel im Ring und Sängerin Christina Perri hatte ihren Auftritt noch vor sich. Ebenfalls noch nicht gelaufen war der Klitschko-Trailer, der auch noch einmal Minuten verschlingt und zum festen Programm-Ablauf einer jeden Klitschko-Veranstaltung gehört. Scheinbar war also noch genügend Zeit und Chisora womöglich auch gar nicht so unpünktlich wie dargestellt

Warum also hat RTL dem Zuschaue glauben lassen, Chisora sei definitiv zu spät? Wie hätte Chisora´s Walk-in schon vor 5 Minuten stattfinden sollen, wenn das reguläre Programm Gesang plus Trailer noch nicht einmal angelaufen war? Diese Frage sollte RTL unbedingt noch beantworten, zumal Chisora für diese – vom Sender angeprangerte – Unpünktlichkeit tausende Buh-Rufe kassierte.

Ein Kommentator des Online-Magazins´s Spox schreibt dazu: „Boxen verkommt mittlerweile zu einer billigen Wrestling-Show-Veranstaltung … GZSZ für Männer! Das ist doch nur noch lächerlich!“

Ein Lacher mit Folgen. Denn was nach der „Show“ passierte, sollte sogar die Polizei auf den Plan rufen. Anzuschauen hier:

http://www.telenewsdesk.com

Da schlagen sich zwei Briten die Köpfe ein und das auch noch auf der Pressekonferenz der Klitschko´s. Wie konnte es dazu nur kommen?.

David Haye war wütend auf das Klitschko-Management, allen voran Bernd Bönte, der im Vorfeld der Veranstaltung versucht hatte, die Haye-Börse zu drücken, respektive zu schmälern, von wegen RTL zahle weniger für einen etwaigen Kampf „Klitschko vs. Haye“ und man müsse die Börse deswegen neu verhandeln. David Haye war damit nicht einverstanden und wie sich herausstellte, hatte nicht RTL die Gelder gekürzt, sondern Bernd Bönte selbst, der offenbar aus eigenem Antrieb heraus weniger Geld an Haye zahlen wollte. Warum und wieso fragen wir jetzt lieber nicht und man sollte sich die Besitzverhältnisse des Klischko-Managements anschauen. Die Firma „K2 Promotion“ Veranstalter des Abends, gehört nämlich nicht Bönte allein, sondern anteilig auch den Klitschko-Brüdern selbst und Bönte ist dort nur Geschäftsführer, also so etwas wie ein besserer Wasserträger. Es ist auch mehr als wahrscheinlich, dass Bönte nichts ohne die Zustimmung, respektive die Anweisung der beiden Klitschko-Brüder entscheidet. Die Idee zur Kürzung der Haye-Börse könnte daher auch von Klitschko selbst stammen.

Wie auch immer, das Ergebnis war das selbe. Haye macht sich Luft wegen seiner Unzufriedenheit über die Praktiken des Managements und Bönte reagiert prompt mit weiteren Sticheleien: „Du bist raus, raus, raus“, sagte der Klitschko-Manager zu Haye, der sich hier als Pseudo-Reporter auf der Pressekonferenz eingeschlichen hatte und aus diesem Grunde wohl auch Daseinsberechtigung hatte.

Chisora verfolgt die verbalen Scharmützel aufmerksam und mischt sich schließlich ein, woraufhin Haye ihn einen „Loser“ nennt, der dreimal in Folge verloren habe und deshalb weitergehender Ehren gar nicht würdig sei. Chisora fühlt sich angegriffen und fordert Haye auf, ihm den „Loser“ ins Gesicht zu sagen. Der Rest ist bekannt und damit auch Box-Geschichte, wenn auch unrühmliche.

Chisora – wutentbrannt – und vom Tisch aufgestanden eilt hinüber zu Haye, der gut 5 Meter Luftlinie entfernt vom Tisch der Pressekonferenz steht und nur darauf wartet, Chisora in die Finger zu bekommen. Die Begegnung endete in einer wilden Prügelei und Haye´s Manager wird blutendender Weise am Kopf verletzt.

Bleibt die Frage auch hier nach den Schuldigen und den Verantwortlichen.

Zum einen wäre da der Veranstalter selbst, in dem Fall die Klitschkos, die über ihre eigene Firma K2-Promotion den Abend ausrichteten und offenbar nicht geglaubt hatten, dass eine „schlagkräftige“ Security notwendig sei.

Die jedenfalls hat klar versagt, denn den Damen und Herren des Gefahren-Abwehr-Gewerbes hätte klar sein müssen, dass wenn Typen wie Haye und Chisora in einer solch aufgeheizten Stimmung aufeinander los gelassen werden und Chisora brauchte einen langen Weg bis zu Haye, das am Ende nicht gut ausgehen kann. Es war also genügend Zeit die Situation abzusichern und die beiden schon im Vorfeld eines etwaigen Aufeinandertreffens zu trennen. Andererseits war es auch das erste Mal, dass zwei Schwergewichtler außerhalb des Rings und im Rahmen einer solchen Presseveranstaltung aufeinander los gingen. Erfahrung also gleich Null.

Dennoch: Personenschützer und Security sollten geradezu darauf trainiert sein, das Unvorhersehbare vorherzusehen und brisante Situationen richtig einzuschätzen, was in dem Fall komplett versagt hat oder vielleicht auch versagen sollte?

Hatte die Security etwa einen Auftrag? Hatten sie Anweisung nicht einzugreifen, wenn Haye und Chisora aufeinander losgehen?

Der Arena-Chef und Boxpromoter Ahmet Öner will in dem Eklat um die Box-Prügelei ein Laien-Schauspiel entdeckt haben, Zitat: „Wenn ich sehe, wie Wladimir während der Tumulte und Randale feixt und lacht und wie Bönte die Eskalation erst provoziert und dann die ganze Zeit über selbstgerecht lächelt, wird mir schlecht“, so der Promoter im Interview Quelle: Spox.

http://www.spox.com/de/sport/mehrsport/boxen/1202/Artikel/nach-der-skandal-pk-zwischen-dreck-chisora-und-david-haye-ahmet-oener-fordert-lizenz-entzug-fuer-klitschkos.html

Nun ist Ahmet Öner selbst kein Kind von Traurigkeit, man erinnere sich nur an eine ganz ähnliche Situation mit ihm selbst, als er wild pöbelnd auf einer Pressekonferenz gegen Klitschko-Manager Bernd Bönte verbale Tiefschläge verteilte, aber im Grunde hat er Recht. Denn wie kann man sich über etwas empören – und die Klitschkos werden nicht müde sich zu empören – wenn man kurz zuvor über genau die selbe Sache noch gelacht hat? Das passt einfach nicht zusammen!

Und Öner geht noch weiter:

„Entweder die Nummer war von vorne bis hinten inszeniert, oder das Klitschko-Team ist genauso unzurechnungsfähig wie die verrückten Briten“. …. „Anstatt einzuschreiten, für Ordnung und Sicherheit zu sorgen oder zumindest sein Sicherheitspersonal aufzufordern, die Angelegenheit unter Kontrolle zu bringen, steigt er auf einen Stuhl, um die Szene besser sehen zu können“, klagt Ahmet Öner an.

Gemeint ist einer der Klitschko-Brüder, der auf einem Stuhl stand, was aber auch Sorge bedeuten kann, nur sein „Lächeln“ dürfte nur schwer zu erklären sein, oder etwa nicht?

Vielleicht amüsierte der Hamburger Box-Champion sich ja über die Dummheit der Briten, die sich mit dem raubeinigen Verhalten quasi selbst aus dem Weg räumten oder wie sonst soll man das Grinsen des Weltmeisters deuten?

Klitschko dürfte nicht wirklich Interesse an einem Rückkampf gegen Chisora haben, hat der ihn doch auch im Ring bedrängt wie seit Jahren keiner mehr und Klitschko will klar siegen, nicht halbherzig gewinnen. Schließlich geht es auch um Geld und um Reputation und ein RTL-Abend wie dieser spült Millionen in die Kasse der Ukrainer.

Zitat Klitschko im Berliner Kurier: „Mein Ego sagt mir, dass dieser Mann von mir eine richtige Bestrafung braucht. Ich möchte ihn im Ring k.o. schlagen“.

http://www.berliner-kurier.de/sportmix/vitali-klitschko-will–darf-aber-nicht-kein-rematch-gegen-pruegel-briten,7168912,11680884.html

Sein Manager Bernd Bönte sehe das aber anders, Zitat: „Ein Rückkampf ist undenkbar. Wir werden Chisora keine neue Plattform bieten. Außerdem wird er bestimmt gesperrt.“

Wie gut einen Manager zu haben, den man vorschicken kann. Der böse Manager sagt „nein“, und Klitschko boxt nicht? Wer soll das denn glauben! Insider wissen, dass im Hause KMG Klitschko Management Group nicht Bönte sondern die Klitschko´s selbst das letzte Wort sprechen. Wenn Klitschko den Chisora noch einmal boxen will, könnte Bönte das also nicht verhindern, denn nicht Bönte ist der Chef, sondern die Klitschko´s selbst sind der Chef.

Deshalb ist es auch nur schwer nachvollziehbar, weshalb man Haye versuchte im Preis zu drücken. Oder haben die Klitschko´s mit ihren beiden Firmen „KMG“ und „K2-Promotion“ jetzt etwa die Bodenhaftung verloren? Dreht sich alles nur noch um die Euros und um schnöde Profit-Maximierung?

Es ist noch gar nicht so lange her, da entdeckte eben dieser Klitschko einen Obdachlosen im Hamburger Hafen. Die Begegnung hätte ihn eigentlich darin erinnern müssen, wo die Klitschko´s einmal herkamen und sie waren nicht gerade reich. Nun haben sie sich hochgeboxt, sind Meister aller Klassen und haben den Markt leergefegt wie niemand vor ihnen. Jede weitere Veranstaltung – und Vitali hat Rücktrittsgerüchte bereits dementiert – kann daher nur einem dienen: Dem Ego und dem Geld!

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/sport/Klitschko-Chisora-Haye-Eklat-Pressekonferenz.html

Update 22.02.2012 – 16.00 Uhr: Inzwischen häufen sich die Vorwürfe, der Klitschko-Manager Bernd Bönte habe Schuld am Prügel-Eklat. So wird behauptet, die Ohrfeige und das Anspucken im Vorfeld des Kampfes könnte Teil einer Inszenierung gewesen sein, um den Herausforderer Chisora „besonders böse“ aussehen zu lassen. Angeblich wäre auch vorstellbar, dass hierfür „Extra-Geld“ geflossen ist.

http://www.newspoint.cc/artikel/Sport/War_Klitschko-Ohrfeige_ein_Fake_86798.html

http://diepresse.com/home/sport/mehrsport/734258/Haye-wieder-da_KlitschkoManager-schuld-an-Eklat

http://www.welt.de/sport/article13881378/Klitschkos-Manager-hat-die-Ohrfeige-inszeniert.html

Was nicht heißt, dass Chisora einen Auftrag hatte zu spucken. Vielleicht nur besonders böse zu sein. Dass er dann anfängt zu spucken und und zu ohrfeigen, hatte so wohl auch niemand erwartet.

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Tagebuch eines Obdachlosen – Tour gegen Ausgrenzung ist ein Skandal

Wie eine Hamburger Sozialstation selbst zum Ausgrenzer wurde

Er wollte sich den „Respekt der Gruppe verdienen“, sagt der Hamburger Obdachlose Max Bryan, der nach seiner Rückkehr in der Hansestadt einen ergreifenden Reisebericht veröffentlicht. „Armut fließt durchs ganze Land“, so der Titel der Veranstaltung, die Bryan als Mitfahrer spontan begleitet hat und was er berichtet ist zweischneidig. Zum einen die wunderbarer Geschichte eines Obdachlosen, der aus der Niederlage Kraft schöpft und über sich hinaus wächst und andererseits die ruhmlose Geschichte einer trickreichen Ausgrenzung, sogar von Lüge und Verleumdung ist die Rede, ausgehend vom Hamburger „Cafee mit Herz“ einer Sozialstation, „die sich berühmt gegen Armut und Ausgrenzung zu kämpfen und dabei selbst zum größten Ausgrenzer wird“, schreibt Bryan in seinem zweiteiligen Bericht, der vor wenigen Tagen im Internet erschien.

http://www.facebook.com/notes/max-bryan/cafee-mit-herz-cafee-ohne-herz-tourbericht-teil-2/264077500276839

[TNN] Die Geschichte beginnt heldenhaft. Bryan, der kein eigenes Fahrrad besitzt, bewirbt sich beim Hamburger „Cafee mit Herz“ für eine Stelle als Mitfahrer. Die von Sponsoren zur Verfügung gestellten Fahrräder sind aber nur für offizielle Mitglieder der „Gruppe“ vorgesehen, also für Leute, die monatelang für die Aktion trainiert haben. In dem Fall für eine Radtour vom Bodensee nach Hamburg. 10 Obdachlose und / oder Arbeitslose fahren mit dem Rad 1300 km quer durch Deutschland und wollen ein „Zeichen setzen gegen Armut und Ausgrenzung“, so das Motto der Veranstaltung. Max Bryan, der selbst seit 16 Monaten obdachlos ist, schreibt daraufhin 20 Fahrradhändler in Hamburg an und bittet um ein Fahrrad, um bei der Aktion mitfahren zu können. Fünf sagen ab, andere melden sich erst gar nicht zurück und eine will helfen, eine Geschäftsfrau aus Hamburg Bergedorf und sie versorgt den Wohnungslosen mit allem was er braucht, um an der Radtour teilnehmen zu können. Ein Tourenrad der Marke KTM mit 18 Gängen Kettenschaltung, eine Radlerhose, Fahrradtaschen, Fahrradhelm, sogar ein Trikot und Proviant für unterwegs war noch dabei.

Dank der Spende eines Freundes fährt Bryan dann bis Kassel mit dem Zug, von wo aus er die verbliebenen 7 Etappen der Tour bis Hamburg mitfährt. Unterwegs trifft er Hannes, ein Mitfahrer wie er, der sich spontan der Gruppe anschließt. Zusammen verbringen sie drei wunderschöne Tage auf dem Weserradweg von Beverungen nach Verden. Eine herrliche Geschichte, auch weil der Jüngere die Vaterfunktion übernimmt, denn Bryan ist furchtbar unerfahren, was Kartenlesen angeht er hat 15 Jahre in einer Dachkammer gelebt, TNN hatte berichtet.

Als der „Vater“ den „Sohn“ dann schließlich verlässt und Bryan sich dem Rest der Gruppe anschließen will, kommt es zum Eklat und das eigentlich schon von Beginn an. Denn einige aus der Gruppe mögen den bärtigen Mann so gar nicht, dessen Anwesenheit vielen ein Dorn im Auge ist.

„Ich hatte gehofft, mir den Respekt der Gruppe noch verdienen zu können. Indem ich zeige, dass ich als Mitfahrer mit eigenem Rad durchhalte, dass auch ich im Stande bin etwas zu leisten, wenn man mich nur lässt und mir die Chance dazu auch gibt“, schreibt Bryan in seinem Tagebuch.

Die Gruppe aber hatte gar kein Interesse diese Chance zu vergeben. Sie wollte unter sich bleiben und betrachtet den Mitfahrer als lästigen Anhang und nicht nur das.

Schon bei Ankunft in Beverungen Bryan´s erster Etappe macht Margot Glunz – die Chefin der Tour – deutlich,.dass in der Turnhalle kein Platz für Bryan sei und er sich draußen irgendwo außerhalb der Gruppenunterbringung etwas suchen müsse. Zitat: „Du hast 16 Monate draußen geschlafen, dann kannst Du jetzt auch draußen schlafen“ Gedächtnisprotokoll Max Bryan / Quelle: Facebook.com.

Angeblich durfte er sich im Quartier der Gruppe – in besagter Turnhalle – nicht einmal die Hände waschen und das obwohl dem Veranstalter bekannt war, dass Bryan unter Pathophobie leidet, einer gesteigerten Angst vor Schmutz und Bakterien. Ein Mitglied der Gruppe hatte dann doch noch Erbarmen und brachte dem verstoßenen Mitfahrer einen Eimer heißes Wasser vor die Tür. „Egal was war und was ist, hier geht es um Menschsein“, soll der Betreffende zum Rest der Gruppe gesagt haben.

Eine Gruppe die gegen Ausgrenzung demonstriert wird selbst zum größten Ausgrenzer?

Laut Werbeprospekt hatte der Veranstalter zum Mitfahren aufgerufen, Zitat: „Wir freuen uns über viele Interessierte, die ein oder mehrere Etappen mitfahren“. Bryan war so ein Mitfahrer und er ist obdachlos und mittellos, wie jeder andere in der Gruppe auch. Wäre es nicht ein Akt der Menschlichkeit gewesen, ihn mit in der Turnhalle übernachten zu lassen? Warum muss ein Obdachloser, auf einer Tour, die gegen Ausgrenzung demonstriert, selbst noch diese Ausgrenzung erfahren?

Frau Margot Glunz – die Verantwortliche – hat sich bislang dazu nicht geäußert und schlimmer noch: Angeblich gab es Leute, die wollten aber nicht durften und gegenüber der Südwest Presse sagte Glunz: „Wer die Abfahrt verpasst ist raus“. Gab es kurz vor Abreise noch mehr Streit? Mussten auch andere gehen, nur weil sie irgendwelche völlig überzogenen Regeln verletzt hatten?

Angekündigt waren 10 Teilnehmer, gefahren sind dann nur acht, „wovon allein drei Teilnehmer Mitarbeiter vom Cafee mit Herz waren: Rainer, Heiko und Margot“ Quelle: MaxBryan.com. Wenn das stimmt, wären es sogar nur fünf tatsächlich Betroffene gewesen, die nicht zum näheren Umfeld des Veranstalters gehörten. Wo waren die anderen geblieben? Wo war Rudolf Scharping, der Schirmherr der Aktion und andere Prominente, die sich für die Tour angeblich mal interessiert hatten? Max Bryan stellt diese Fragen couragiert und sein jüngster Blogbericht gleicht einem Brandbrief an die Adresse der Verantwortlichen.

Angeblich hat der Veranstalter ihn sogar „ausgetrickst und stehen gelassen“ und er habe sich „noch nie so ausgegrenzt gefühlt, wie auf dieser Tour“, berichtet Max Bryan, der offenbar wohlüberlegt nicht ins Detail geht. Nur so viel: „Ich hatte das Gefühl, dass Margot Glunz sich nicht wirklich für Obdachlose interessiert, dass sie den Job wegen aller möglichen Gründe macht, nur nicht aus Nächstenliebe oder dem Verständnis für Obdachlose“, schreibt der in Hamburg gestrandete Wissenschaftsautor bei Facebook.com.

Max Bryan lebt seit 16 Monaten auf der Straße. Er selbst sagt, er habe „keine andere Wahl“, er müsse draußen schlafen und es sei „kompliziert“. Aufgrund seiner Behinderung sei es nur schwer, eine Arbeit und eine Wohnung zu finden, in der er auch leben kann. Die Teilnahme an der Tour sollte das alles verändern, „aber manchmal lassen die Menschen das nicht zu“, schreibt er abschließend in seinem Bericht und erinnert damit auch an die schönen Momente der Tour, die er mit anderen Mitfahrern hatte.

Tourbericht Fotos:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.265019406849223.74517.161102710574227

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/maxbryan/Skandalbericht-Obdachloser-MaxBryan.html

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Daniela Katzenberger: Nacktfotos und DSDS – Wie verträgt sich das?

– Gerüchten zu Folge sitzt sie bald schon neben Dieter Bohlen –

„Die Katze hat ganz viele Mäuse“, tönte unlängst Deutschlands größte Tageszeitung in einem Bericht über das Blondchen vom Dienst, worin es einzig und allein darum geht, wie viel Kohle eine gewisse Daniela Katzenberger in den letzten 12 Monaten verdient hat.

[TNN] Nun soll Fräulein Katzenberger bald auch den Dieter beehren, denn Gerüchte machen die Runde, die Katze vom Dienst sei bereits fest im Plan für „Deutschland sucht den Superstar 2012“, wo sie neben Oliver Pocher und Dieter Bohlen in der Jury sitzen soll. RTL hat bislang weder dementiert noch bestätigt. Ein Karriereschub wäre es dennoch.

Eigene TV-Sendung, eigene Single, ein eigenes Cafe und natürlich die eigene Modelinie nebst tonnenweise Werbeverträge, die sich die blonde Pfälzerin binnen kürzester Zeit „erbabbelt“ hat. Dabei muss man sich fragen, wie sie das alles überhaupt geschafft hat, oder besser, wer das für sie geschafft hat.

Bekannt wurde Daniela Katzenberger 2009 mit einer „Karriere“ als Model für Fotoaufnahmen, ein Sender aus der RTL-Gruppe hatte sie verpflichtet, sich bei ihren Shootings filmen zu lassen, was dem Zuschauer dann unter dem Label „Reality TV“ verkauft wurde.

Es folgten Unmengen von Zeitungsberichten nebst Auftritten in diversen Shows und einem weiteren Reality-Format. Aktuell moderierte Katzenberger ihre Sendung „Natürlich blond“, die Anfang August nach insgesamt 31 Folgen zu Ende ging und auch dafür gab es ordentlich „Cash“. Angeblich sei die „Katze“ auf dem besten Wege Millionärin zu werden, mutmaßen Reporter und unter 20.000 EUR sei die Vorzeige-Blondine längst nicht mehr zu haben.

Dabei muss man sich fragen, was die Frau eigentlich kann ? Was an Ihr oder Ihrer Anwesenheit ist 20.000 EUR wert ? Weil Sie im Fernsehen die Dümmliche mimt oder ein paar Zeitungen über sie berichten? Was bestimmt den Wert eines Menschen und wie gerecht sind diese Ressourcen verteilt ?

Eine Putzfrau, die 10 Stunden pro Tag schuftet, um ihre Kinder durchzubringen oder ein Müllmann, der dafür sorgt, dass wir im eigenen Gestank nicht ersticken, ist deren Tun und Handeln weniger wert ? Warum verdient eine Dummschwätzerin 20.000 EUR für die ein gewöhnlicher Arbeiter 12 Monate lang schuften muss?

Der Medienkolumnist Bernd Gäbler schreibt im Stern: „Frau Katzenberger ist eine Kunstfigur und zu einem typischen Phänomen des Trash-TV im Jahr 2010 geworden“. Sie ist der „White Trash“ jüngster Fernsehgeschichte. Geschmacklos, billig, dümmlich, so was läuft immer und wird auch noch zur eigenen Marke erhoben, zur „offenen Zurschaustellung manipulierten Handwerks“. Es geht um künstliche Welten und um Konsumenten, die sich darin wiederfinden, die den Traum der Protagonisten mitträumen und am Ende gar nicht merken, wer die Zeche zahlt.

Hätten Leute wie Katzenberger & Co. den Schneid zu ihren Anfängen zu stehen, Dinge, die sie erst in die Lage brachten, da hin zu kommen, wo sie heute stehen, würden sie nicht klagen, gegen sündige Anfänge, meist pikanten Inhalts.

So musste unlängst der Fotograf Frank Peters – auf der Druck der „Katze“ hin – Fotos aus dem Internet entfernen lassen, auf denen Katzenberger´s Vagina in Großaufnahme zu sehen war und dies – wohlbemerkt – mit Katzenberger´s Einverständnis, nur war das eben vor ihrer Zeit, als sie noch alles daran setzte, überhaupt irgendwie berühmt zu werden.

http://www.frank-peters.eu/index.php/daniela.html?page=1

Und jetzt, wo die „Katze“ es geschafft, will sie mit den Ursprüngen nichts mehr zu tun haben, will sie am liebsten verbannen, weil sonst was passiert? Hat Sie Angst ein paar Euros weniger zu verdienen, wenn ihre anfängliche Freizügigkeit genauso bekannt wird, wie ihr Trash, mit dem sie heute Tausende von Euros verdient ?

„Wehret den Anfängen“, könnte man jetzt sagen oder noch treffender: „Was Du nicht im Kopfe hast, das hast Du im ‚Körbchen’“.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/index.html

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Hassprediger Pierre Vogel: Was für ein «Vogel»

Fanatischer Salafist will Gottesstaat und schleimt sich unters Volk

Er sieht aus wie eine Witzfigur auf diesem Foto und er spricht wie eine Witzfigur und die Rede ist von Pierre Vogel, besser bekannt auch als Kölner Hassprediger, der vergangenen Samstag vor rund 1100 Zuschauern seine Kölsche Posse auch in Hamburg zelebrierte.

[TNN] „Selbstverwirklischung jiddet doch auch im Haushalt“ und „Isch gebe eusch die Möglischkeit, eindeutisch ins Licht“, „mit Sischerheit“, die „Nischt-Muslime“, um nur zwei seiner eklatanten „Weisheiten“ zu nennen, die er im breitesten kölschen Dialekt dem „närrische Volk“ – zumeist jungen Muslimen – überbrachte. Diese waren in Scharen gekommen, um den Mann zu erleben, für den die Hamburger Mopo gleich mal eine ganze Titelseite freiräumte Ausgabe vom Freitag 08.07. – warum – versteht keiner ! Selbst die „BILD“-Zeitung hatte dem Rotschopf und Ex-Boxer im Vorfeld nur mit einer winzigen Randnotiz bedacht, wohl auch, um keine Gratis-Werbung für den Schund zu machen, den Vogel in steter Regelmäßigkeit so von sich gibt vorbildlich !.

Aber blicken wir doch zurück und was überhaupt passiert war. Geladen hatte der Salafisten-Fanatiker Pierre Vogel nicht zu verwechseln mit den „Satanisten“ zum Hamburger Dag-Hammarskjöld-Platz, wo er mit einer halben Stunde Verspätung seine fundamentalistische „Predigt“ dann auch begann. Zunächst referierte er über „die Unterdrückung der muslimischen Frau“, den Bundeswehreinsatz in Afghanistan und die Vorzüge des Korans, bevor er dann zum Thema Kopftuch wechselte, womit er sich ordentlich Buh-Rufe von gut 100 Gegendemonstranten einfing, zumeist Linke, die lauthals ein „Nein zum politischen Islamismus“ forderten.

Vogel ist kein Prediger, er ist ein Aufwiegler, der im Auftrag Dritter den „Clown“ macht, um neue Leute für den Islam zu begeistern eigene Meinung!. Leute aus den eigenen Reihen bezeichnen ihn deshalb auch als „Feind der Mudschahidin“, als „Schleimer“ und „Ungläubigen“ Spiegel Online. Vogel weiß genau, strafrechtlich relevante Themen zu umgehen und perfider Weise nutzt er dafür auch die Medien, die aus dem Trog fressen, den er ihnen vorsetzt. Vogel weiß bestens um die Wirkung seiner Parolen bescheid und auch um die Aufmerksamkeit, die er damit erzielt. Und das Wichtigste: Vogel ist nie allein! Hinter ihm stehen noch ganz Andere, wie diese vergleichsweise auch am Samstag in schwarzer Kleidung und mit Sonnenbrillen zu sehen waren! Welche Interessen diese bärtigen „Vogel-Macher“ verfolgen, ist bislang völlig unklar und niemand kann ausschließen, dass im Verborgenen nicht doch auch „anderweitig“ geplant und diskutiert wird.

Verfassungsschützer betonen, dass „fast ausnahmslos alle Personen mit Deutschlandbezug, die den gewaltsamen ‚Dschihad‘ befürworten oder sich ihm angeschlossen haben“, zuvor „mit Trägern salafistischer Bestrebungen in Kontakt“ gestanden haben. Im Grunde sagt er damit, dass zwar nicht jeder Salafist ein Terrorist, aber praktisch jeder islamistische Terrorist ein Salafist ist Quelle: Spiegel. Ähnlich haben sich vor kurzem auch der Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich CSU und mehrere Landesinnenminister geäußert.

Wäre es also nicht denkbar, dass die ganze Vogel-„Show“ ausschließlich nur dazu dient, die eigenen Reihen zu stärken ? Mit einer neuen Masche junge Leute zu rekrutieren, um dann was zu tun ?

In Frankfurt wollte Vogel ein Totengebet für Osama bin Laden veranstalten. Ein Gebet für den einst meistgesuchten Terroristen dieser Welt und auch das legt die Richtung seiner Sympathien offen.

Und mehr noch ! Vogel ist eine Marionette ! Nicht er, sondern die dunklen Gestalten im Hintergrund ziehen die Fäden wird vermutet. Nicht umsonst wird der Verein „Einladung zum Paradies“ EZP auch vom Verfassungsschutz beobachtet Die Kundgebung am vergangenen Samstag in Hamburg war nicht mal auf Vogel selbst, sondern einen bislang noch Unbekannten angemeldet, wohl einer der Hintermänner, mit denen Vogel zu tun hat.

Was immer diese Leute planen, es ist jetzt schon mit den Grundwerten deutscher Gesetzgebung nicht vereinbar. Vogel und die Leute hinter ihm streben in letzter Konsequenz einen Gottesstaat an, wo allein der Koran Grundlage jeglicher Gesetzgebung ist, und das, meine Damen und Herren, sollen diese „Vögel“ doch bitte schön woanders veranstalten oder was hat das hier in Deutschland zu suchen ?

60 Jahre nach Hitler braucht es keinen Pseudo-Prediger, um die Menschen auf den Pfad der Tugend zurück zu führen. Die Menschen wissen selbst, was gut für sie ist und ein kleines Wort wiegt mehr als 1000 Seiten Gottes-Zwänge. Ein paar mal war dieses kleine aber wertvolle Wort am Samstag auch zu hören, nur leise und aus hinterster Reihe, brach es mit Wucht hervor – „Freiheit“ – und auch dafür sind Menschen gestorben. Vielleicht sollte Herr Vogel dies in letzter Konsequenz dann auch mal referieren.

Sean Quentin Dexter

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/PierreVogel/Pierre-Vogel-schleimt-sich-unters-Volk.html

Nepper, Schlepper, Bauernfänger – Die neue Masche des Hasspredigers Pierre Vogel
Ernsthafte Salafisten bezeichnen ihn als „Schleimer“

Goodbye «Vogel» Vom Hassprediger zur Schleimer
Warum die Vogel-«Show» daneben ging

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Michael Ballack: So feuern Fussball-Bosse einen Nationalhelden

Ein Kommentar von Sean Quentin Dexter

Es war einmal ein „Sommermärchen“, damals, als 23 Fussballhelden aus der Schlacht um Ruhm und Ehre heimkehrten und fast eine Millionen Menschen ihnen zujubelten, damals am Brandenburger Tor, als die WM 2006 gerade vorbei war und Michael Ballack noch der gefeierte Superstar einer damals noch gut situierten Nationalmannschaft war. Heute hingegen herrscht Krieg und die beiden Kriegsherren heißen Michael Ballack und Joachim Löw. Beide – sich nie besonders grün – liefern sich das derzeit heißeste Gefecht auf Deutschlands Titelseiten.

[TNN] Was bisher geschah: in Zitaten

«Ende März haben wir uns ausgetauscht, alle Dinge angesprochen. Alles andere werde ich dann mitteilen, wenn es in Absprache mit Michael Ballack der richtige Zeitpunkt ist.» Zitat Joachim Löw am 27. Mai / Quelle: dpa

Am 16. Juni erklärt der DFB in einer Pressemitteilung, Zitat: «Michael Ballack wird künftig nicht mehr dem Kader der deutschen Nationalmannschaft angehören. Dies ist das Ergebnis aus den Gesprächen zwischen Bundestrainer Joachim Löw und dem langjährigen Kapitän des DFB-Teams.»

Daraufhin meldet Ballack sich zu Wort, Zitat: «Wenn jetzt so getan wird, als sei man mit mir und meiner Rolle als Kapitän der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft jederzeit offen und ehrlich umgegangen, ist das an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Und ein längst vereinbartes Freundschaftsspiel jetzt als Abschied zu deklarieren, ist aus meiner Sicht eine Farce.» Ballack-Erklärung vom 17. Juni, Quelle: dpa

Und weiter: «Ich finde es schade, jetzt erneut Aussagen lesen zu müssen, die nicht der Wahrheit entsprechen und auf die ich reagieren muss.» Ballack am 19. Juni

Inzwischen ist bekannt, dass Joachim Löw an seiner Aussage festhält. Das heißt, er habe Ballack im besagten Restaurant „Trattoria Luca“ mitgeteilt, dass seine Zeit in der Nationalmannschaft vorbei sei, was Deutschlands größte Tageszeitung noch einmal ermutigt ordentlich nachzuhaken, wer von beiden denn nun lüge BILD-Zeitung v. 20.06..

Was beide Kontrahenten still und leise unter sich hätten ausmachen sollen, mutiert inzwischen zur größten öffentlichen Schlammschlacht Deutscher Fussballgeschichte, denn Ballack bezichtigt den Bundestrainer nun sogar der Lüge.

Unser netter „Jogi“-Trainer ein Lügner ?

Hier die Dexter-Analyse:

Michael Ballack

Kritiker sagen dem 34-Jährigen nach, er sei selbstverliebt, ein „Narzist und Selbstdarsteller”, schreibt ein Leser in der BILD Kommentar v.19.06.. Und in der Tat, es wäre gut vorstellbar, dass Ballack zwar verstanden hatte, was Löw meinte und auch dass seine Zeit beim DFB abgelaufen sei, aber wie im selben Bericht auch zu lesen ist, wollte Ballack seinen Rücktritt gern selbst verkünden, möglicherweise nach einem der nächsten Spiele, die nun – mit ihm – aber nicht mehr stattfinden.

Ballack hat jahrelang gebuckelt und nicht einen wirklich nennenswerten Erfolg mit der Nationalmannschaft eingefahren. Wäre nicht denkbar, dass er es allen noch einmal zeigen wollte, wie großartig er in Form ist, wie gut er all die Monate gearbeitet hat, bevor er dann auf dem Höhepunkt seines Comebacks aussteigt ? Viele haben das so gemacht, man erinnere sich nur an Rennsportlegende Michael Schumacher, der am Zenit seiner Karriere die Reißleine zog und „absprang“, die Zeit „danach“ jetzt mal außer Acht gelassen. Ähnlich könnte Ballack gedacht und geplant haben und dass er plante, ist all zu offensichtlich. Oder warum sonst, geht er nicht ans Telefon und reagiert auf keine SMS? War es, weil er im Urlaub war und nicht gestört werden wollte ? Oder war es, weil sein „Plan“ noch nicht ausgereift war und er selbst noch nicht wusste, wie es am besten laufen soll ? Vielleicht wollte er seinen Rücktritt ja ganz besonders verzieren, das Rücktrittsereignis ganz besonders ausschmücken, das hätte zu ihm gepasst.

Das Jogi ihm damit nun quasi zuvor kam, ist für Ballack ein schlimmer Tiefschlag und er reagiert eitel, will zum Abschiedsspiel nicht mal antreten. Niemand tanzt nach Jogis Pfeife ! Ballack hätte wohl gerne selbst getanzt, nach seiner eigenen Pfeife, die offenbar nicht vollends gestopft war, denn sie war noch nicht einmal angezündet.

Joachim Löw

Löw und / oder der DFB-Verantwortliche ist ein Trampel ! Ein Mann ohne Skrupel, ein Macher mit dem Feingefühl einer Kettensäge. War es notwendig gewesen die Entscheidung über Ballack´s Verbleib mitten im Urlaub und zu diesem Zeitpunkt der Öffentlichkeit mitzuteilen ? Hätte man nicht warten können, bis nach dem Urlaub oder bis Ballack sich selbst dazu äußert ? Wenn jemand nicht ans Handy geht und nicht zurückruft, geschieht dies selten ohne Grund und vielleicht hat Ballack ja ernste, mentale Probleme im Umgang mit dem Gedanken des Rücktritts und er wollte ihn zudem auch selbst verkünden. Kann man das einem Ex-Kapitän abschlagen ? Muss man ihm auf diese Weise über die Medien zuvor kommen. Darf er seinen Rücktritt nicht selbst erklären ? Und warum die Eile ?

Nicht uninteressant ist auch die Frage, ob Löw überhaupt wusste, dass der DFB die Mitteilung zu diesem Zeitpunkt herausgab oder ob der DFB diesbezüglich im Alleingang handelte. Wenn ja, bitte ich Sie – Lieber Herr Jogi Löw – um die Weitergabe des „Trampels“ an den entsprechenden DFB-Verantwortlichen oder wer immer da den feuchten Traum einer Presseerklärung hatte.

Mein persönlicher Eindruck jedenfalls ist: Löw hat im besagten Restaurant sehr wohl angedeutet was Sache ist, also dass Ballack´s Zeit in der Nationalelf nun mal vorbei ist, nur hatte er dies – vermutlich – in der für Jogi bekannten wie auch ei-rigen Art umschrieben, natürlich aus Respekt vor Ballack und weil er den Ex-Käpt´n mit der harten Wahrheit nicht so hart treffen wollte.

Ballack hat es vernommen, hätte seinen Abschied gern aber auch selbst erklärt. „So war es vereinbart“, zitiert die BILD-Zeitung den ehemaligen Nationalspieler. Dass Löw, beziehungsweise der DFB-Verantwortliche ihm damit quasi zuvor kam, verletzt Ballack scheinbar sehr, weshalb er nun und möglicherweise die ihm dadurch zerstörte „Bühne“ auf anderem Wege sucht, indem er behauptet, alles sei ganz anders gewesen. Redet Ballack sich die Löw-Entscheidung nur schön ? Ignoriert Ballack die Tatsachen und macht er daraus sogar das Gegenteil ?

„Einer von Beiden lügt!“ titelte die BILD-Zeitung am 21.06.2011 und heizt den Streit damit erst noch so richtig an.

Wer von beiden lügt, weiß nur Löw und Ballack und will man die Frage nach der Lüge direkt beantworten, könnte man auch sagen: Ballack lügt ! Auch weil Löw gar keinen Grund hat zu lügen, denn warum sollte er das tun ? Warum sollte ein Bundestrainer erst „hüh“ und dann „hot“ sagen ? Es gibt keinen Grund das zu tun ! Ballack hingegen hat mindestens zwei gute Gründe, so zu sprechen, wie dieser Tage auch geschehen. Er ist beleidigt, weil Löw und / oder der DFB ihm zuvor kam und er ist gekränkt, weil keine große Bühne mehr da ist, auf der er seinen Abschied hätte zelebrieren können. Allein diese zwei Gründe reichen aus um Ballacks Motive zu umschreiben und sie passen auch in das grundlegende Persönlichkeitsprofil des Görlitzers, weshalb auch mehr als wahrscheinlich ist, dass es am Ende auch so war.

Warum dennoch 49% der Deutschen an die „Ballack“-Version glauben Umfrage der BILD-Zeitung v. 21.06. / Stand: 14:20 Uhr / 247.154 Stimmen, mag grundlegend auch an Ballack´s Beliebtheit liegen, die oftmals nicht auf sondern auch neben dem Spielfeld stattfindet. Nicht ohne Grund zucken die Werbemacher – in Kenntnis der aktuellen Posse – nur kalt mit den Schultern. Neuesten Informationen zu Folge behält Ballack alle Werbeverträge.

Allerdings – und vielleicht hätte die BILD-Zeitung die Befragung nach männlichen und weiblichen Teilnehmern aufschlüsseln sollen.

Sean Quentin Dexter für Telenewsnet

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Michael Ballack, Joachim Löw, Jogi Löw, Bundestrainer, Streit, Lüge, Trampel, DFB, Abschied, Nationalmannschaft, Nationalelf, Ehre, Anerkennung, Zerstörung, Denkmal, Farce

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Arnold Schwarzenegger: Demontage eines Filmhelden

Warum die Medien ihn zerfleischen

„Hasta la vista, baby” oder “I´ll be back”, um nur zwei seiner wohl bekanntesten Film-Sprüche zu nennen. Arnold Schwarzenegger 63 ist der wohl berühmteste Österreicher, der es international zu hohem Ansehen brachte und das nicht nur im Film, auch in der Politik. Ein Ansehen, das seit Tagen auf´s Übelste beschmutzt ist, denn der Filmheld und ehemalige Gouverneur von Kalifornien soll jahrelang ein Doppelleben geführt haben, mit fleischgewordenen Folgen, wie man inzwischen weiß.

[TNN] Die Rede ist von einem unehelichen Kind, das Schwarzenegger Ende der 90er mit seiner damals angestellten Haushälterin gezeugt haben will. Medien hatten weltweit über die Enthüllung berichtet und Schwarzenegger sich dafür auch schon öffentlich entschuldigt.

Die US-Schauspielerin Jane Seymour behauptet nun, Arnold Schwarzenegger habe noch mehr uneheliche Kinder und sie wisse von mindestens noch zwei weiteren „Kuckuckskindern“, so Seymour Quelle: Shortnews.de

Nun kommen Sie also aus ihren Löchern, die Mitwisser und Zeitzeugen, die Denunzianten und die Möchtegerns, jeder will vom „Arni“-Kuchen noch was abhaben, bevor das Tablett leer gefressen ist. Hat Schwarzenegger das überhaupt verdient ?

Seine Filme sind legendär, jedes Kind auf diesen Planeten kennt ihn und seine Heldengeschichte. Vom österreichischen Kraftpaket zum gefeierten Hollywood-Star und dann noch an die Spitze der kalifornischen Landespolitik, das muss ihm erst mal jemand nachmachen.

Auf der anderen Seite steht nun diese Geschichte, ein uneheliches Kind, gezeugt mit der Haushälterin, seit 10 Jahren ein Doppelleben. Hat er nicht gewusst, dass der Junge erwachsen wird und die Ähnlichkeit frappierend wirkt ? Hat er geglaubt, dass dies für immer sein Geheimnis bleibt ?

Vielleicht war er ja zu beschäftigt, um darüber nachzudenken – was wäre wenn und was passiert, wenn das alles mal auffliegt !

Er ist ein Weltstar, jetzt zerfleischen ihn die Medien, eine Kreuzigung wäre wohl angemessen, so scheint es.

Dass solche und ähnliche Geschichten bei „Otto-Normal“-Erzeugern aber täglich und zu Dutzenden passieren, wird kaum erwähnt. Der Begriff „Kuckuckskind“ steht nicht umsonst bei Wikipedia auch im wissenschaftlichen Kontext umschrieben. Dort heißt es zum Beispiel, Zitat:

„Kuckuckskind ist eine Bezeichnung für ein Kind, dessen vermeintlicher Vater es großzieht, ohne zu wissen, dass er nicht der biologische Erzeuger ist. … Der Ausdruck ist angelehnt an den Vogel Kuckuck, der seine Eier in fremde Nester legt. Eine alte, mystisch verklärte Bezeichnung ist auch Wechselbalg.“ Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kuckuckskind

Die Geschichte macht jetzt Schlagzeilen, weil sie Geld bringt. Den Verlagen, den Sendern, den Berichterstattern, nur deshalb läuft „Arnie“ jetzt Spießruten – öffentlich. Er hat dem zugestimmt, stillschweigend. Mit dem Tag, als die Fotos seiner Familie erstmals vor Jahren in der Zeitung waren, hat er sie alle zum Freiwild erklärt. In guten wie in schlechten Zeiten, die Presse, dein Freund und Helfer, kann Schwarzenegger sie überdauern ?

Ein Film von ihm zu diesem Zeitpunkt wäre „Kassengift“. Nicht ohne Grund wurden dieser Tage sämtliche Hollywood-Projekte auf „Eis“ gelegt und ob es jemals noch einen 5. Teil vom Terminator geben wird, ist zu bezweifeln.

Schwarzenegger ist jetzt 63 Jahre alt. Er muss dieser Welt nichts mehr beweisen, nur seinen Ruf retten und das könnte eine „Mission Impossible“ werden – leider !

Sean Quentin Dexter

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Arnold Schwarzenegger, Terminator, Filmheld, Gouverneur, uneheliches Kind, Haushälterin, Mildred Baena, Doppelleben, Kuckuckskind, Seymor, Maria Shriver, Kinder, Karriere, Familie

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DSDS am Ende ? 2012 soll Schluss sein, sagt …

Branchenkenner sagen Ende der quotenstarken Casting-Show voraus

Nach der „Wahl“ ist vor der Wahl, sagt man für gewöhnlich. Im Fall von „Deutschland sucht den Superstar“ könnte es aber auch die letzte Wahl sein – 2012 – dann wenn die 9. Staffel an den Start geht und sich wieder Tausende von Zeigewilligen vor die Kamera wagen.

[TNN] Erst kürzlich gab der Sender bekannt, im nächsten Jahr mit grundlegenden Änderungen zu starten. So sollen auch die über 30-Jährigen eine Chance bekommen und erstmals wird dem Gewinner der Show auch ein Preisgeld von 500.000 EUR gezahlt.

Möglicherweise hofft RTL damit auch neue „Kundschaft“ anzulocken, denn nachdem bekannt wurde, wie solch ein Schuss auch nach hinten los gehen kann Nina Richel wird es immer schwieriger, junge Leute dazu zu bewegen, sich vor laufender Kamera erniedrigen zu lassen.

Zweites Problem sind die jährlich wiederkehrenden „alten Bekannten“, Leute, die sich schon x-mal beworben haben und es immer wieder tun.

Wie also kann sich das Format neu erfinden ? Und ist Geld als Lockmittel denn überhaupt die geeignete Lösung ?

Im Forum von Holger Kreymeier, einem der härtesten Fernsehkritiker hier zu Lande, schreibt ein Branchenkenner: „Das Format DSDS hat seinen Zenit überschritten. Die Zitrone ist fast ausgequetscht. Das wurde besonders deutlich bei den Vorcastings, die diesmal fast völlig ohne authentische Gestalten auskamen. Man stellte stattdessen extern zusammengecastete, zum Teil altbekannte, Hirnis vor die Jury, die ihren Auftritt nach Drehbuch ablieferten. Die „Scripted Reality“ hat somit auch DSDS erobert. Es gipfelte darin, dass Daueropfer Menderes in den Recall gebeten wurde. Ich prophezeie, die nächste Staffel 2012 wird die letzte sein.“ fernsehkritik.tv / Forum

Und der Mann könnte Recht haben ! Will die Show auch weiterhin Bestand haben, braucht es deutliche Veränderungen, auch im Umgang mit den Zuschauern und den Kandidaten. Viele ehemalige Fans der Show haben sich abgewandt, zu viel Skandale, zu wenig musikalische Qualität. Das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“ fand die RTL-Show dieses Jahr schlichtweg nur „peinlich“. Auf der anderen Seite aber waren es genau die Skandale, die prägend waren für das Interesse der Medien. Lässt sich beides irgendwie vereinen ?

Es wird wohl sehr schwer werden, ohne etwas Vergleichbares den Erfolg der 8. Staffel noch einmal zu wiederholen oder gar zu toppen, wissen auch die Insider zu berichten, hier noch einmal „Greggy“ vom Forum der Fernsehkritiker.

„In den meisten anderen Staffeln war die RTL-Nachhilfe nicht nötig, weil die Produzenten pfiffig genug waren, sich das Drama a priori zurecht zu casten. Entweder mit Freaks Küblböck, Lorenzo oder Asis Menowin, die von ganz allein für ausreichend Soap Opera sorgten, um die Show mit ordentlich Boulevardgeschnatter zu unterfüttern. Wenn man nur Langweiler auf die Bühne stellt, muss man eben schauen, wie man der Bambule nachhelfen kann. That’s Showbusiness!“ http://www.forum.fernsehkritik.tv

Das “Nachhelfen” war der eigentliche Auslöser für massenhafte Proteste online wie offline,
was dazu führte, dass diesmal sogar der nordrhein-westfälischen Jugendschutz tätig wurde, mit bekanntem Ausgang.

Wie und mit welchen Mitteln das quotenstarke Casting-Format sich auch künftig behaupten will, bleibt so fraglich wie abzuwarten. Vorerst noch schnuppert der aktuelle „DSDS“-Gewinner Pietro Lombardi am Duft des großen Reichtums, der wieder einmal steht und fällt mit nur einem Namen: Dieter Bohlen !

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

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RTL, DSDS, Dieter Bohlen, Show, Skandale, Medien, Nachhilfe, peinlich, Ende, Prognose, 2012, letzte Staffel

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»DSDS«-Gewinner: Was Pietro noch nicht weiß

Insider spricht von „Schiebung und Verarsche“

Der König ist tot, lange lebe der König ! Das Finale der achten DSDS-Staffel ist vorbei und der Sieger heißt – wie zu erwarten – Pietro Lombardi. Der 18-Jährige darf sich auf ein paar Wochen Aufmerksamkeit freuen, bevor dann bei den Machern und den Fans das große Vergessen einsetzt. Also kaufen, solange der Vorrat reicht !

[TNN] Dass die frisch gebackenen Supertalente es nicht leicht haben, wissen viele der Lombardi-Vorgänger zu berichten. Erst letzte Woche hat Menowin Fröhlich seine Biografie „Ich musste verlieren, um zu gewinnen“ veröffentlicht und schon im Vorfeld, gab es heftige Angriffe gegen RTL und das „Superstar“-Management.

Zitat aus einem Interview mit Gerd Graf Bernadotte, ehemals persönlicher Berater von Dieter Bohlen und Ex-Manager von Nadja Abdel Farrag: „Für den Künstler gibt es pro Auftritt eine Pauschale von 1000 Euro. Davon geht dann noch die Managementgebühr ab, das sind mindestens 25 % und die Booking-Agentur macht auch noch ihr Geld. Also verdient der Künstler im Endeffekt weniger als auf einem Kindergeburtstag, das ist alles große Verarsche“, sagt jemand der es wissen muss Quelle: Stars & Stories.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/DSDS/DSDS-Fluch-oder-Segen-2011-extLink.html

Bei dem Interview, das der Buch-Autor Alois Gmeiner für den Gryphos Verlag führte, war auch Helmut Werner anwesend, seiner Zeit Co-Manager von Menowin Fröhlich und er berichtet: „Castingshows sind Schiebung von A-Z“ … „Da hat doch keiner eine Chance, der von den TV-Sendern nicht gewünscht wird“ Quelle: Buch „100 Horrortage“ / Gryphos Verlag.

In einem früheren Interview mit der Berliner Morgenpost fügte Bernadotte dann noch hinzu: „Alles Schiebung, es wird nie nach Quoten abgestimmt. RTL und der Produzent der Show werden sich nie einen Kandidaten vorschreiben lassen“ Quelle: Berliner Morgenpost.

Eine wohl persönliche Meinung des Grafen und ein Seitenhieb auf das Telefon-Voting, wo die Zuschauer abstimmen sollen, wer Deutschlands neuer „Superstar“ wird.

Meinungen und Spekulationen dieser Art und zu möglichen Manipulationen beim Zuschauer-Voting gibt es schon lange und Ursache ist möglicherweise auch die mangelnde Transparenz. Der Zuschauer glaubt das was er sieht und das ist im Zweifel nicht viel, denn hinter die Kulissen schaut fast niemand, jedenfalls nicht öffentlich.

Wünschen wir dem neuen „Superstar“ dennoch alles Gute und gönnen wir ihm die 15 Minuten Ruhm.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

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RTL, DSDS, Finale, Sarah Engels, Pietro Lombardi, Sieger, Kritik, Schiebung, Voting, Zukunft, Verarsche, Vergessen, Versenkung, Insider, Buch

Foto: Screenshot Buch-Cover / 101 Horror-Tage (Gryphon-Verlag)

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»DSDS«-Horror: Was den Gewinner der Show erwartet

– Heute Abend ist es soweit –

Es ist soweit ! Das große Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ steigt heute Abend bei RTL live ab 20.15 Uhr. Bereit gegeneinander anzutreten sind Pietro Lombardi und Sarah Engels beide 18 und ein Liebespaar, wie es heißt.

[TNN] Um so größer die Aufregung: „Ich hätte nie gedacht, dass ich im Finale stehe, ich war ja nach der ersten Mottoshow schon raus. Wir werden im Finale beide unser Bestes geben“, verrät Sarah im Interview mit der B.Z.

So schön für die einen, so enttäuschend für die anderen, denn wie jedes Jahr gibt es auch kritische Stimmen zum Finale. Gestern erst hat Menowin Fröhlich seine Biografie „Ich musste verlieren, um zu gewinnen“ veröffentlicht und schon im Vorfeld, gab es heftige Angriffe gegen RTL und das „Superstar“-Management.

Zitat aus einem Interview mit Gerd Graf Bernadotte, ehemals persönlicher Berater von Dieter Bohlen und Ex-Manager von Nadja Abdel Farrag: „Für den Künstler gibt es pro Auftrag 1000 Euro. Davon geht dann noch die Managementgebühr ab, das sind mindestens 25 % und die Booking-Agentur macht auch noch ihr Geld. Also verdient der Künstler im Endeffekt weniger als auf einem Kindergeburtstag, das ist alles große Verarsche“, sagt jemand der es wissen muss Quelle: Stars & Stories.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/DSDS/DSDS-Fluch-oder-Segen-2011-extLink.html

Bei dem Interview, das der Buch-Autor Alois Gmeiner für den Gryphos Verlag führte, war auch Helmut Werner anwesend, seiner Zeit Co-Manager von Menowin Fröhlich und er berichtet: „Castingshows sind Schiebung von A-Z“ … „Da hat doch keiner eine Chance, der von den TV-Sendern nicht gewünscht wird“ Quelle: Buch „100 Horrortage“ / Gryphos Verlag.

In einem früheren Interview mit der Berliner Morgenpost fügte Bernadotte dann noch hinzu: „Alles Schiebung, es wird nie nach Quoten abgestimmt. RTL und der Produzent der Show werden sich nie einen Kandidaten vorschreiben lassen“ Quelle: Berliner Morgenpost.

Eine wohl persönliche Meinung des Grafen und ein Seitenhieb auf das Telefon-Voting, wo die Zuschauer abstimmen sollen, wer Deutschlands neuer „Superstar“ wird.

Meinungen und Spekulationen dieser Art und zu möglichen Manipulationen beim Zuschauer-Voting gibt es schon lange und Ursache ist möglicherweise auch die mangelnde Transparenz. Der Zuschauer glaubt das was er sieht und das ist im Zweifel nicht viel, denn hinter die Kulissen schaut fast niemand, jedenfalls nicht öffentlich.

Wünschen wir dem neuen „Superstar“ dennoch alles Gute ! Ob männlich oder weiblich, sehen wir dann ja heute Abend.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

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RTL, DSDS, Finale, Sarah Engels, Pietro Lombardi, Sieger, Kritik, Telefon-Voting, Zuschauer-Voting, Frage Manipulation, Schiebung, Interview, Bernadotte, Helmut Werner, Insider, Buch

Foto: Screenshot Buch-Cover / 101 Horror-Tage (Gryphon-Verlag)

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Mysteriöse Umfrage-Grafik: Sollte Sarah Engels bei DSDS ausscheiden ?

– Wie die Bildzeitung einen Irrtum veröffentlichte –

Upps, da hat die Bildzeitung wohl etwas zu früh reagiert, als Sie am 30.04. um 21.34 Uhr eine Grafik online stellte, auf der Sarah Engels als bereits „ausgeschieden“ gemeldet wurde.

[TNN] Eine aufmerksame Bild-Leserin macht einen Screenshot und stellte ihn bei Facebook online, woraufhin die Fans von Ardian Bujupi erst so richtig Sturm liefen.

Quelle: Facebook

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/DSDS/DSDS-Ardian-Bujupi-Bildzeitung-Grafik-Falsch.html

„Die Sendung ist ein Fake“ und „die haben uns verarscht“ sind da noch die harmloseren Formulierungen und die Front der DSDS-Gegner wächst mit jedem neuen Skandal.

Ursachen für die Bildzeitungs-Panne liegen aber möglicherweise in einer völlig standardmäßigen Pre-Produktion. Sender und Zeitungen produzieren Grafiken und Werbemittel stets auch für beide Fälle, in dem Fall wohl auch für 3 Fälle und es war wohl nur die Unachtsamkeit eines Bildredakteurs, die dazu führte, dass die Grafik mit dem falschen Namen des Verlierers bereits lange vor dem Ende der Show online ging.

Lobenswert dagegen bleibt die Aufmerksamkeit der Konsumenten, die schneller als je zuvor Fehler dieser Art aufdecken und weiterverbreiten. Mit Hilfe sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter verbreiten sich selbst kürzeste Meldungen in Windeseile von Leser zu Leser und manchmal sogar schneller, als dem Herausgeber das lieb sein dürfte.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

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Foto: Offizielles Logo / Bildzeitung

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Phänomen Max Bryan: So polarisiert ein »No-Name«

Hamburger Obdachloser ist der neue Star im Web 2.0

Der Obdachlose Max Bryan 35 ist der vielleicht populärste Casting-Kandidat, der überhaupt nie gesendet wurde. Kritikern zu Folge hassen die Supertalent-Macher seine Popularität, die er durch den Boxweltmeister Vitali Klitschko erlangte, und das ohne überhaupt im Fernsehen gesendet worden zu sein.

http://www.mmnews.de/index.php/etc/7716-max-bryan-dsds-ostergruesse-eines-obdachlosen

[TNN] Um den 35-Jährigen, der auch noch aussieht wie Jesus, ranken sich seither wildeste Gerüchte. Die einen halten ihn für den Schauspielstudenten, die anderen für einen Journalisten. Andere wiederum glauben, dass er tatsächlich und ernsthaft betroffen ist.

So schreibt ein Kommentator beim Nachrichtenportal „mmnews“: „Ich weiss, warum man den nicht sendet, der Typ hat Hirn. Was er sagt ist durchdacht. Keiner von den üblichen Kleingeistern. Optisch würde der ein prima Jesus abgeben. Der sollte es mal mit der Schauspielerei versuchen. Auch hat er eine interessante Stimme, ein Job als Synchronsprecher würde der locker meistern“, behauptet ein gewisser „Ironman“.

Auslöser der Debatte um Bryan´s Person war eine Video, das der Wohnungslose Anfang des Jahres selbst online stellte.

Darin bezeichnet Bryan den Musikproduzenten Dieter Bohlen als „Vorleser und Marionette der Drehbuchschreiber“, als jemand, der sich „ohnehin nur an den Meistbietenden verkaufe“.

Machart und Entstehung des Videos sind umstritten, nicht aber der Inhalt.
„Diese Worte gehen tief unter die Haut“, und „man muss sich Zeit lassen dafür, muss genau hinschauen, dem geringen Tempo folgen“, schreibt ein bayerisches Wochenblatt über die geradezu episch wirkenden 11 Minuten der Bryan´schen Videobotschaft.

http://www.wochenblatt.de

Über die Herkunft und Identität des jesushaften Mannes ist so gut wie nichts bekannt. Selbst Grundy, der Produzent von „Das Supertalent“, soll nicht abschließend wissen, wer der Mann eigentlich ist. Dabei hatte Bryan sich ausführlichst beworben. Ganze 25 Seiten habe er bei RTL eingereicht und seine Strahlkraft dauert selbst Monate nach seinem nicht gesendeten Auftritt noch an.

„Sein Mut hat mich inspiriert“ und „allein damit hat er Geschichte geschrieben Casting-Geschichte“, schreibt die derzeit wohl glühendste Verehrerin des ehemaligen Supertalent-Aspiranten – Verena L., ihres Zeichens Gründerin von castingkritik.com, einer gemeinschaftlichen Organisation zur kritischen Bewertung von Fernseh-Castings.

http://www.facebook.com/note.php?note_id=175679142478372

Wohl auch ihr ist es zu verdanken, dass der obdachlose Max Bryan der derzeit einzigste, nicht gesendete Kandidat einer Casting-Show ist, dessen Popularität eher noch steigt als sinkt.

Seine Fans jedenfalls schmieden schon große Pläne für ein Leben nach der Obdachlosigkeit. Online-Aktivisten und Pseudo-Revoluzzer buhlen jetzt schon um seine Gunst und man darf wohl zu Recht gespannt sein, was da alles noch so kommen mag. Wir für unseren Teil bleiben dran, am Leben des Max Bryan.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/maxbryan/Phaenomen-Max-Bryan-Vom-Aschenputtel-zum-Medienstar.html

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Foto: Max Bryan an den Landungsbrücken im Hamburger Hafen im August 2010 (Quelle: TNN / MB Diary)

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Skandal: Hat Dieter Bohlen einen Hamburger Obdachlosen gemobbt ?

– Auszüge aus dem Tagebuch eines Wohnungslosen –

Die Kölner Presseagentur Projektoffice.org veröffentlichte am vergangenen Wochenende erste Auszüge aus dem Tagebuch des Obdachlosen Max Bryan, der im Herbst vergangenen Jahres beim RTL-Wettbewerb „Das Supertalent“ teilnahm und scheiterte.

[TNN] Den Aufzeichnungen zu Folge soll der in Hamburg an den Landungsbrücken lebende wohnungslose Max Bryan von den Machern der Casting-Show „Das Supertalent“ regelrecht verhört worden sein und Hauptjuror Dieter Bohlen zeigte weit weniger Interesse an Bryans Gesang als vielmehr an kompromittierenden Fragen zur Lebensgeschichte des Obdachlosen.

Weiterhin wurde bekannt, dass einige der Zuschauer im Wiesbadener Staatstheater Anweisungen erhielten, wie und in welchem Umfang auf die Darbietung einzelner Kandidaten zu reagieren ist. So seien Pfiffe und Buh-Rufe der Zuschauer auf Anweisung der Regie hin geschehen, berichtet ein ehemaliger Praktikant des Show-Produzenten Grundy Light Entertainment Quelle: Ebay-Forum / Castingkritik

Der Obdachlose Max Bryan trat am 7. August vergangenen Jahres vor 1.400 Zuschauern im Wiesbadener Staatstheater auf und sang den Titel „Smile“ von Michael Jackson.

Quelle: Themenportal

http://www.themenportal.de/leute/frohe-ostern-die-geschichte-des-max-bryan-93557

http://www.fernsehforum.com/maxbryan/dieter-bohlen-max-bryan-gemobbt.html

RTL, DSDS, Supertalent, Jury, Dieter Bohlen, Max Bryan, obdachlos, Zuschauer, Buhrufe, Demütigung

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Dieter Bohlen: Vom Pop-Titan zum »Mobb«Titan ?

Warum der DSDS-Chef so gemein ist – Und was ein Obdachloser dazu sagt …

Er ist Deutschlands härtester Casting-Juror. Seine Sprüche landen oft weit unter der Gürtellinie und Dinge wie Skrupel oder Zwiespalt sind ihm völlig fremd. Dieter Bohlen 57 schafft sie alle, die Enthusiasten, die Hoffnungsfrohen, die Casting-Sternchen, die nach Ruhm Suchenden, er holt sie zu sich, bringt sie zum lachen und zum weinen, zum triumphieren und zusammenbrechen, zum siegen und zum scheitern, er ist der Messias der Casting-Verrückten, der ganz normale Wahnsinn, auf den sich alle einstimmen, an jedem neuen Samstag !

[TNN] Jüngstes Casting-Opfer und Auserwählte der Bohlenschen Mobbing-Attacken war die 26-jährige Zazou Mall, die vergangenen Samstag das Feld räumen musste und wieder hatte Casting-Dieter die schwarze Schönheit schwer verrissen: „Das war nicht Waka Waka, sondern Kaka Kaka“, ätzt Bohlen in Richtung Bühne und die hübsche Zazou schluckt´s runter – vorerst.

Im Interview mit der B.Z. holte Mall dann zum Gegenschlag aus und unterstellt dem Pop-Titan Alleinherrschaft und Diktatur: „Wenn man bei DSDS gewinnen will, muss man Dieter Bohlen auf seiner Seite haben. Er ist der Chef, und nur was er sagt, zählt auch“.

Fans der süßen Schweizerin laufen indes Sturm. Mehr als 60.000 Fans, übrigens doppelt so viele wie Sarah Engels 18 und Marco Angelini 26, kritisieren Bohlens einseitige und zudem auch nicht mehr Juroren gerechte Hetzkampagne gegen Zazou Mall.

„Ich schäme mich seit Samstagabend Deutsche zu sein und kann nur sagen: ‚Pfui Bohlen und RTL‘, ihr seid so widerlich, man kanns kaum in Worte fassen. […] Was Bohlen seit Wochen mit Zazou und Marco abzieht, geht gar nicht. Er führt diese beiden Kandidaten vor, beschimpft und beleidigt sie auf das Übelste, einfach eine Schande“, schreibt ein aufgebrachter Fan namens „Babsy Wild“ auf einer der DSDS-kritischen Seiten bei Facebook Quelle: http://www.castingkritik.com

Und in der Tat, es ist schon erstaunlich, wie schnell Bohlens Meinung über Zazou mit Sonnenstand drehte, war Dieter auf den Malediven doch noch recht verzückt von der naturbraunen Alpen-Lady, weshalb die Frage erlaubt sein muss, ob nicht auch in diesem Fall ein Drehbuchschreiber im Hintergrund die Fäden zieht und Pop-Titan Bohlen mehr abliest als selbst spricht ?

Ein Obdachloser bezeichnete Dieter Bohlen unlängst als „Vorleser und Marionette der Drehbuchschreiber“ Quelle: Max Bryan / http://www.youtube.com/watch?v=2vjyGpVsLI0 Hintergrund war eine üble Aktion des Senders, wonach der in Hamburg an den Landungsbrücken lebende Max Bryan zunächst wohlwollend in die Sendung „Das Supertalent“ eingeladen, dann aber aufs Übelste vorgeführt wurde. Der „Mobb“-Titan soll dabei sogar abgelesen haben TNN berichtete, Beitrag v. 8.12.2010. Eine schlimme Panne und eine bis dato unübertroffene Demütigung, die Bilder wurden nie ausgestrahlt, der mediale Druck war einfach zu gewaltig.

http://www.google.de/#q=%22max+bryan%22+supertalent+OR+facebook&num=30

Wer die Historie der letzten Casting-Staffeln aufmerksam verfolgt hat, wird feststellen, dass spezielle Kandidaten mit eher durchschnittlichen Stimmen regelmäßig auch bis in die Mottoshows gelangen. Ob nun ein Küblböck oder ein „Kullerkeks“, es gab immer Leute, die genügend Angriffsfläche boten, die eher mittelmäßig daher kamen und genau darin liegt System.

„Das ist alles Mist, den ich mir hier anhören muss. Die loben nur die, die sie weiter haben wollen. Am Anfang war ich angesagt, da wurde ich gelobt. Jetzt mach ich das Gleiche – und werde niedergemacht.“, empört sich das aktuelle Mobbing-Opfer Nummer 2, Marco Angelini im Kölner Express.

8 Staffeln DSDS und der Groschen fällt pfennigweise ? Sendungen wie „Deutschland sucht den Superstar“ und „Das Supertalent“ leben von ihren Sprüchen, von den Angriffen und den Beleidigungen, ohne diese Dinge wären beide Formate „tot“, zumindest sehen die Macher das so. Die nämlich lechzen nach größer, weiter, härter. Die Provokation ist längst Programm und das Leid dahinter auch.

Sean Quentin Dexter

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Foto: TNN / NeinZuMobbing

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»The Truth« DSDS und die Reality-Falle !

Was »Scripted Reality« mit ahnungslosen Teenies anstellt

Man sollte meinen, RTL hätte nach dem Eklat um Dschungel-Insasse „Jay Khan“ ein Stück weit hinzugelernt, was den Umgang mit brisanten Bildmaterial angeht, der Fall Nina Richel, Ex-Kandidatin bei „Deutschland sucht den Superstar“, belegt jedoch das Gegenteil und nicht nur das.

[TNN] Noch nie zuvor wurde eine minderjährige Kandidatin auf ähnliche Weise vorgeführt und der Quote wegen ausgenutzt. Die 17-jährige Hildesheimerin sei damit auch das „erste Opfer“ der DSDS-Geschichte, titelt die BZ Berlin.»Die Welt« ist sogar der Meinung, DSDS könne sich genauso gut in „GZSZ“ Gute Zeiten, Schlechte Zeiten umbenennen, denn ein Unterschied sei kaum noch zu erkennen.

Das Nachrichten-Magazin »Der Spiegel« hatte schon 2009 auf den Vormarsch der „Scripted Reality“ hingewiesen. So schrieb das Blatt damals Heft 43 / 2009: „Tag für Tag werden im deutschen Fernsehen Schuldner beraten, Kinder erzogen, Häuser umgebaut, Schwiegertöchter gesucht und Frauen getauscht. Es werden Süchtige therapiert, Ehen oder Restaurants gerettet, Nachbarschaftskräche geschlichtet, Straßenkinder aufgelesen und Schulabschlüsse nachgemacht“ und nun eben auch unschuldige kleine Mädchen vor laufender Kamera demontiert.

Nina Richel im Interview mit der BILD: „Ich wurde zur Zicke der Nation gemacht, obwohl ich das gar nicht bin. Man hat meinen Zusammenbruch im Fernsehen gezeigt, obwohl sie mir versprochen hatten, das nicht zu tun. Als es dann in der Show lief, hat mich das richtig fertiggemacht“.

Dem Zusammenbruch vorausgegangen war ein vernichtender Zickenzoff zwischen Nina Richel und ihrer Kontrahentin Anna Carina Woitschak 18, bei dem es um so wichtige Dinge wie Zahnpasta und dreckige Schlüpfer ging. Schlüpfrig auch das Interesse der Medien, die nämlich ließen nicht mehr locker und zelebrierten Ninas Zusammenbruch zusätzlich noch zweispaltig auf vordersten Seiten. Als Nina dann die weiße Fahne schwenkte, war alles schon zu spät. RTL schickt sie zum Psychologen, ein Vorwand, um sie aus der Sendung zu entfernen, glaubt Nina: „Am Ende haben sie mich dann rausgeworfen, weil sie Angst vor dem Jugendschutz hatten.“ Quelle: Bildzeitung

Das RTL und BILD sich regelmäßig die Bälle zuspielen ist nichts Neues, weshalb man die Aufrichtigkeit der Berichterstattung getrost auch anzweifeln darf. Neu ist aber die Intensität und Rücksichtslosigkeit mit der das geschieht. Hatten während der letzten Supertalent-Staffel 2010 fast nur Blogger-Dienste über die Inhalte der Sendung berichtet, taten das nun auch Magazine wie Stern und Focus, die glaubten den Skandal auch noch titulieren zu müssen. Kritiker sehen darin eher ein Kalkül der Show-Produzenten, die mit viel Tam-Tam versuchen den Nachrichtenwert der Sendung zu steigern, koste es was es wolle.

Exkurs: Um was geht es in der Sendung ? Was bezweckt „Deutschland sucht den Superstar“? Geht es um das Finden neuer Gesangstalente oder den Verkauf von Skandalen oder um beides? Ginge es nur um das Talent und dessen Förderung, bräuchte man keinen Aufreger und kein „Boulevardgeschnatter“ und auch kein Drehbuch, das für Selbiges sorgt, dann könnte man alles nur dem Zufall überlassen.

Im Privatfernsehen aber gibt es keine Zufälle, es geht um Profit und um Maximierung des selbigen. Höher, größer, weiter ist das Motto. Der Rekord vom letzten Mal ist nicht gut genug, die Steigerung stets das Credo und zur Erreichung all dessen braucht es Teilnehmer, die bereit sind sich vierteilen zu lassen und die danach noch dankend Nachschlag verlangen.

In den vergangenen Staffeln war das noch einfach, da waren die Produzenten noch findig genug, sich das Drama a priori zurecht zu casten. Entweder mit Freaks wie Küblböck und Lorenzo oder eben mit Asis wie Menowin und Racke, die von ganz allein für ausreichend Soap Opera sorgten. Irgendwann bleiben dann nur noch Langweiler übrig, eben Kandidaten wie Anna Carina und Nina Richel, die außer „Good Looking“ und „Good Stimmchen“ nichts zu bieten haben. In solchen Fällen hilft der Sender dann gern auch mal nach, weiß auch der DSDS-Gewinner Daniel Schuhmacher „Deutschland sucht den Superstar“ 2009 zu berichten:

„Wir zwei Jungs wurden gefragt, ob wir nicht mal ins Zimmer von Anne Marie Eilfeld ehemals Teilnehmerin DSDS 2009 gehen wollen, einfach nur um ihren Schrank mal anzugucken, ob dort auch alles sauber und ordentlich ist“. Die Jungs machten das, warfen einen Blick in den offenen Schrank, sagten „toll“ und gingen wieder. Anschließend seien die Betreuer dann zu Anne Marie gelaufen und sagten zu ihr, „dass die Jungs ihren Schrank durchwühlt hätten“, und fertig war der Streit, in dem Fall provoziert von den Machern der Show selbst. [Quelle: http://www.regio-tv.de/video/123712.html ]

So oder ähnlich könnte es auch im Fall von Nina Richel gelaufen sein, dass die Macher der Show es geradezu provozierten, den Streit zwischen Nina und Anna Carina eskalieren zu lassen, geschuldet auch den Heerscharen von Journalisten, die nur darauf warteten, das irgend etwas Spannendes passiert.

RTL weiß das, und auch, dass die Einschaltquoten und die Preise für verkaufte Werbung damit um ein Vielfaches steigen. Warum also nicht liefern, wonach Werbepartner und Medienmeute so dringend verlangt ? Etwa aus Rücksicht auf die Kandidaten ? Die haben einen Vertrag unterschrieben, in dem steht sinngemäß: „Der Kandidat hat keinerlei Rechte. Der Kandidat hält die Klappe, RTL entscheidet alles, RTL darf alles“, gelesen und unterzeichnet von Vater „X“, stellvertretend für seine minderjährige Tochter „Y“.

Wem also trifft die Schuld, wenn eine 17-jährige Schülerin vor laufender Kamera zusammenbricht ?

„Das Wohl der Kandidaten steht an erster Stelle“ […] „DSDS soll Spaß machen, und die Gesundheit muss vor der Karriere stehen“, teilt RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger per Presseerklärung mit.

Fragt sich nur, warum die Gesundheit der Kandidatin überhaupt gefährdet war und ob sie das vor dem Auftritt auch war oder der Kandidat durch den Auftritt erst krank wurde.

Fans der gescheiterten Hildesheimerin fordern nun sogar eine Klage gegen RTL, wegen des Vorwurfs der „seelischen Körperverletzung“ http://www.castingkritik.com . Ohne der Ausstrahlung der Bilder ihres Zusammenbruchs – nämlich – hätte es gar keinen Aufreger gegeben und auch keine Diskussion um Ihre vermeintliche „Labilität“. Deren Ansinnen nach wäre Nina jetzt vielleicht noch dabei und würde um etwas kämpfen, für das Tausende vor ihr auch schon antraten, um Ehre und Anerkennung – als Sängerin.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

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Das Jesus-Video: Geniestreich eines Obdachlosen ?

Wohnungsloser Max Bryan rechnet ab mit Casting-Ikone Dieter Bohlen

Hamburg – Frontal-Angriff auf Dieter Bohlen 56. In einer Videobotschaft betitelt der in Hamburg an den Landungsbrücken lebende obdachlose Max Bryan 35 den Erfolgsproduzenten als „Marionette und Vorleser, als Diener und Gehilfe ohne Moral und Loyalität“.

[TNN] Entstanden ist das Video am Vormittag des 24. Dezembers, als der wohnungslose Max Bryan nach einer Nacht in eisiger Kälte Zuflucht in einer kleinen Kirche fand, wo er offenbar spontan sich entschloss, diese Videobotschaft zu verfassen.

Max Bryan war einer der Teilnehmer des letztjährigen Supertalent-Wettbewerbs, wo er zwei der ersten Casting-Vorrunden erfolgreich durchlief. Ungeachtet der Anfeindungen seiner Mitbewerber er wurde als Penner verspottet sang er „Smile“ von Michael Jackson und wurde daraufhin eingeladen im Staatstheater zu Wiesbaden vor 1400 Zuschauern zu singen. Es war die 3. Runde der Casting-Show, als Bryan vor die Supertalent-Jury, vor Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Bruce Darnell trat um sein Lied erneut vorzutragen, mit desaströsem Ausgang.

– Verspottet und abgekanzelt –

Gleich zur Begrüßung kanzelt Pop-Titan Bohlen den wohnungslosen Max rüde ab: „Warum er nicht arbeiten ginge und sich den Bart nicht abschneide“, eine eher feindliche und zudem auch sehr voreingenommen Haltung. Später dann kam heraus, dass die Sendungsmacher den Obdachlosen nur deshalb einluden, um ihn vor laufender Kamera mit den Zweifeln des Produzenten – hinsichtlich Bryan´s Obdachlosigkeit – zu konfrontieren TNN hatte berichtet. Angeblich haben die menschenverachtenden Äußerungen der Jury sogar im Drehbuch gestanden und Bohlen habe diesbezüglich nur abgelesen, konstatiert Bryan nun in seiner Videobotschaft an den Musikproduzenten Dieter Bohlen.

Provokante Meinungsäußerungen dieser Art sind zwar nicht neu, im Internet gibt es zahlreiche ANTI-Bohlen-Kampagnen http://www.google.de/#q=anti-bohlen nur ist es im Fall des Max Bryan aber auch die Art und Weise des gesprochenen Wortes, die ernsthafter kaum sein könnte. Die Gestik, die Artikulation, der Augenaufschlag, bei „Deutschland sucht den Jesus-Darsteller“ hätte Bryan vermutlich schon gewonnen und die Performance erinnert irgendwie auch an große Hollywood-Klassiker, was fragen lässt, ob Bryan sich dessen auch bewusst ist, ob er um die Wirkung dieser Bilder weiß.

– Fulminanter Geniestreich? –

Erst vor wenigen Tagen hat Günter Wallraff seine Dokumentation „Schwarz auf Weiss“ beim Sender ARTE veröffentlicht es geht um Rassismus und auch zu Max Bryan wird im Internet schon geistreich spekuliert, ob die ganze Obdachlosen-Geschichte nicht doch vielleicht ein fulminanter Geniestreich eines noch unbekannten Journalisten ist, der sich aufmacht, Günther Wallraff zu beerben. Wenn dem so wäre, hätte Bryan nicht nur was Neues, sondern auch etwas Einzigartiges geschaffen, gibt es doch angeblich jede Menge Videomaterial, dass in Echtzeit das Leben auf der Straße dokumentiert.

Andererseits, und auch davon muss man ausgehen, bleibt zu befürchten, dass Bryan´s gequälte Seele nun wirklich kein Spiel, sondern Gegenstand trauriger Wahrheit ist, die aus 15 Jahren Selbstgeißelung resultiert.

In einer kleinen Dachkammer – im Norden Deutschlands – schrieb Bryan eigenen Angaben zu Folge 15 Jahre an einer Abhandlung zur Metaphysik, es ging wohl um „Sein und Nichtsein“ und um die „Globale Ordnung des Seins“, eine Arbeit die nie vollendet wurde, bevor es dazu kam, verlor er seine Wohnung. Auf der Straße lebend spricht Bryan nun von „Ängsten“, so massiv, dass sie ihn behindern ein normales Leben zu führen.

– Supertalent-Wettbewerb als große Chance –

In seiner Teilnahme am Supertalent-Wettbewerb sah Bryan seine große Chance der Situation zu entfliehen und den einstigen Traum vom Leben mit der Musik doch noch wahr werden zu lassen und nicht nur das. „Ich tat dies, weil ich an etwas glaubte, an Wahrheit und an Aufrichtigkeit, doch was ich fand, waren Lügen, Heuchelei und Missgunst“, schreibt Bryan im begleitenden Text zu seiner Videobotschaft http://www.maxbryan.com.

Darin bezeichnet er den Erfolgsproduzenten als „selbsternannten Pop-Titan ohne Anstand und Feingefühl, als Vorleser und Diener, als Marionette der Drehbuchschreiber und Sendungsmacher“. Bryan´s Einschätzung nach hat Dieter Bohlen „weder Größe noch Moral“ und er verkaufe sich ohnehin nur an den „Meistbietenden“, so der Kern der insgesamt rund 11 Minuten langen Videobotschaft, die wohl auch eine Abrechnung mit dem Casting-Format an sich darstellt.

Das irgendwie auch episch wirkende Werk zeigt aber noch viel mehr. Es zeigt Bryan als gebrochenen Menschen, sein Leiden im Winter und seine Ausweglosigkeit, die fast nahtlos mündet im Willen zur Veränderung, im Glauben an sich selbst und in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Fotos: http://www.facebook.com/album.php?aid=41313&id=161102710574227

In Betrachtung der Bilder kommt man nicht umhin an einen gewissen Mann namens Jesus zu denken. Max Bryan trägt langes braunes Haar und einen dichten Vollbart. „Schön wie Jesus“, könnte man sagen, vermutlich aber auch zu schön für´s Supertalent, sucht man dort doch eher die abgehalfterten Typen, am besten mit schiefen Zähnen und optischem Makel, zumindest was die Favoriten-Rolle angeht. Allerdings, und wie Bryan in seinem Video so treffend bemerkt, ist die Sache „vorbei“, was den verhinderten Sänger dennoch nicht abhält, den Song „Over the Rainbow“ in einer Klassik-Version zum Besten zu geben. Bryan´s Gesang wurde offenbar ungeschnitten und nur mit dem Mikrofon der Kamera aufgenommen, geschuldet auch der Authentizität dieser Aufnahme.

„Ich bin ein Fan der Klassik und ich liebe Filmmusik. Judy Garland sang „Over the Rainbow“ 1939 im Film „Ein zauberhaftes Land“ mit so viel Liebe, dass die Geschichte des Songs mich spontan inspirierte und irgendwie durchlebe ich so eine Geschichte gerade“, schreibt Bryan in seinem Kommentar auf Facebook.com.

Dort versuchen seine Anhänger gerade die ersten 60 Sekunden seines Videos zu entschlüsseln, die angeblich mehr verbergen, als sie auf den ersten Blick hergeben. Es geht um einen schwarzen Wasservogel, eingeschlossen im Eis, der verzweifelt nach Rettung sucht und ein eisbrechendes Boot, das sich dem Tier bedrohlich bildfüllend nähert. Man könnte glauben, dass gleich noch Schlimmeres passiert, doch bevor es dazu kommt, befreit das Tier sich selbst es fliegt davon, wohl auch symbolisch für den 3. Akt der Bryan´schen Videobotschaft, als er verspricht sich selbst zu befreien, sich seiner Angst zu stellen.

Wie schwer seine Seele wirklich leidet, kann man von hier aus nicht beurteilen, entsprechende Interview-Gesuche lehnte der 35-Jährige bislang kategorisch ab, angeblich um sich selbst zu schützen. Fragt sich nur, was genau und im Einzelnen er versucht zu beschützen.

Sean Quentin Dexter

Foto: Facebook / MaxBryan.com

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DSDS 2011: Menderes und sein Pakt mit dem Teufel !

Warum er nicht gewinnen kann

Gerade erst fragte Deutschlands größte Tageszeitung, ob RTL im Fall „Jay Khan“ vielleicht nicht doch zu weit gegangen ist, was Sendeverhalten und Klammerteilauswertung für´s Dschungelcamp 2011 anbelangt, da bahnt sich schon die nächste Posse den Weg in unsere Wohnzimmer, Menderes Bagci.

[TNN] Der 1984 in Langenfeld geborene Amateursänger türkischer Herkunft schaffte im 8.Anlauf den Sprung in den Recall bei „Deutschland sucht den Superstar“ und verblüfft damit nicht nur seine Fans. Bagci selbst konnte sein Glück kaum fassen, als Dieter ihm den Zettel hinhält.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/DSDS/DSDS-Menderes-Recall-PaktMitDemTeufel-Video.html

Der Moment, als Bagci´s Augen langsam von Dieter nach rechts hin zu Patrick Nuo wandern und Menderes fragt, ob dies ein Traum sei, allein diese kurze Sequenz war auffallend brilliant geschnitten, viele Zuschauer hatten vermutlich sogar Tränen in den Augen hatten, geschuldet auch der gekonnt ausgewählten Hintergrundmusik, die passender hätte kaum sein können. In diesem Moment wurde Menderes zu einem Symbol, stellvertretend für alle diejenigen, die in dieser Show eigentlich gar weiterkommen können, die nur zur Belustigung einer fremdschäm-süchtigen Zuschauergemeinde eingeladen werden. Es sind die Lückenfüller, die Deppen, die Clowns und die verirrten Seelen, denen schlichtweg das finale Können fehlt. Sie kommen und tanken 5 Minuten Ruhm, bevor sie wieder abdanken und vergessen werden. Für alle diese Leute hat Menderes etwas ganz wertvolles geschafft, er reflektiert nun die Erinnerung in jedem selbst; wie es sein könnte, als Verlierer auch mal zu gewinnen.

Menderes ist ein Idol, jeder Zuschauer dieser Sendung kennt ihn. Sein quotenreiches Versagen in den letzten 7 Jahren ist fast schon Kult, eine herrliche Geschichte, mit nur einem Makel: Sie ist kein Zufall !

Das Weiterkommen des Menderes Bagci – vergangenen Mittwoch – fußt weniger auf seiner gesanglichen Qualität, als vielmehr auf den Berechnungen eines offenbar skrupellosen Senders, dessen schmutziger Quotenfang längst ein offenes Buch ist. Jeder kann sehen und auch hören, dass ein Menderes Bagci diesen Contest nicht gewinnen kann, dass er labil ist und psychische Hilfe braucht, dass er an dieser Aufgabe nicht nur scheitern, sondern auch zerbrechen kann, dem Sender ist das wie immer völlig egal.

Wie egal, zeigt die Videobotschaft eines obdachlosen Casting-Teilnehmers höchst eindrucksvoll.

Der wohnungslose Max Bryan 35 war einer der Teilnehmer beim letztjährigen Supertalent-Wettbewerb und durchlief zwei der ersten Casting-Vorrunden erfolgreich bis zu einem Punkt, wo es für ihn dann nicht weiterging. Auch für ihn uferten die Beweggründe des Senders weit weniger in ehrlicher Gunst als vielmehr in heimtückischer Niedertracht, denn als Bryan nicht lieferte, was die Macher der Sendung von ihm sehen wollten, schickten sie ihn ohne jeden Skrupel zurück auf die Straße, wo er bis heute ein jämmerliches Dasein fristet.

Auch bleibt anzunehmen, dass der Einzug in den DSDS-Recall für einen gewissen Menderes Bagci schon lange vor seinem Auftritt beschlossene Sache war und Dieter „Vorleser“ Bohlen einmal mehr hübsch abgelesen hat, was die Drehbuchschreiber ihm andiktierten.

Bohlen zu Menderes eindringlich: „Ist dir klar, dass wenn du ein Mal in den Top 15 warst, du nie wieder hier mitmachen darfst?“ und Menderes bejaht mit: „So ist das Leben dann eben“, blind dem Erkennen der eigentlichen Tragweite seines Paktes, denn RTL wird ihn fallen lassen, noch bevor diese Staffel zu Ende geht.

Menderes ist jetzt 25 Jahre alt. Er lebte bislang ganz gut von der alljährigen Publicity um seine gescheiterten Auftritte bei DSDS. Wenn das alles mal wegfällt, bleibt ihm nicht viel und auch das ist schon wenig.

Sean Quentin Dexter

Foto: Logo

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Dschungelcamp 2011: Kandidaten auf der »Schlachtbank«

Wie C-Promis sich selbst vernichten – Ein Protokoll

„Nichts hat so viel Sprengkraft wie die Wahrheit ! Nichts hinterlässt tiefere Narben als Ungerechtigkeit ! Eine Situation außer Kontrolle, das Camp steht unter Schock, die Stars vergessen sich, sie verdächtigen sich, sie verleumden sich, sie ruinieren sich“, heißt es im Vorspann zur 13. Sendung der aktuellen Dschungelcamp-Staffel.

[TNN] Um das Ansinnen der Sendungsmacher und die Psyche der Kandidaten zu verstehen, muss man zuhören was sie sprechen.

Protokoll einer Unterredung zwischen dem am Donnerstag abgewählten Mathieu Carrière und seinem ehemaligen Busenfreund Peer Kusmagk.

Peer: „Ich habe dir im Vertrauen was gesagt, und du sagst dann am Lagerfeuer vor der ganzen Gruppe, ich geh noch nicht schlafen, Peer du wolltest doch noch was sagen?“

Mathieu: „Wir hatten doch drüber gesprochen, dass du was sagen wolltest.“

Peer: „Ja, aber das ist mein Ding, wann ich das mache und das entscheidest nicht du, wenn ich dir als Freund im Vertrauen was sage, entschuldige mal bitte …“:

Mathieu: „Also gut, dann reden wir mal Tacheles. Wir hatten vorher gesagt, dass du hattest mir gesagt, dass du es unbedingt zur Sprache bringen wolltest, wenn es Sarah Knappik nicht tut.“

Peer: „Ja, aber dann ist es nicht dein Recht es auf den Tisch zu packen.“

Mathieu: „Was heißt, Recht ? Ich fand es unheimlich wichtig, dass es rauskommt.“

Peer: „Ja, aber es ist nicht dein Bier, wenn ich es dir im Vertrauen sage, dann sprech ich das an, und nicht du. Und setzt mich dann noch unter Druck, Peer jetzt musst du es aber sagen, ich muss gar nichts sagen.“

Mathieu: „Es war nach dem Essen, ich wollte ins Bett und ich wollte diese Sache klären, alle wollten diese Sache klären, 8 Mio. Leute hatten bereits Lust die Sache zu klären.“

— Upps, woher wissen die Kandidaten denn wieviele Leute zuschauen ? —

Peer: „Ja aber es war nicht an Dir …“

Mathieu: „Und du berufst dich auf Vertrauensschutz ?“

Peer: „Ich habe ja bis zum Ende mein Wort gehalten, falls es dir aufgefallen ist.“

Mathieu: „Ja toll, finde ich lächerlich unter diesen Umständen, für das Wort was du gibst, ein Geheimnis zu bewahren, was 8 Mio Leute bereits wissen.“

Peer: „Ich finds lächerlich ein 24-jähriges Mädel eine asoziale Schnepfe zu nennen, zu wissen, dass sie krank ist, und sie am tag später, wenn sie nicht mehr da ist, grade hier zu veralbern, das finde ich lächerlich von nem 60-Jährigen, mein lieber Freund.“

Mathieu: „Lächerlich ? Ich bin froh, dass sie weg ist, weil´s für sie selbst das Beste ist.“

Peer: „Du sagst; sie ist krank irgendwie, du kennst dich aus mit psychisch Kranken, und äffst jemand 24-Jährigen nach, ein Tag später, das ist doch peinlich, das hast du doch gar nicht nötig, sag mal. Äffst sie hier nach und beleidigst sie, als asoziale Schnepfe.“

Mathieu: „Jetzt nimmst du sie wieder in Schutz.“

Peer: „Ich nehm sie nicht in Schutz man, sag mal, mein Vater ist so alt wie du, der würde so was nie machen, der hat Stil, das ist peinlich.“

Mathieu: „Das ist in so einem Fall, wo Amok gelaufen wird, der einzige Weg.“

Peer: „Asoziale Schnepfe, hätte ich dir so gar nicht zugetraut, so ein Niveau.“

Mathieu: „So hat sie sich verhalten.und da waren alle einer Meinung, außer dir. weißt du was, Peer ? Ich glaube, du hast nicht kapiert, was mir wirklich weh getan hat.“

Peer: „Was denn ?“

Mathieu: „Dass du es nicht geschafft hast, dich zu entscheiden, wer die Wahrheit sagt. sie oder der Jay, das hat mich erschüttert, dass du so wenig Menschenkenntnis hast, dass du so naiv bist, dass du ihr tatsächlich geglaubt hast, das hat mich erschüttert.“

[…] Und so weiter und so fort.

— Quelle: RTL Sendung v. 26.01.2010

Der Unterredung vorausgegangen war eine Anschuldigung von Sarah Knappik, die behauptet hatte, Jay Khan habe ihr angeboten fürs Dschungelcamp eine Liebesgeschichte zu inszenieren, angeblich um das Zuschauer-Interesse zu wecken und als sie ablehnte, habe Jay die Geschichte dann mit Indira Jones aka Indira Weis durchgezogen.

Sarah Knappik erzählts dem Peer und Mathieu setzt Peer unter Druck das Geheimnis zu lüften, soweit die Hackordnung im „gefährlichsten Dschungel der Welt“ Zitat RTL.

Das der Dschungel nicht wirklich gefährlich ist, haben die Kollegen von Frontal 21 schon vor längerer Zeit eindrucksvoll bewiesen.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/Dschungelcamp/Dschungelcamp-Luege-Beweis-Video.html

Weitaus gefährlicher sind da wohl die Kandidaten selbst, die man hätte offenbar vor sich selbst schützen müssen.

Auszug aus einem Gespräch zwischen Indira Weis und Jay Khan, dessen Inhalt offenbar niemand mithören sollte sie tuscheln:

Jay: „In Bezug auf dich, haben sie mich gefragt, was ich an dir mag, wie ich dich finde, ob ich dich davor schon kannte ? Und da kannst du dir ja vorstellen, was ich gesagt hab, und das erwarte ich im Gegenzug auch von dir“.

Indira flüstert ihm ins Ohr: „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.“

Jay flüstert zurück: „Ich sag dir wieso. Die Auswirkung oder der Einfluss einer Prüfung hat meiner Meinung nach schon eine hohe Bedeutung und ich glaube, dass morgen Peer antritt.“

Indira noch leiser: „Nein, du vergisst einen ganz wichtigen Punkt. Und zwar, dass die Fangemeinschaften, sich jetzt schon seit 13 Tagen eingeschworen haben und wenn die 13 Tage lang sagen, och, was weiß ich, Indi und Jay sind unser Traumpaar, dann …“.

Jay: „Du meinst, die Fronten sind schon gestellt ?“

Indira: „Ja, unsere Fronten sind schon gestellt. Der Peer ist nicht annährend so cool wie Du. Peer ist ein Depp. Peer ist nicht mehr in den Medien, Peer sieht nicht gut aus, Peer ist eigenartig, und selbst wenn er Dschungelkönig werden sollte, wird es ihm nicht viel bringen, verstehst Du ?“

Jay: „Alles klar, wir sollten später baden gehen.“

— Zitat Ende — Quelle: RTL Sendung v. 26.01.2010

Im scheinbar künstlichen Planschbecken inszenierte Jay dann eine bühnenreife Kuss-Szene mit Indira, eine „Soft-Sex-Schmonzette“, wie Moderatorin Sonja Zietlow den Akt aus „Tausend und einer Nacht“ einzuordnen weiß. Co-Moderator Dirk Bach betitelt Jay Khan gar als „Unseren Til Schweiger“, als „Drehbuchautor, Hauptdarsteller und Regisseur in Personalunion“, der auch nicht müde wird, während des Küssens mindestens drei mal direkt in die Kamera zu schauen, Fachleute nennen so was „Kontrollblick“.

Vermutlich wollte Khan damit beweisen, dass er nicht schwul ist, wurde dies doch von Sarah Knappik zuvor noch unterstellt. Zudem ging es wohl auch darum, die Liebesgeschichte zwischen Jay Khan und Indira Weis echt aussehen zu lassen, genau das Gegenteil aber ist Fall und die Frage stellt sich nun, wer hat Schuld daran ?

War es eine Idee der Drehbuchschreiber, die Liebesgeschichte zu inszenieren oder hat Jay Khan sich das alles allein und selbst ausgedacht, möglicherweise um sich mehr in den Fokus der Medien zu rücken, sich in den Vordergrund zu spielen ?

Seine Reaktion auf Sarah Knappik´s Enthüllung jedenfalls war deutlich: „Sie wird die Stadt verlassen …. Sarah weiß nicht, was sie da gemacht hat. Sie weiß nicht, mit wem sie rumfickt! Sie hat keinen blassen Schimmer, wer ich bin und wer hinter mir steht.“, heißt es vor versammelter Mannschaft am Lagerfeuer.

Nicht nur, dass diese Form der offenen Drohung strafrechtlich bedenklich ist, sie gibt auch Einblick in die Psyche eines jungen Mannes, der offenbar starke Hoffnungen in dieses Format setzt, der auf Biegen und Brechen Popularität hieraus abschöpfen will und der am Ende doch nur scheitern kann.

Magarethe Schreinemakers ehemals TV-Moderatorin hat einmal gesagt: „Verliere nie deine Glaubwürdigkeit“ und Recht hat sie. Der Verlust selbiger ist so ziemlich der größte Feind eines jeden Prominenten. Ist die Glaubwürdigkeit erst mal dahin, wird es schwer, in den Medien überhaupt noch stattzufinden, viele sind daran schon gescheitert.

Einziger Sieger des Affentheaters ist – wie im Übrigen auch immer – der ausstrahlende Sender RTL, setzt der doch zu ganz neuen Höhenflügen an, wissen Quotenkenner zu berichten. So knackte RTL nun erstmals und seit Jahren wieder die 50-Prozent-Marke, ein Reichweiten-Rekord, den es so seit dem Finale der 1. Staffel nicht mehr gab und ohne einer Sarah Knappik wohl auch nicht gegeben hätte.

Hat RTL die Dschungel-Kandidaten zu Gunsten der Quote geopfert ?

Warum laden die Produzenten eine offenbar labile, möglicherweise ja sogar psychisch gestörte Teilnehmerin ein, wenn man doch weiß bzw. wissen muss, dass sie dem Druck dort gar nicht gewachsen ist ?

Den Machern der Sendung ist es offenbar herzlich egal, ob sich eine Sarah Knappik irgendwann mal das Leben nimmt, weil sie mit der Situation vor Ort und schlimmer noch, mit dem Leben danach nicht mehr klar kommt, prophezeit ihr ein gewisser Rolf Scheider, Model-Experte und Jury-Mitglied bei Germany´s Next Topmodel, doch bereits das Ende ihrer Modelkarriere, Zitat: “Ihre Modelkarriere hat sie sich verpatzt. Wer will sie denn jetzt noch als Model buchen?”

Auch dürfte dem Sender egal sein, wenn ein Jay Khan und eine Indira Weis ihre Karriere ruinieren, weil sie tuschelnd über Peer Kusmagk herziehen und das Fanverhalten berechnen, wurden doch ausgerechnet diese vertraulichen Gespräche auch ausgestrahlt.

Zwar argumentiert der Sender mit hehren Ansprüchen wie der Wahrheit, „eine Sendung; die den wahren Charakter der Menschen enthüllt“ O-Ton Dirk Bach, Co-Moderator Dschungelcamp, nur kann Wahrheit ja nicht allen Ernstes Anspruch dieses Senders sein, ein Bewegtbild-Produzent, der kaum Skrupel hat, seine eigenen Zuschauer regelmäßig und nach Strich und Faden zu „belügen“.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/Dschungelcamp/RTL-verarscht-Dschungelfans.html
(RTL verarscht Dschungel-Fans)

Dirk Bach, der Co-Moderator hat nicht ganz Unrecht, als er vor laufender Kamera konstatiert: „Müssen wir eigentlich ein bisschen Angst haben, dass der Jay ein bisschen sauer auf uns sein könnte?“ Die Moderatorin Sonja Zietlow nimmt´s gelassen: „Ich habe 4 Wohnsitze und rein rechnerisch liegt er da zweimal daneben….“, spöttelt die bekannte TV-Moderatorin direkt in die Kamera.

Indira Weis, die weibliche Hauptrolle im Spiel um Quote, Fans und Anerkennung, plagte zuletzt dann doch noch ihr Gewissen, weint sie doch ganz ungeniert im Baumhaus vor laufender Kamera, wohl noch Teil des Spiels, dann aber verrät sie Jay und einmal mehr im Vertrauen: „Ich habe mir geschworen, dass ich nie mehr irgendetwas mache, was nicht mit meinem Gefühl zu vereinbaren ist und ich habe mich einfach nur schlecht gefühlt, weil ich das Gefühl habe, dass ich was mache, was nicht richtig ist“.

Besser spät als nie, werden einige wohl sagen, obschon die späte Einsicht sie nicht retten konnte. Indira „Jones“, wie sie sich nennt, wurde mit Folge 14 der Dschungel-Posse vom Zuschauer abgewählt und musste das Camp gestern Abend verlassen.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

Foto: RTL Pressefoto

Text frei bei Nennung der Quelle „TNN“.

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7 Fragen zum Supertalent-Zweitplatzierten Michael Holderbusch !

Special-Report / Kurzfassung

Er ist einsam, schüchtern, arbeitslos. Er hat keine Freundin und keine Kinder und es fehle ihm – angeblich – auch an Selbstvertrauen. Er ist der Underdog und der arme Tropf von nebenan, sein Name: Michael Holderbusch 31. Am vergangenen Samstag sang Holderbusch im Finale von „Das Supertalent“ mit um den Sieg und unterlag knapp dem Contest-Gewinner Freddy Sahin-Scholl. Holderbusch überzeugte wiederholt mit Joe Cocker´s „You are so beautiful“ und nicht nur sein Gesang, auch sein persönliches Schicksal hatte viele Millionen Zuschauer bewegt, ein Schicksal, mit offenbar fragwürdigem Hintergrund, wie sich nun herausstellt.

[TNN] 10 Wochen hat ein Team von TNN Fakten und Hintergründe zusammengetragen, hat Beweismaterial recherchiert und verglichen und das Ergebnis ist eine zu weiten Teilen konstruiert wirkende Darstellung des Baunataler Supertalents 2. Platz bei „Das Supertalent 2010“.

Die Details im Überblick:

— Update und Gegendarstellung zur Meldung vom 18. / 19.12. — Kurzfassung

->Keine Freundin / Einsamkeit:

Im Einspieler zur Sendung seines 1. Auftritts vom 2. Oktober Aufzeichnung vom August 2010 sagte Holderbusch – an einer Bushalte-Stelle sitzend – er sei sehr einsam und allein und habe keine Freundin. [Quelle: RTL-Einspieler v. 2.10., „Das Supertalent“, Sichtung über rtlnow.de]

Internetmedien berichteten zudem, Holderbusch habe auch keine Freunde. [Quelle: u.a.
http://www.loomee-tv.de/2010/10/das-supertalent-2010-michael-holderbusch-uberrascht-das-publikum/
Backup Link hier: http://www.telenewsnet.com/tvdesk/supertalent/Michael-Holderbusch-Supertalent-FreundeMeldung1.html

TNN-Recherchen ergaben, der Baunataler hat sehr wohl und mindestens zwei gute Freunde und frühere Medienberichte, in denen es heißt, der Baunataler habe „keine Freunde“, oder er habe diese gar „verleugnet“, sind nicht richtig. Holderbusch hat sehr wohl und mindestens zwei gute Freunde und besucht zudem auch regelmäßig seine Baunataler Stammkneipe „Klimperkasten“.

->Kein Sinn im Leben / Lustlosigkeit:

Holderbusch gibt an, keine Perspektive zu besitzen und oft lustlos zu sein. [Quelle: RTL-Einspieler v. 2.10. und 11.12., „Das Supertalent“, Sichtung über rtlnow.de] Auch diese Behauptung wirkt fragwürdig !

Michael Holderbusch singt seit 6 Jahren in einer Blues-Rock-Band namens „Fatman Blues Rock Band“ http://www.fatman-bluesrock.de, dessen Frontman er ist und mit der er regelmäßig Auftritte pflegt, zuletzt am 8. August diesen Jahres in Püttlingen [Quelle: Saarbrücker Zeitung v. 09.08.2010].

Man beachte den aufwendig gestalteten Header der Internetseite inklusive „Fatman-Logo“.

Das Fatman-Projekt ist nicht seine einzige Band, Holderbusch singt hin und wieder auch in dem Projekt „Crossroads“, weiß diese Zeitung zu berichten
http://www.heimat-nachrichten.de/index.php?artikel=57688 [Quelle: HNA / Heimat Nachrichten v. 2.12.2010]

Man bedenke: Dieser Auftritt vom 2.12. mit seiner inzwischen schon 2. Band fand 9 Tage vor seinem Auftritt im 3. Halbfinale von „Das Supertalent“ 11.12. statt. Holderbusch wurde selten müde zu betonen, wie lustlos und perspektivlos er sei, und dass seine Teilnahme beim Supertalent seine einzige große Chance sei, der Arbeitslosigkeit zu entfliehen sinngemäß.

Dabei war er offenbar bestens beschäftigt, mit Auftritten in gleich zwei Bands, und das auch noch parallel zu seiner Zeit beim Supertalent. Seine Glaubwürdigkeit wirkt hierdurch äußert zweifelhaft, zeigte er sich gegenüber Millionen Zuschauern im Fernsehen doch stets als frustrierten Arbeitlosen, ohne viel Selbstvertrauen und ohne Lust überhaupt irgendetwas zu unternehmen, eben den armen Drops von nebenan. Scheinbar ein Konstrukt aus zwei Gesichtern und zwei Charakteren.

Zitat Bruce Darnell im 3. Halbfinale von „Das Supertalent“ am 11.12.2010: „Der Typ kriegt nirgendwo sonst eine Chance, kommt hier in die Show, ich hoffe, dass die Leute für dich anrufen.“

Bruce hätte vielleicht Zeitung lesen sollen. Er hätte gesehen, dass Holderbusch sehr wohl und auch anderer Orts eine Chance bekommt und er dort auch sehr aktiv ist, in gleich zwei Bands und das auch parallel zu seiner Zeit beim Supertalent.

Mut- und Lustlosigkeit sieht anders aus Meinungstext!

–>Findet keine Arbeit

Michael Holderbusch sagt, er finde seit 4 Jahren keine Arbeit [TNN Interview v. 1.10. und 5.10. plus Zeitungsberichte]. Dabei sind allein in Baunatal und Umgebung mehr als 130 freie Stellen verfügbar, alle in einem Bereich, wo Holderbusch durchaus arbeiten könnte, beispielsweise im Wach- und Sicherheitsdienst, dazu müsste er nicht einmal umschulen und die Musik auch nicht aufgeben.

Auszug aus dem RTL-Forum vom 19.12., ein User dort schreibt:

„Hallo das ganze grenzt ja schon mehr als nur an Verarsche!!! Unser sooooo armer Michael Holderbusch hat seine eigene Band seid 2004 ! Ich dachte er bekommt Hartz4 und ist ja soooo schlecht drauf!! Hier der Link von den FATMANN´s [ http://www.fatman-bluesrock.de/index.php?option=com_content&task=view&id=5&Itemid=28%5D“
Und weiter […] „Wir werden doch nur verarscht, RTL reibt sich die Hände und erzählt uns Märchen!!!“, Zitat Ende. [Quelle: RTL.de / forum, Eintrag „derheyna“ v. 19.12.2010, Screenshot im TNN-Pressefach].
http://www.rtl.de/forum/index/beitrag/id/4091/das-supertalent/kandidaten/verarsche-michael-holderbusch-alias-fatman-2004
Backup Link: http://www.telenewsnet.com/tvdesk/supertalent/Michael-Holderbusch-Supertalent-Forum-RTL-Fatman.html

RTL hat diesen anderen Michael nicht gezeigt, hat seine Band FATMAN nie erwähnt und Michael tat es auch nicht, vielleicht weil Beide wussten, dass diese Dinge dem Verlierer-Image wiederstreben und es sind nun mal die „Verlierer“, die größte Chancen haben diesen Contest auch zu gewinnen.

->Kein Selbstvertrauen:

Michael Holderbusch gibt am, er habe Selbstzweifel und kein Selbstvertrauen.
[Quelle: Interview im Vorspann zu seinem Auftritt v. 11.12., Quelle: rtlnow.de]. TNN-Recherchen ergaben jedoch genau das Gegenteil. Es gibt zahlreiche Videos im Internet, die Holderbusch von einer ganz anderen Seite zeigen, als selbstbewussten jungen Mann, der sich auch schon mal spontan zu jemanden ans Lagerfeuer setzt und dort vor fremden Leuten laut anfängt zu singen. Schüchtern ist vermutlich anders.

Man könnte glauben, Michael Holderbusch ist nicht wirklich ehrlich, wenn er sagt, er habe kein Selbstvertrauen. Auf der Supertalent-Bühne zeigte Holderbusch stets den in sich gekehrten, schüchternen Musikfreund . Das er auch ein zweites Gesicht hat, weiß dieser Mann zu berichten, Zitat: „Holdersuff. Nicht schlecht Herr Specht. Aber ich kann Dir bis heute nicht verzeihen, dass Du mir in Hertingshusen auf die Schuhe gekotzt hast ;- Ansonsten wünsche ich Dir viel Glück“, schreibt „AcidMitsu“ in seinem Kommentar vom 4.10. zu diesem Video: http://www.youtube.com/watch?v=8xk1n-Hllz0
[Quelle: Youtube / Das Video hat RTL inzwischen sperren lassen]

In dem Video wirkt Holderbusch weniger schüchtern und strahlt vergleichsweise viel Selbstvertrauen aus.

->Mimik und Artikulation:

Man schaue sich zuerst diese Seite an:
http://www.telenewsnet.com/tvdesk/supertalent/Michael-Holderbusch-Supertalent-Facebook-Demut.html
demütiger Blick nach unten und im Anschluss daran diese Seite:
http://www.telenewsnet.com/tvdesk/supertalent/Michael-Holderbusch-Supertalent-Fatman-18Dez.html selbstbewusst, extrovertiert, von Traurigkeit keine Spur.
[Quelle: Facebook & Offizielle Homepage Fatman]

Allein dieser Foto-Vergleich spricht Bände. Offenbar hat der Mann zwei Gesichter und nur eines davon war bislang im Fernsehen bei „Das Supertalent“ zu sehen.

Im Header oberer Teil seiner Homepage zeigt Holderbusch sein anderes Gesicht und das wirkt weder traurig, noch schüchtern und auch nicht zurückhaltend, genau dies aber sind Attribute, mit denen er beim Supertalent ganz offenbar zu punkten hoffte.

War alles nur ein Spiel ?

->Angebliche Unwissenheit bezüglich seiner Chancen auf den Sieg:

Holderbusch will angeblich nicht geglaubt haben, ins Finale zu kommen. Zitat am 11.12.: „Damit hätte ich nie gerechnet“ [Quelle: RTL Interview v. 11.12., nach seinem Einzug ins Finale, http://www.rtlnow.de]. Unsere Recherchen aber sprechen für genau das Gegenteil Link siehe unten.

->Fazit:

Holderbusch mag ein brillanter Sänger sein, aber er kokettiert ganz offensichtlich auch mit den Attributen eines glücklosen, introvertierten Menschen, der er nur zum Teil ist. Man könnte glauben, dass er bewusst nur diese eine Seite von sich zeigte, weil genau dieses Konzept schon einmal funktionierte, damals in England bei Paul Potts und vor zwei Jahren bei Michael Hirte hier in Deutschland. Man könnte denken, er bediene sich dieser Klischees, um hierdurch siegreich aus dem Contest hervorzugehen.

Und genau das war unfair anderen Bewerbern gegenüber, besonders vor dem Hintergrund, dass es Menschen gibt, die wirklich ohne Ausweg leben, denen es viel schlechter geht als einem Michael Holderbusch, die zum Beispiel gar nicht mehr arbeiten können.

Leute wie Manuela Wirth zum Beispiel, die Frau, die im Rollstuhl sitzt, Bruce Darnell hatte weitaus weniger Tränen für sie, man sollte sich fragen warum.

Oder ein Max Bryan, dessen Auftritt nicht einmal gesendet wurde und das obwohl die Macher wussten, wie sehr sie ihm damit geholfen hätten. Max lebt heute immer noch auf der Straße und die Macher der Show hatten kaum Skrupel den Obdachlosen nach seinem Auftritt auch noch seiner Ideale zu berauben.

http://www.facebook.com/pages/Max-Bryan/161102710574227

Es ist wie die Geschichte vom Aschenputtel und den bösen Stiefschwestern, der Eine der dem Anderen weichen musste, weil es nur Einen von Beiden geben durfte.

Die ganze Geschichte exklusiv bei TNN !

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/supertalent/Michael-Holderbusch-Supertalent-2010-Bericht.html Vollständiger Report, 10 Seiten

Sean Quentin Dexter & Trevor Barnes TeleNewsNet

Foto: Fanseite Michael Holderbusch Screenshot by TNN

Alle Foto- und Quellenbelege im Pressefach von TNN.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/index.html

Text frei bei Nennung der Quelle „TNN“.

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Casting-Stars 2010: Ein Jahresrückblick !

Pleite, Knast und Trennung – Die ernüchternde Bilanz

Köln – Sie tragen offiziell den Titel «Superstar», hatten den «X-Factor» oder durften sich «Popstars» nennen, bevor sie überhaupt das erste Album auf den Markt brachten. Es sind Menschen aus dem Volke, Leute wie Edita, Mehrzad, LaVive und Freddy Sahin Scholl. Sie alle siegten dieses Jahr bei einer Casting-Show. Doch nicht allen winkt auch der Jackpot . Es geht auch um Ruhm, Ehre und Anerkennung, vielen wird das verwehrt bleiben.

[TNN] Während Freddy Sahin-Scholl 56 noch sein «Supertalent»-Dasein feiert, suchen Andere längst schon nach Ausreden für die gescheiterte Sanges-Karriere. DSDS-Gewinner Mehrzad Marashi 30, Vize Menowin Fröhlich 23 und «X Factor»-Sternchen Edita Abdieski 25 wirken dieser Tage irgendwie verloren.

«‹X-Factor› kann man nicht mit den anderen Casting-Formaten vergleichen, sagte Edita Abdieski, kurz nach ihrem Sieg am 9. November, dem Reporter einer schweizer Tageszeitung. Im Finale wurde Abdieski mit 74,10 Prozenten aller Anrufe zur Siegerin gekürt. Die Schweizerin mit mazedonischen Wurzeln sicherte sich einen Platten-Vertrag. Ihre erste Single «I’ve Come To Life» stieg aber nur auf Platz 9 der deutschen Charts ein. Zurzeit steht sie auf Platz 37. Ihr Album-Release wurde auf Anfang 2011 verschoben.

Noch viel schlimmer traf es den «DSDS»-Gewinner Mehrzad Marashi 30. Seine geplante Tour wurde gänzlich abgesagt. Es gelang den Veranstaltern nicht genügend Tickets zu verkaufen. Lag es an der Trennung von Dieter Bohlen ? Mehrzad trennte sich im August diesen Jahres von Erfolgsproduzent und «DSDS»-Juror Dieter Bohlen 56, keine 4 Monate nach seinem Sieg bei DSDS im April 2010. «Er kommt anscheinend nicht beim Publikum an. Die Leute haben ihn nach der Fussball-Weltmeisterschaft vergessen», sagte Bohlen damals zu «Bild».

Grosse Pläne hatte auch Menowin Fröhlich 23. Der Ex-Knacki wurde bei «DSDS» Zweiter und verpasste kaum eine Gelegenheit sein Können der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ob auf Mallorca oder auf Parkplätzen, der Ingolstädter zog alle Register gegen das öffentliche Vergessen, bremste sich am Ende aber selbst aus. Menowin muss wegen Körperverletzung erneut und nunmehr für 313 Tage zurück in den Knast.

Die frisch vermählte «Popstars»-Band LaVive lässt sich davon wenig beirren. «Wir wollen ganz hoch hinaus und sind topmotiviert», sagten Katrin, Meike, Sarah und Julia im Interview mit den Kollegen der Tageszeitung «Blick». Ihre erste Single «No Time For Sleeping» stieg allerdings nur auf Platz 13 der Charts ein.

Große Hoffnung hingegen besteht für «Supertalent»-Sieger Freddy Sahin Scholl. Sein Album und die gleichnamige Single „Carpe Diem“ verzeichnet dieser Woche den höchsten Neueinstieg in den deutschen Single- und Album-Charts Platz 17 und im kommenden Jahr will der 57-Jährige, der zur Hälfte auch Österreicher ist, mit seinem Lied «Butterfly» beim Eurovision Song Contest für Österreich punkten.

Der Hype um Deutschlands Vorzeige-Freddy wird wohl noch ein Weile andauern und Großmeister der Unterhaltung Charlie Chaplin 1889-1977 sagte einmal: „Ruhm hat nichts mit Popularität zu tun. Popularität hält manchmal nur von einem Klatsch zum nächsten“.

Sean Quentin Dexter

Foto: Supertalent Freddy Sahin Scholl. RTL / Stefan Gregorowius)

Text frei bei Nennung der Quelle „TNN“.

TAGS:
RTL, Supertalent, Freddy Sahin-Scholl, Carpe Diem, DSDS, Dieter Bohlen, Mehrzad, Menowin, Pro7 Popstars, LaVive, Vox X-Factor, Edita, Casting-Shows, Bilanz, Jahresrückblick, Pleite, Knast, Trennung, Ruhm, Vergessen, Versagen

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Supertalent-Lüge? Teilnahme von Michael Holderbusch bleibt umstritten

+++ Der Zweitplatzierte vom »RTL-Supertalent« singt bereits in mehreren Bands +++

Er ist einsam, schüchtern, arbeitslos. Er hat keine Freundin und keine Kinder und es fehle ihm – angeblich – auch an Selbstvertrauen. Er ist der Underdog und der arme Tropf von nebenan, sein Name: Michael Holderbusch 31. Am vergangenen Samstag sang Holderbusch im Finale von „Das Supertalent“ mit um den Sieg und unterlag knapp dem Contest-Gewinner Freddy Sahin-Scholl. Holderbusch überzeugte wiederholt mit Joe Cocker´s „You are so beautiful“ und nicht nur sein Gesang, auch sein persönliches Schicksal hatte viele Millionen Zuschauer bewegt, ein Schicksal, mit offenbar fragwürdigem Hintergrund, wie sich nun herausstellt.

[TNN] 10 Wochen hat ein Team von TNN Fakten und Hintergründe zusammengetragen, hat Beweismaterial recherchiert und verglichen und das Ergebnis ist eine zu weiten Teilen konstruiert wirkende Darstellung des Baunataler Supertalents 2. Platz bei „Das Supertalent 2010“.

Die Details im Überblick:

— Update und Gegendarstellung zur Meldung vom 18. / 19.12. —

1. Keine Freundin / Einsamkeit

Im Einspieler zur Sendung seines 1. Auftritts vom 2. Oktober Aufzeichnung vom August 2010 sagte Holderbusch – an einer Bushalte-Stelle sitzend – er sei sehr einsam und allein und habe keine Freundin. [Quelle: RTL-Einspieler v. 2.10., „Das Supertalent“, Sichtung über rtlnow.de]

Internetmedien berichteten zudem, Holderbusch habe auch keine Freunde. [Quelle: u.a.
http://www.loomee-tv.de/2010/10/das-supertalent-2010-michael-holderbusch-uberrascht-das-publikum/
Backup Link hier: http://www.telenewsnet.com/tvdesk/supertalent/Michael-Holderbusch-Supertalent-FreundeMeldung1.html

TNN hatte diese Meldung, Holderbusch habe „keine Freunde“, am 17. und 18.12. übernommen und dazu berichtet. Wir stellen fest, dass die Meldung aus vorgenannten Quellen fehlerhaft ist und wir korrigieren: Michael Holderbusch sagte, er habe „keine Freundin“, er sagte nicht, er habe „keine Freunde“. Die Sichtung der vorgenannten Video-Quelle ergab zunächst eine Übereinstimmung mit den vorliegenden Medienberichten, wonach es hieß, Holderbusch sagte vor laufender Kamera, er habe „keine Freunde“. Die betreffende Sequenz ist sehr undeutlich gesprochen, verstanden wurde, er habe „keine Freunde“. Auch andere Quellen hatten das so verstanden und berichteten über Holderbusch, der angeblich „keine Freunde“ hat siehe Quelle oben und auch hier:

http://www.explosiv.ch/story.php?storyid=1400

Und hier:
http://www.lautundspitz.com/05_scene_details.php?storyid=1400

Inzwischen steht fest, Michael Holderbusch hat sehr wohl auch Freunde.

Beweis:

Holderbusch´s bester Freund heißt Edzart Sinning, lebt und arbeitet in Kirchenkreisen und ist mächtig stolz auf seinen „Schützling“. Holderbusch pflegt ein inniges Verhältnis zu dem frommen Mann aus Baunatal, so innig, dass Holderbusch seinen Freund Eddi in die Sendung von „Das Supertalent“ am 11. Dezember 3. Halbfinale einlud, die Bilder des Freundes waren im Fernsehen zu sehen. [Quelle: RTL-Sequenz „Das Supertalent“ v. 11.12., Sichtung über rtlnow.de]

Ein weiterer Freund von Michael Holderbusch ist Carsten und er berichtet: „Ich kenne unseren Holdi schon seit vielen Jahren von seinen Auftritten hier in der Region, zumeist sang er in seiner Stammkneipe ‚Klimperkasten‘ in Baunatal, dort gibt es öfters Live-Events auch in einer Biker-Kneipe in Kassel Fiasko ist er oft zusammen mit der sogenannten Haus-Band aufgetreten und hat die Hütte gerockt“. Und weiter: „Holderbusch erwies sich sogar als witziger Stimmen-Imitator, diese Fähigkeit war mir bis dahin nicht bekannt, […] wir kamen uns näher und heute kann ich ihn als guten Freund bezeichnen“. [Quelle: Screenshot E-Mail Account Telenewsdesk]

Demnach hat Michael Holderbusch mindestens zwei gute Freunde und frühere Medienberichte, in denen es heißt, der Baunataler habe „keine Freunde“, oder er habe diese gar „verleugnet“, sind nicht richtig. Holderbusch hat sehr wohl und mindestens zwei gute Freunde und besucht zudem auch regelmäßig seine Baunataler Stammkneipe „Klimperkasten“.

2. Sieht kein Sinn im Leben / Lustlosigkeit

Holderbusch gibt an, keine Perspektive zu besitzen und oft lustlos zu sein. [Quelle: RTL-Einspieler v. 2.10. und 11.12., „Das Supertalent“, Sichtung über rtlnow.de]

Auch diese Behauptung wirkt fragwürdig !

Michael Holderbusch singt seit 6 Jahren in einer Blues-Rock-Band namens „Fatman Blues Rock Band“ http://www.fatman-bluesrock.de, dessen Frontman er ist und mit der er regelmäßig Auftritte pflegt, zuletzt am 8. August diesen Jahres in Püttlingen [Quelle: Saarbrücker Zeitung v. 09.08.2010].

Man beachte den aufwendig gestalteten Header der Internetseite inklusive „Fatman-Logo“.

Das Fatman-Projekt ist nicht seine einzige Band, Holderbusch singt hin und wieder auch in dem Projekt „Crossroads“, weiß diese Zeitung zu berichten
http://www.heimat-nachrichten.de/index.php?artikel=57688 [Quelle: HNA / Heimat Nachrichten v. 2.12.2010]

Man bedenke: Dieser Auftritt vom 2.12. mit seiner inzwischen schon 2. Band fand 9 Tage vor seinem Auftritt im 3. Halbfinale von „Das Supertalent“ 11.12. statt. Holderbusch wurde selten müde zu betonen, wie lustlos und perspektivlos er sei, und dass seine Teilnahme beim Supertalent seine einzige große Chance sei, der Arbeitslosigkeit zu entfliehen sinngemäß.

Dabei war er offenbar bestens beschäftigt, mit Auftritten in gleich zwei Bands, und das auch noch parallel zu seiner Zeit beim Supertalent. Seine Glaubwürdigkeit wirkt hierdurch äußert zweifelhaft, zeigte er sich gegenüber Millionen Zuschauern im Fernsehen doch stets als frustrierten Arbeitlosen, ohne viel Selbstvertrauen und ohne Lust überhaupt irgendetwas zu unternehmen, eben den armen Drops von nebenan. Scheinbar ein Konstrukt aus zwei Gesichtern und zwei Charakteren.

Zitat Bruce Darnell im 3. Halbfinale von „Das Supertalent“ am 11.12.2010: „Der Typ kriegt nirgendwo sonst eine Chance, kommt hier in die Show, ich hoffe, dass die Leute für dich anrufen.“

Bruce hätte vielleicht Zeitung lesen sollen. Er hätte gesehen, dass Holderbusch sehr wohl und auch anderer Orts eine Chance bekommt und er dort auch sehr aktiv ist, in gleich zwei Bands und das auch parallel zu seiner Zeit beim Supertalent.

Mut- und Lustlosigkeit sieht anders aus Meinungstext!

3. Findet keine Arbeit

Michael Holderbusch sagt, er finde seit 4 Jahren keine Arbeit [TNN Interview v. 1.10. und 5.10. plus Zeitungsberichte] [Quelle: Telenewsnet, genehmigtes Interview über Frau Haas, DiePressetanten / RTL]

Er habe sich oft beworben, aber nie eine Antwort erhalten, „nicht ein einziges Angebot“ sei ihm zugestellt worden Und weiter „Es gibt einfach keine oder nur wenige Jobs hier im Umkreis und wo es welche gab, habe er sich auch beworben“, immer ohne Erfolg.

Allein in und um Baunatal, Holderbusch´s Wohnort, sind derzeit mehr als 130 freie Stellen bei der für ihn zuständigen Arbeitsagentur gelistet, wie diese Suchabfrage beweist
http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/stellenangeboteFinden.html?execution=e1s5&d_6827794_p=1 [Quelle: Arbeitsagentur für Arbeit, Screenshot Suchabfrage vom 17.12.2010]

Die Aussage, es gäbe keine Jobs oder nur wenige Jobs, ist so nicht richtig. Holderbusch hätte nur mal bei der für ihn zuständigen Arbeitsagentur vorsprechen müssen und dort selbiges Suchergebnis gefunden.

Die DB-Sicherheit Deutsche Bahn und somit Holderbusch´s früherer Arbeitgeber sowie auch andere Sicherheitsunternehmen suchen ständig Leute seines Formats, vermutlich hätte er in kürzester Zeit eine Zusage und könnte im Wachgewerbe arbeiten, dafür müsste er nicht mal umschulen und die Musik auch nicht aufgeben.

Michael Holderbusch ist 31 Jahre, ist gesund und hat keine Behinderung, er könnten arbeiten, tut es aber nicht, er arbeitet ganztags an seiner Karriere als Musiker und die Arbeitsagentur zahlt ihm dafür jeden Monat Unterstützung.

4. Hat kein Selbstvertrauen

Michael Holderbusch sagt von sich selbst, er habe Selbstzweifel und kein Selbstvertrauen.
[Quelle: Interview im Vorspann zu seinem Auftritt v. 11.12., Quelle: rtlnow.de]

Dazu der Bericht eines guten Bekannten von Michael Holderbusch, mit dem vielsagenden Namen „Hulk“ Hagen P., Zitat:

„Ich kenne den Holdi erst seit 2008. Damals tauchte er auf einem unserer Donnermeister-Treffen auf. Es war der 40. Geburtstag von einem Freund aus Baunatal. Er kennt Holdi schon länger, daher auch das Wissen um Holdi’s Sangeskünste. Wir waren erst genau so verblüfft wie das Publikum, doch Holdi holte seine Gitarre raus, setzte sich zu uns ans Lagefeuer und fing an zu singen – nicht irgendwie, sondern richtig gut! Wir waren und sind immer noch begeistert. Und das will bei den „harten“ Motorradfahrern schon etwas heißen. Seitdem ist Michael ein fester Bestandteil bei der Performance On Road Nordhessen Offensive – kurz P.O.R.N.O. genannt“, Zitat Ende. [Quelle: Screenshot E-Mail Account Telenewsdesk]

Jemand der kein Selbstvertrauen besitzt, setzt sich nicht ungefragt ans Lagerfeuer fremder Leute und fängt dort an zu singen. So etwas tut nur jemand, der über eine gehörige Portion
Selbstvertrauen verfügt und die hat er offenbar.

Man könnte glauben, Michael Holderbusch ist nicht wirklich ehrlich, wenn er sagt, er habe kein Selbstvertrauen. Auf der Supertalent-Bühne zeigte Holderbusch stets den in sich gekehrten, schüchternen Musikfreund . Das er auch ein zweites Gesicht hat, weiß dieser Mann zu berichten, Zitat: „Holdersuff. Nicht schlecht Herr Specht. Aber ich kann Dir bis heute nicht verzeihen, dass Du mir in Hertingshusen auf die Schuhe gekotzt hast ;- Ansonsten wünsche ich Dir viel Glück“, schreibt „AcidMitsu“ in seinem Kommentar vom 4.10. zu diesem Video: http://www.youtube.com/watch?v=8xk1n-Hllz0
[Quelle: Youtube / Das Video hat RTL inzwischen sperren lassen]

In dem Video wirkt Holderbusch weniger schüchtern und strahlt vergleichsweise viel Selbstvertrauen aus.

5. Mimik eines traurigen, demütigen Menschen

Man schaue sich zuerst diese Seite an:
http://www.telenewsnet.com/tvdesk/supertalent/Michael-Holderbusch-Supertalent-Facebook-Demut.html
demütiger Blick nach unten und im Anschluss daran diese Seite:
http://www.telenewsnet.com/tvdesk/supertalent/Michael-Holderbusch-Supertalent-Fatman-18Dez.html selbstbewusst, extrovertiert, von Traurigkeit keine Spur.
[Quelle: Facebook & Offizielle Homepage Fatman]

Allein dieser Foto-Vergleich spricht Bände. Offenbar hat der Mann zwei Gesichter und nur eines davon war bislang im Fernsehen bei „Das Supertalent“ zu sehen.

Im Header oberer Teil seiner Homepage zeigt Holderbusch sein anderes Gesicht und das wirkt weder traurig, noch schüchtern und auch nicht zurückhaltend, genau dies aber sind Attribute, mit denen er beim Supertalent ganz offenbar zu punkten hoffte.

War alles nur ein Spiel ?

Auf seiner Facebookseite, dort wo die Fans der Supertalent-Sendungen anlanden, mimte Holderbusch stets den demütigen, traurigen Menschen gesenkter Blick nach unten und die Tatsache, dass Holderbusch ausgerechnet solch ein Foto auf einer für ihn im Einsatz befindlichen Fanseite stellt, lässt vermuten, dass er sehr wohl und ganz genau um die Wirkung dieser Abbildung weiß.

Viele andere – bisherige – Auftritte von Holderbusch zeigen weniger Traurigkeit, im Gegenteil, Holderbusch wirkte gelöst, wie ausgewechselt, zeigt ein völlig anderes Gesicht, als bei seinen Supertalent-Auftritten.

Nun stellt sich die Frage, warum er das tut, warum er nicht auch in den Supertalent-Shows sein zweites Gesicht zeigte. Mann könnte glauben, dass er bewusst den Mitleidsfaktor einsetzt und diesen dann auch berechnet.

6. Angebliche Unwissenheit bezüglich seiner Chancen auf den Sieg

Holderbusch will angeblich nicht geglaubt haben, ins Finale zu kommen. Zitat am 11.12.: „Damit hätte ich nie gerechnet“ [Quelle: RTL Interview v. 11.12., nach seinem Einzug ins Finale, http://www.rtlnow.de].

Wie inzwischen bekannt ist, hat Holderbusch sich auf Drängen seiner Freunde hin beim Supertalent beworben und die sagten zu ihm, Zitat: „Mensch, das Ding kannst du gewinnen, bewirb dich da, das ist genau das Richtige für dich um groß rauszukommen, haben meine Freunde mir gesagt“ Quelle: TNN Interview mit Michael Holderbusch v. 1.10.2010.

Holderbusch hatte sich daraufhin beim Supertalent-Casting beworben, offenbar weil er den Rat seiner Freunde befolgte, und die waren der Meinung, dass er diesen Contest gewinnen könne, er selbst hatte das am Telefon so erklärt. Wenn Holderbusch dann aber behauptet, er hätte nie geglaubt ins Finale zu kommen, wirkt das nicht sehr glaubwürdig, wusste er doch bestens um die Wirkung seiner Präsenz bescheid siehe Interview Moghaddam und er wusste auch, dass Dieter Bohlen sämtliche andere Kandidaten, die ihm hätten gefährlich werden können, bereits abgewählt hatte. Von daher muss man einfach davon ausgehen, dass auch Holderbusch in Wahrheit stets an seinen Sieg glaubte.

7. Wirkung nach Außen & Schweres Schicksal

Im Interview vom 1.10. fragten wir Michael Holderbusch, ob er um die Wirkung seines Äußeren wüsste und er verneint: „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, sagt er uns am Telefon.

Auch diese Behauptung ist eher zweifelhaft !

So schreibt ein enger Freund von Holderbusch Carsten F. in einer E-Mail vom 6. Oktober, zum Beispiel, Zitat: „Zunächst hat die Mehrheit der Zuschauer erst mal einen Loser präsentiert bekommen, einen armen Schlucker mit großem gesanglichen Talent. Vergleiche zum Mundharmonika-Hirten sind da schnell gezogen und dieses Konzept könnte somit auch aufgehen“ und weiter: „Mir persönlich gefällt diese Mitleids-Schiene gar nicht“, berichtet der Freund per E-Mail [Quelle: Screenshot Youtube Account Telenewsdesk]

Man merke an, der Freund spricht von einem „Konzept“, was nahe legt, dass Holderbusch mit seinen Supertalent-Auftritten tatsächlich auch ein Konzept verfolgt haben könnte.

Im Interview mit Nina Moghaddam, in der Sendung vom 2. Oktober 2010, wurde Holderbusch sogar noch deutlicher. Auf die Frage hin, ob er eine Vorstellung habe, wie er auf die Zuschauer wirke, antwortet Holderbusch: „Ich schätze erst mal belächeln sie mich – in der ersten Minute – und danach der Überraschungseffekt“. [Quelle: RTL Sendung v. 2.10., Sichtung via rtlnow.de / erreichbar auch über Facebook Eddi Sinning]
http://www.facebook.com/video/video.php?v=149926925043708&oid=128834040501743

Diese Aussage deckt sich auch mit Holderbusch´s Angaben während unseres 2. Telefon-Interviews vom 05.10., wir hatten ihn gefragt, ob es ihn denn nicht störe, dass die Leute ihn wegen seines Äußeren oft auch belächeln und er antwortet, Zitat: „Da stehe ich mittlerweile drüber, denn ich weiß ja wie die Leute denken ! Erst denken sie, was will der denn auf dieser Bühne und wenn ich dann anfange zu singen, geht die Kinnlade runter“, berichtet Holderbusch stolz am Telefon. [Quelle: Telenewsnet / stenografische Aufzeichnung].

Offenbar weiß Holderbusch genau um seine Wirkung und auch um die Wirkung seines Vollbartes. Wir hakten nach, fragten, ob er den Bart nur zu diesem Zwecke trägt, um erst einmal maximal als armer Schlucker rüberzukommen und im Anschluss daran ebenso maximal zu überraschen und er antwortet: „Sollen die Leute doch denken was sie wollen, […] man hat im Laufe der Jahre gelernt, nicht alles so nah an sich rankommen zu lassen“, klingt als wäre er ein „alter Hase“ im Musikgeschäft mit vielen Jahren Gesangskarriere.

Alle drei Beispiele zeigen, dass Holderbusch offenbar genau wusste, wie sein Äußeres auf das Publikum wirkt und man könnte glauben, er setzte diese Äußerlichkeiten gezielt ein, um in erster Instanz seines Auftritts maximal Ablehnung zu erfahren und danach mit Stimmgewalt zu überraschen. Ein Konzept, das ungewollt schon einmal funktionierte, 2007 bei „Britains got Talent“, Name des Teilnehmers damals: Paul Potts. Denkbar wäre ein Kalkül von Holderbusch, man könnte auch sagen, er hat sich an dem britischen Vorbild Paul Potts orientiert, der Mitte 2007 mit ähnlichen Attributen den Sieg beim „Britains got Talent“-Wettbewerb davon trug, nur war der wesentlich gläserner und sein Schicksal war auch kein fragwürdiges Konstrukt. Das Paul-Potts-Konzept hatte einmal funktioniert, es wird auch ein zweites Mal funktionieren, könnte Holderbusch sich gedacht haben und kopierte damit scheinbar ganz ungeniert auch grundlegende Merkmale von Paul Potts, dem Handyverkäufer mit ehemals schiefen Zähnen, den niemand etwas zutraute und der dann maximal überraschte. Es wäre denkbar, dass Holderbusch seinen zotteligen Vollbart nur trägt, um sein Loser-Image zu forcieren und sich von seinem britischen Pendant Paul Potts abzugrenzen.

Im Interview mit TNN vom 05.10. hat Holderbusch selbst zugegeben, dass sein Bart „keine besondere Bedeutung“ habe, er könnte ihn also genauso gut abrasieren, was er aber nicht tut, vielleicht weil er weiß, dass diese Eigenart seines Gesichtes wesentlich mehr Mitleid erzeugt, als wenn er frisch rasiert die Bühne betritt.

Holderbusch hat Publikum und Produzenten dieser 4. Supertalent-Staffel möglicherweise durchgehend berechnet. Er wusste genau um seine Wirkung und er zeigte uns immer nur dieses eine Gesicht. Er zeigte den glücklosen, demütigen Arbeitslosen. Vielleicht weil er hoffte, dass Schicksal und Stimme ihm zum Sieg verhelfen. Stimme hat er, sein Schicksal aber ist ein Gemisch aus vielen Fragwürdigkeiten und nur die eine Seite seiner Erscheinung hat der RTL-Zuschauer bislang kennengelernt.

Holderbusch mag ein brillanter Sänger sein, aber er kokettiert ganz offensichtlich auch mit den Attributen eines glücklosen, introvertierten Menschen, der er nur zum Teil ist. Man könnte glauben, dass er bewusst nur diese eine Seite von sich zeigte, weil genau dieses Konzept schon einmal funktionierte, damals in England bei Paul Potts und vor zwei Jahren bei Michael Hirte hier in Deutschland. Man könnte denken, er bediene sich dieser Klischees, um hierdurch siegreich aus dem Contest hervorzugehen.

Schläge in der Kindheit

Michael Holderbusch spricht von Schlägen und Misshandlungen während seiner Kindheit Interview Vorspann zur Sendung vom 2.10.2010 und Gegenteiliges wurde nicht festgestellt.

Fakt ist auch, die Tränen einer Mutter lügen nicht Vorspann zur Sendung vom 11.12., Holderbusch´s Mutter mit Atemgerät und Tränen in den Augen erzählt von den schrecklichen Erlebnissen ihres Sohnes und sie wirkt dabei glaubwürdig.

Holderbusch, wie auch die Macher der Sendung unterschlagen aber, dass bis in die späten 70´er es nicht ungewöhnlich war, körperliche Züchtigung als Erziehungsmaßnahme bei Kindern jüngeren Alters anzuwenden. Bis in die 70´er war Prügelstrafe sogar ein probates Mittel zur Züchtung Schutzbefohlener an deutschen Schulen, http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperstrafe was nicht heißt, dass es richtig war, und auch nicht, dass Holderbusch aus diesem Grunde geschlagen wurde, und was immer damals der Grund dafür war, der heute 31-Jährige teilt damit auch das Schicksal vieler Tausender Anderer, die mindestens das selbe durchlebt haben und bei denen diese Art der Erlebnisse zum Zwecke einer „Show“ nicht in Szene gesetzt werden.

Zitat Dieter Bohlen in der Sendung „Das Supertalent“ vom 02.10.: „Du siehst nicht wie jemand aus, dem die Sonne jeden Tag ins Gesicht scheint, ich glaube echt, dass Du es in Deinem Leben schon ganz schön schwer hattest“.

Damit legt die Jury dem Zuschauer etwas in den Mund, respektive ins Gehirn.

Mit Tränen auf Knopfdruck und mitleidigen Sprüchen wurde dem Zuschauer ein schweres Schicksal suggeriert, im Einzelnen: Holderbusch ist seit 4 Jahren arbeitslos, wurde als Kind vom Vater geschlagen und findet keine Arbeit, Ende der Geschichte. Andere würden sagen „Willkommen im Club“, ist dies doch eine völlig durchschnittliche Geschichte, wie sie von Millionen anderer Menschen auch getragen wird, nur wurde sie bei Holderbusch extrem und überspitzt in Szene gesetzt, was offenbar nur einem einzigen Zweck diente: Er sollte den Contest gewinnen !

Michael Holderbusch ist 31 Jahre alt, hat keine schwere Krankheit, sitzt nicht im Rollstuhl, er ist gesund und arbeitsfähig und dennoch arbeitslos. Wir fragten warum und weshalb er sich keinen Job suche und er sagt, er habe alles versucht, ist aber immer leer ausgegangen; auch hierzu lässt sich Gegenteiliges nur schwer recherchieren, weshalb wir dies so auch erst mal stehen lassen.

Die Macher der Show – jedenfalls – hatten sich die Mitleidsmasche für Holderbusch offenbar prächtigst ausgedacht. Das hat bei Michael Hirte vor zwei Jahren schon funktioniert wahres Schicksal, jetzt sollte das selbe noch einmal funktionieren und zur Not werde eben nachgeholfen, ein Schicksal konstruiert, das Märchen vom armen Tropf, ohne Lust und Perspektive, wissentlich der Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, auch monetär und auch international Fiktives Gedankenspiel / mögliches Szenario.

Das Holderbusch dieser einsame arme Tropf in Wahrheit gar nicht ist, spielt dabei offenbar keine Rolle. Man könnte annehmen es genüge, wenn man Holderbusch nur zum Schein hin so verkauft.

Daher auch die ständigen und völlig überzogenen Reaktionen der Jury, die Rumjammerei genauso wie das seither übelst nervende Gewimmer eines Bruce Darnells der im Übrigen ein schlechter Schauspieler ist, kaufte ihm die vermeintliche Tränen-Nummer doch am Ende kaum noch jemand ab. Sei es wie es ist, die „Tränendrüse“ war und ist fester Bestandteil dieser Show. Die Einen werden mit Gesten, Sprüchen und Aktionen ganz offensichtlich nach oben gepusht und Andere eben nieder gemacht. Nicht weil es objektive Gründe dafür gibt, nein, weil man die Meinung der Zuschauer offenbar beeinflussen will. Die nämlich sollen anrufen, am besten für den Kandidaten, den auch die Jury für den Sieg im Contest präferiert. Dererlei Vorgehen könnte man notfalls noch akzeptieren, geschuldet auch dem Format an sich, wenn es da nicht das kleine Wörtchen „Wahrheit“ gäbe.

Viele Menschen die „Das Supertalent“ schauen, glauben exakt an das, was sie dort sehen. Sie sind zu 100% davon überzeugt, dass die Geschichte des Siegers dieser Sendung auch wahr ist, dass sie weder gefälscht noch dem Zwecke nach geschönt wurde und es wäre schlichtweg ein Betrug an genau diesem Zuschauer gewesen, wenn ein Michael Holderbusch diesen Contest gewonnen hätte, ein Mensch, der scheinbar eine Maske trägt, der sein Gesicht dem Zuschauer „nur zur Hälfte zeigt“ sinnbildlich.

Die Zuschauer sahen einen armen Schlucker, einen deutschen Paul Potts, ausweglos und frustriert, ein Mann der viel Mitleid erregt. Aber es gab auch die anderen Bilder, die RTL nicht gesendet hat, die aber existieren, wie eben der Header auf der FATMAN-Internetseite oder den Zeitungsartikel, wo Holderbusch strahlend mit Sonnenbrille für ein Foto posiert,
so etwas wirkt nun mal grundlegend konträr, und es zeigte einen ganz anderen Michael, den die Zuschauer bis dahin nicht kannten, die ihn aber zum Sieg hätten wählen sollen. Es war nur ihr gutes Recht, auch die andere Seite von Michael kennenzulernen um dann selbst zu entscheiden, ob sie auch diesen anderen Michael mögen.

Holderbusch hätte vielleicht nur er selbst sein müssen und seine andere Seite auch ganz offen zeigen sollen. Er hätte sagen können, dass er in verschiedenen Bandprojekten tätig ist und er hin und wieder auch mal die Sau rauslässt, so wie auf den Fotos in der Zeitung oder auf dem Bandheader. Die Leute wollen Ehrlichkeit, missachtet er das, tut er es auf eigene Gefahr.

Auszug aus dem RTL-Forum vom 19.12., ein User dort schreibt:

„Hallo das ganze grenzt ja schon mehr als nur an Verarsche!!! Unser sooooo armer Michael Holderbusch hat seine eigene Band seit 2004 ! Ich dachte er bekommt Hartz4 und ist ja soooo schlecht drauf!! Hier der Link von den FATMANN´s [ http://www.fatman-bluesrock.de/index.php?option=com_content&task=view&id=5&Itemid=28%5D“
Und weiter […] „Wir werden doch nur verarscht, RTL reibt sich die Hände und erzählt uns Märchen!!!“, Zitat Ende. [Quelle: RTL.de / forum, Eintrag „derheyna“ v. 19.12.2010, Screenshot im TNN-Pressefach].
http://www.rtl.de/forum/index/beitrag/id/4091/das-supertalent/kandidaten/verarsche-michael-holderbusch-alias-fatman-2004
Backup Link: http://www.telenewsnet.com/tvdesk/supertalent/Michael-Holderbusch-Supertalent-Forum-RTL-Fatman.html

RTL hat diesen anderen Michael nicht gezeigt, hat seine Band FATMAN gegenüber den RTL-Zuschauern offenbar nie erwähnt und Michael tat es auch nicht, vielleicht weil Beide wussten, dass diese Dinge dem Verlierer-Image wiederstreben und es sind nun mal die „Verlierer“, die größte Chancen haben diesen Contest auch zu gewinnen.

RTL wollte seinen Sieg und die Jury auch, das war all zu offensichtlich, aber es wäre auch nicht fair gewesen, besonders vor dem Hintergrund, dass es Menschen gibt, die wirklich ohne Ausweg leben, denen es viel schlechter geht als einem Michael Holderbusch, die zum Beispiel gar nicht mehr arbeiten können.

Leute wie Manuela Wirth zum Beispiel, die Frau, die im Rollstuhl sitzt, Bruce Darnell hatte weitaus weniger Tränen für sie, man sollte sich fragen warum.

Oder ein Max Bryan, dessen Auftritt nicht einmal gesendet wurde und das obwohl die Macher wussten, wie sehr sie ihm damit geholfen hätten. Max lebt nach wie vor auf der Straße und wenn er da draußen erfriert, wird RTL und Grundy ihm vermutlich keine solche Träne nachweinen, haben die seine Existenz doch bis heute nicht mal offiziell bestätigt.

Zitat Bruce Darnell zum Obdachlosen Max Bryan am 7. August, dem Tag als der Wohnungslose vor die Supertalent-Jury trat und sein Lied sang Gedächtnisprotokoll: „Das ist wirklich sehr, sehr schwer für mich, aber wir alle haben unser Päckchen zu tragen“, sagt der selbe Mann, der regelmäßig in Tränen ausbricht und zwar bei Kandidaten, die weitaus weniger Schicksal mit sich tragen.

Offenbar hatte man auch keine Skrupel, den obdachlosen Max Bryan nach seinem Auftritt zurück auf die Straße zu schicken, was einmal mehr die Doppelzüngigkeit dieses Formats enthüllt.

Spätestens jetzt sollte dem Leser dieses Artikels ein Licht aufgehen, stehen die Tränen der Jury scheinbar doch regelmäßig auch im Drehbuch. [TNN Artikel v. 26.09. „Tränen nach Drehbuch“], und das ist nicht das Einzige, was beim Supertalent-Wettbewerb zum Himmel stinkt.

So hatte Max Bryan im Juni diesen Jahres ganze 25 Seiten Bewerbung bei Grundy eingereicht, als Anlage zum Fragebogen, den jeder Kandidat im Vorfeld seiner Teilnahme ausfüllen muss. Die Geschichte vom einsamen, bärtigen Menschen, der kaum Freunde hat, der unglücklich und allein ein Leben im Abseits führt, ist die Lebensgeschichte des obdachlosen Max Bryan, adoptiert und gestohlen von RTL, übertragen und öffentlich gemacht an der Person Michael Holderbusch, zumindest ist das unser persönlicher Eindruck.

Im Abspann des Auftritts von Michael Holderbusch, Sendung vom 2. Oktober, während des Moments als die Zuschauer sich erhoben und minutenlangen Applaus spendeten, lief eine begleitende Hintergrundmusik, es ist der Song „Music was my first Love“ von John Miles. Max hatte diesen Song für den Fall seines Weiterkommens favorisiert und erzählte auch wie es dazu kam, dass er 15 Jahre lang diesen Traum hatte, „auf einer dieser Bühnen zu stehen und diesen Song zu erleben“. [Quelle: http://www.maxbryan.com ]

Nicht auszuschließen, dass Bryan´s epische Bewerbung die Produzenten der Show erst auf die Idee brachten, den Song für Holderbusch einzusetzen, inszenierten sie ihn doch als armen hilflosen Tropf, der angeblich nie eine Chance bekam und dessen Glück vom Leben und der Liebe zur Musik nun endlich auf dieser Bühne ihren Anfang nehmen sollte. Das diese für Holderbusch eigentlich konstruierte Geschichte, vermutlich dem wahren Leben eines Obdachlosen entlehnt ist, hätten die Zuschauer dieser Sendung wahrscheinlich nie erfahren. Ein Grund mehr, diesen Artikel hier zu schreiben und zu veröffentlichen.

Die Geschichte erinnert irgendwie auch an „Aschenputtel“, einer Märchenfigur aus den Sammlungen der Gebrüder Grimm. Eine Stiefmutter und zwei Stiefschwestern machen einer dritten Figur dem Aschenputtel das Leben zur Hölle, verstecken und ächten es. Das Aschenputtel wünscht sich bei einem großen Fest dabei zu sein, aber es hat nicht die passenden Kleider und muss neben der Asche am Ofen schlafen. Das Aschenputtel findet dennoch einen Weg hinaus und gelangt zu dem Fest, wo Aschenputtel sich unter die Leute mischt, unerkannt. Ein Prinz entdeckt sie und erkennt in ihr die wahre Braut, Stiefmutter und Stiefschwestern erhalten ihre gerechte Strafe, und wenn sie nicht gestorben sind, […] den Rest kennt man, nachzulesen auch unter http://de.wikipedia.org/wiki/Aschenputtel

Anscheinend war der obdachlose Max Bryan so etwas wie das Aschenputtel dieser Supertalent-Staffel, der Eine der dem Anderen weichen musste, weil es nur Einen von Beiden geben durfte. Holderbusch war in dem Fall dieser Eine, den die Produzenten der Show offenbar für sich schon auserwählt hatten, den Sieg im Contest davon zu tragen, während sie Max „das Aschenputtel“ zurück auf die Straße schickten, wo er heute noch ein jämmerliches Dasein fristet. Die Sendungsmacher hatten ihn gut versteckt, halten seine Existenz bis heute geheim, vermutlich um den wahren Favoriten dieser Staffel – Michael Holderbusch – zu schützen.

Freilich wird der Sender und auch der Produzent den Diebstahl an der Geschichte des Max Bryan nie wirklich zugeben, eine gute Verschwörung ist eben nicht zu beweisen Was aber bewiesen ist, sind gut ein Dutzend Fragwürdigkeiten des Protagonisten und ehemals favorisierten Supertalent-Teilnehmers Michael Holderbusch, der nach Maßgabe der Show-Produzenten diesen Contest hätte auch gewinnen sollen. Siehe auch besonders wohlwollende Statements der Jury vom 18.12., dem Tag des Finales, gegenüber Michael Holderbusch, die Macher wollten scheinbar dringend seinen Sieg!].

Nun kam es anders, welch ein Novum, der Stimm-Virtuose Freddy Sahin-Scholl machte das Rennen und gewann knapp vor Holderbusch die 100.000 EUR Preisgeld beim diesjährigen Supertalent-Wettbewerb.

Der Titel „Das Supertalent“ bleibt somit verschont, vom Konstrukt solch offener Fragwürdigkeiten.

Sean Quentin Dexter & Trevor Barnes TeleNewsNet

Foto: Fanseite Michael Holderbusch Screenshot by TNN

Alle Foto- und Quellenbelege im Pressefach von TNN.

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Text frei bei Nennung der Quelle „TNN“.

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PS : Und weil es Anfragen dieser Art gibt : Wir haben kein persönliches Interesse an diesem Fall und dies wird auch der vorerst letzte Beitrag zu diesem Thema sein. Wir sind Berichterstatter und wir haben viel Zeit in die Recherche zu diesem Artikel investiert. Es geht auch um Wahrheit und Aufrichtigkeit und um die Aufklärung der Konsumenten, in dem Fall die Zuschauer dieser Sendung.

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Michael Holderbusch: Ungerechte Bevorteilung?

+++ Insider behauptet, CD-Produktion habe »bereits begonnen« +++

Zuschauer Voting »bestenfalls Makulatur«

Beim diesjährigen Supertalent-Wettbewerb RTL bahnt sich ein großer Betrug an, wonach Michael Holderbusch von den Machern der Show – angeblich – „bereits als Sieger des Wettbewerbs auserwählt“ und die CD-Produktion für ihn „bereits begonnen“ habe, behauptet der selbe Mann, der auch schon den Skandal um Sylvie van der Vaart aufdeckte TNN hatte berichtet, 8.12. „Obdachloser Max Bryan“.

http://www.telenewsnet.com/tvdesk/index.html

[TNN] Schon bei Michael Hirte, 2008, musste man sich wundern, wie schnell die CD nach dem Sieg des Mundharmonika-Spielers Ende 2008 eingespielt und auf den Markt war und Fachleute wissen, dass jede Veröffentlichung auch seinen Vorlauf braucht. Nur logisch, dass man da nicht erst am 18.12. Tag des Finales beginnt eine CD aufzunehmen, sondern schon mal etwas vorproduziert, für den Fall, dass der Kandidat gewinnt.

Kandidaten wie Michael Hemmersbach, Mary Rose, Manuela Wirth und Max Bryan mussten angeblich Platz machen für den eigentlichen Favoriten der Sendung, „Michael Holderbusch“, und der Bericht des Informanten klingt durchaus plausibel.

Wundert es doch sehr, dass Dieter Bohlen ausgerechnet bei allen denjenigen Kandidaten kaum gute Worte findet, die seinen persönlichen Favoriten Holderbusch hätten gefährlich werden können. Mary Rose zum Beispiel. Sie sang den Song von Maria Mena „All this time“ geradezu in Perfektion und Bohlen beurteilte ihren Gesang abwertend als „Kopie“.

Darüber, dass Michael Holderbusch das Original von Joe Cocker „You are so beautiful“ ebenso in Perfektion kopierte, verlor Bohlen kein Wort, was gleichsam offen legt, dass dieser Mann offenbar mit zweierlei Maß misst.

Vermutlich träumt Bohlen schon vom großen Dollar-Regen, den er sich mit Holderbusch bescheren kann – auch international – nur könnte der Schuss auch nach hinten los gehen, dann nämlich wenn sich herausstellt, dass weite Teile des Holderbusch-Schicksals konstruiert oder gar geklaut sind und Holderbusch gar nicht der arme Tropf ist, den RTL uns verkaufen will.

Inspiriert vom Schicksal eines echten Obdachlosen Max Bryan „wollte man Holderbusch als bärtigen Paul Potts inszenieren“ und habe ihm gar aufgetragen, „den Bart bloß nicht abzurasieren“, und „ja nichts zu verändern“, weil genau dieses Outfit „die Abgrenzung zum britischen Original verschafft“, berichtet der Informant am Telefon.

Wenn das stimmt, und der Sieg von Holderbusch längst beschlossene Sache ist, wäre das nicht nur ein großer Betrug, es wäre auch zu tiefst unmoralisch, weil ein echtes Schicksal hierfür Vorlage bot und dieser Jemand heute immer noch auf der Straße lebt.

Im 3. Halbfinale – jedenfalls – hat Dieter Bohlen mehr als offensichtlich gezeigt, wer das Finale für ihn gewinnen soll. Bohlen läuft auf die Bühne und umarmt Holderbusch und das nicht ohne Grund, denn der Zuschauer soll damit offenbar beeinflusst werden für exakt diesen Kandidaten abzustimmen.

Marco Schreyl sagte in seiner Anmoderation zu Holderbusch, Zitat: „Du warst einsam und unglücklich, nur heute auf der Bühne warst Du glücklich und Dieter Bohlen hat Dich vor Begeisterung umarmt, das gab es noch nie, damit gehst Du jetzt schon in die Geschichtsbücher ein“, Zitat Ende.

Zwei Dinge dazu:

1. Holderbusch ist nicht authentisch. Sein Schicksal wurde – stellenweise – konstruiert. Ein ausführlicher Bericht mit allen Hintergründen und Belegen dazu erscheint dieser Tage.

2. Die Umarmung stand im Drehbuch. Bohlen zögerte kurz beim Aufstehen, was dafür spricht, dass er dies nicht spontan machte, sondern dass die Aktion geplant war. Offenbar hatten die Storyliner sich gedacht, man müsse den Kandidaten besonders hervorheben, um ihn vorzeitig in eine Favoriten-Rolle zu pressen. Und die Tatsache, dass der Moderator diese Umarmung auch noch besonders hervorhebt und gar die „Geschichtsbücher“ bemüht, zeigt, das der Sender Holderbusch als Sieger bereits favorisiert und genau das ist ungerecht gegenüber anderen Kandidaten, die nicht diesen „Support von Bohlen“ oder einen der Macher dieser Show erhalten.

So beispielsweise auch Manuela Wirth, sie hätte es am ehesten verdient ins Finale zu kommen, hat sie doch ein wirklich schlimmes Schicksal zu tragen. Die Frau sitzt im Rollstuhl und braucht das Geld dringender als ein Michael Holderbusch, der genauso gut auch arbeiten gehen könnte Stichwort „DB-Sicherheit“, mehr dazu später.

Vorerst jedenfalls bleibt die Bevorzugung des Michael Holderbusch unbillig, auch weil der Sender so tut, als würde allein der Zuschauer über das Schicksal des Kandidaten entscheiden. Dabei manipuliert RTL fast im Sekundentakt das Verhalten der Zuschauer. Das anschließende Telefon-Voting ist dann bestenfalls noch Makulatur.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

Foto: Offizielles Logo RTL

Download: http://www.castingshow-infos.de/wp-content/uploads/2010/12/100061242.jpg

Text frei bei Nennung der Quelle „TNN“.

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Sylvie van der Vaart: Wie diskriminierend war Ihre Äußerung ?

+++ Die RTL-Supertalent-Jurorin soll einen Obdachlosen schlimm beleidigt haben +++

Die 4. Supertalent-Staffel hat ihren ersten handfesten Skandal. Supertalent-Jurorin Sylvie van der Vaart soll während einer Aufzeichnungen für die RTL-Show „Das Supertalent“ einen obdachlosen Casting-Kandidaten schwer beleidigt haben, berichtet eine Augenzeugin, die eigenen Angaben zu Folge am 7. August im Wiesbadener Staatstheater unmittelbar hinter der Jury im Publikum saß.

[TNN] „Und auch Deine Ausstrahlung ist nichts für die Bühne“, soll van der Vaart dem obdachlosen Max Bryan entgegnet haben, als sie aufgerufen war, seinen Auftritt zu bewerten. „Unter Tränen nahm Max sein Urteil entgegen, nachdem er ängstlich sein Lied vorgetragen hatte“, beschreibt Giesela F. 47, Name geändert.

Und dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Frau van der Vaart in einem Interview mit RTL stolz verkündete, dass „Jeder in dieser Show, egal wie er aussieht, eine Chance bekommt“ [Quelle: RTL, Trailer Okt. 2010].

Inzwischen trägt Max Bryan einen dicken Rauschebart und stark verschmutzte Kleidung, denn Max lebt auf der Straße. Vor neun Monaten verlor er seine Wohnung und findet seitdem auch nichts Neues, wie er selbst in seinem Internet-Tagebuch berichtet.

http://www.maxbryan.com

Bryan ist vermutlich der erste Obdachlose mit eigenem Laptop und eigener Facebookseite. Vielen ist das unheimlich, so auch der Jury und den Machern der Show, die nämlich glauben ihm „kein Wort“, schreibt Bryan in einer Selbsteinschätzung der aktuellen Situation.

http://www.facebook.com/notes/max-bryan/8-grad-minus-und-schuhe-geklaut-/173905229294067

„Die glauben mir meine Geschichte nicht. Sie glauben nicht, dass ich 15 Jahre in einer Dachkammer lebte und sie glauben nicht, dass ich seit März auf der Straße lebe. Sie haben mich verkauft und verraten, beleidigt und gedemütigt, und ich werde dazu nicht länger schweigen.“, erklärt Bryan wild entschlossen.

Dazu muss man wissen, Max hat Schlimmes durchgemacht. 15 Jahre lebte er eingepfercht auf nur 20qm in einer schmalen Dachkammer, irgendwo im Norden Deutschlands. Körper und Geist haben schwer unter dem Martyrium gelitten. Seine Psyche habe sich „aufgespalten“, in zwei unterschiedliche Personen, „es gibt Max den Sänger und Bryan den Autor, und beide leben im selben Körper“, heißt es im Tagebuch des Max Bryan. Unter vorgehaltener Hand und im Interview spricht er sogar noch von einer 3. Person, die unter der er geboren wurde, aber diese Person ist schon seit Mitte der 90er „tot“, „sie besitzt kein eigenes Leben mehr, es gibt keine sozialen Kontakte“, weshalb auch der Kontakt zur Familie abbrach. Mediziner sprechen in solchen Fällen von einer multiplen Person, Menschen mit gespaltener Persönlichkeit und die Pathologie ist äußerst ernst zu nehmen.

Grundy und RTL wussten davon, denn.Bryan hatte in seiner Supertalent-Bewerbung auf mehr als 25- Seiten ausführlich darüber berichtet und dennoch hat RTL bzw. Grundy (der Produzent) den Kandidaten in die Sendung eingeladen, offenbar nur um ihn lächerlich zu machen und zu demütigen.

Die Augenzeugin berichtet: „Max kam auf die Bühne und schon im ersten Satz, den er sprach, versagte ihm die Stimme. Unter Tränen sprach er vom Verlust seiner Wohnung und dem Leben auf der Straße und Dieter Bohlen legte den Finger noch in die Wunde, fragte, warum er nicht arbeiten ginge. Er fragte das in einem Ton, der verriet, wie sehr er das Schicksal des Obdachlosen anzweifelte und er las dabei ab“, was einmal mehr den Verdacht nahe legt, dass die Zweifel an Bryan´s Geschichte bereits im „Drehbuch“ standen.

Angeblich wissen die Juroren nichts von dem Kandidaten, solange er nicht die Bühne betritt. Man kenne nur Namen, Alter und Beruf. Im Fall des Max Bryan aber, muss die Jury mehr gewusst haben, denn sie war dem Kandidaten „äußerst feindlich gesonnen, in jedem der Worte konnte man das hören“, berichtet die Augenzeugin.

Wurde Bryan mit Absicht aus der Sendung entfernt ? Sollte er von vornherein ausscheiden ? Wurde er nur eingeladen, um ihn der Lächerlichkeit preiszugeben ?

Seine Aufnahmen wurden nicht gesendet, „weil RTL nicht das bekam, was sie von Bryan wollten“, berichtet ein Insider aus dem näheren Umfeld des Senders. Seiner Aussage zu Folge wollte RTL die Lachnummer, „ein angeblich Obdachloser, der gar nicht obdachlos ist, live und vor laufender Kamera wollten sie ihn überführen“, aber die Sache ging schief. Max wirkte auf der Bühne dermaßen authentisch, dass keiner in diesem Moment seine Geschichte anzweifelte. Bruce stockte sogar der Atem: Zitat: „Das ist sehr, sehr schwer für mich, überhaupt ein Urteil zu fällen“, und weiter: „Das ist sehr traurig“, sagt die selbe Frau, die ihn nach dem Auftritt noch schwer beleidigen wird, Frau Sylvie van der Vaart. Und zwar nicht, weil sie das selbst so fühlte, sondern weil es im Drehbuch stand. Die Storyliner hatten Bryan bereits aus der Sendung rausgeschrieben, „er m-u-s-s-t-e ausscheiden, das war eine klare Anweisung“, berichtet der Informant, der namentlich nicht genannt werden will.

Seine Aussage deckt sich auch mit dem Statement einer Casting-Verantwortlichen, Astrid F. (Grundy), die nämlich teilte dem Obdachlosen Max Bryan am Telefon mit, das Schicksal eines Obdachlosen sei „einfach nicht unterhaltsam genug“, und dies sei nun mal eine „Unterhaltungsshow“, er solle damit doch lieber zu Spiegel-TV gehen, heißt es in einem Gedächtnisprotokoll des wohnungslosen Max Bryan.

Nun stellt sich natürlich die Frage, weshalb man den Obdachlosen dann überhaupt zur Aufzeichnung der Sendung „Das Supertalent“ eingeladen hatte. Wenn das Schicksal eines Obdachlosen doch angeblich nicht in die Sendung passt, warum hatte man ihn dann eingeladen ? Warum sollte Max Bryan am 7. August im Wiesbadener Staatstheater vor Dieter Bohlen und der Jury und 1400 Zuschauern singen, wenn es doch angeblich niemanden interessiert ? Hatte man ihn nur eingeladen, um die Zweifel an seiner Geschichte öffentlich zu machen ?

Die Antwort auf diese Frage bleibt das Unternehmen bislang schuldig. Eine offizielle Anfrage an die Unternehmenssprecherin Anke Eickmeyer wurde bislang nicht beantwortet, offenbar Usus im Fall Max Bryan, und das kommt nicht von ungefähr.

Denn auch in der Anmoderation zum Beitrag von RTL-Explosiv v. 18.10. (Klitschko und der Obdachlose) spricht der Moderator von „angeblich obdachlos“, will heißen, der Sender zieht Bryan´s Geschichte durchaus in Zweifel.

Nun ist die Sendung „Das Supertalent“ auch dafür bekannt, dass nahezu ausschließlich Leute weiterkommen, die ein schweres Schicksal vorzuweisen haben und es wäre wohl kaum auszudenken, was passieren würde, wenn einer der Kandidaten ein unwahres Schicksal vorgibt, nur um seine Chancen bei der Teilnahme zu erhöhen. Das Format wäre quasi ruiniert.

Im Fall des obdachlosen Max Bryan muss man dennoch umdenken. Zu viele Zeugen, die inzwischen bestätigt haben, was der „Zwangs“-Hamburger derzeit durchmacht. So beispielsweise die Putzfrau, die jeden Morgen um 7.00 Ihr die Tür zu dem Fischrestaurant aufschließt, vor dessen Toren Max Bryan seit 7 Monaten nächtigt. Jeden Morgen weckt sie den wohnungslosen Max, denn bevor die Touristen kommen, muss er seinen Schlafplatz dort geräumt haben. Oder der Mann von der Brückenreinigung, der ihn jeden Morgen die Brücke raufkommen sieht und „Wolle“, ein Leidensgenosse, der das selbe bestätigen kann, „sie alle haben vor laufender Kamera bezeugt, dass Max seit 7 Monaten dort schläft“, erklärt ein Sprecher vom Kölner Projekt Office, die den wohnungslosen Bryan derzeit betreuen.

Sogar eine enge Vertraute des Senders, in dem Fall „Dorothee D.“ (RTL Explosiv), die tagsüber und am 16.10. die Leute von der Fischpfanne (ein Restaurant) befragt hatten, auch sie habe nur „beste Eindrücke“ und könne bestätigen, dass alles wohl auch der Wahrheit entspricht, heißt es in einem Schreiben der Kölner Projektagentur an den Sender RTL.

Die Äußerung von Sylvie van der Vaart, jedenfalls, war diskriminierend und diffamierend und wirkt wie ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen in Not.

Sowohl der Sender, als auch der ausführende Produzent und die Jury, sollte sich für diese menschenverachtende Handlungsweise öffentlich entschuldigen.

Sean Quentin Dexter für TeleNewsNet

Foto: TNN

(c) TNN 2010. Bei Hinweis auf die Quelle ist der Abdruck / die Verwendung für redaktionelle Zwecke honorarfrei.

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Supertalent 2010: RTL dementiert singenden Jesus

»Obdachloser Max Bryan wird nicht auftreten !«

Neue Erkenntnisse im Fall des obdachlosen Max Bryan, der sich bereits im Juni diesen Jahres bei einem der Supertalent-Castings RTL bewarb. Die Ausstrahlung seines Auftritts wurde bislang zurückgehalten, wonach Gerüchte die Runde machten, der Kandidat solle erst in einer der Halbfinal-Shows oder im Finale von „Das Supertalent“ als Überraschungsgast auftreten.

http://www.google.de/#q=%22max+bryan%22+supertalent

[TNN] RTL dementiert diese Gerüchte nun erstmals. In einer Stellungnahme des Senders vom 1. Dezember heißt es: „Beim Supertalent tritt kein Max Bryan und kein singender Jesus auf und das war auch niemals geplant!“

TNN Welch eine Kehrtwende und offenbar ist der Name Max Bryan im Hause RTL inzwischen so was wie ein „Rotes Tuch“. So stellt sich nunmehr heraus, nicht der Sender, sondern das Kölner Projekt Office hatte zunächst interveniert und um Ausstrahlung des Materials gebeten.

„Wir hatten angefragt, wie es denn sein könne, dass ein obdachloser Teilnehmer des Wettbewerbs so rigoros ignoriert und totgeschwiegen wird. Wir wollten gern wissen, was der Grund dafür ist. Die Anfrage wurde nie beantwortet“, berichtet ein Sprecher vom Kölner Pressedesk.

Die Stellungnahme der RTL-Unternehmenssprecherin gegenüber TNN vom 1. Dezember ist somit auch die erste offizielle Erklärung des Senders überhaupt und in Sachen Max Bryan.

Rückmeldung gab es indes nicht nur vom Sender, mehrere Augenzeugen hatten sich nach unserer Veröffentlichung in der Redaktion gemeldet und was sie berichten, ist skandalös. Demnach wurde Max Bryan mit seinem Auftritt im Wiesbadener Staatstheater nicht nur aufs übelste vorgeführt, sondern auch aufs schlimmste gedemütigt, unser ausführlicher Bericht dazu erscheint kommenden Dienstag. Das Interview mit einer Zuschauerin vom 7. August, dem Tag der Aufzeichnung, dauert zur Stunde noch an.

Demnach hat der Sender den Kandidaten mit der Teilnehmer-Nummer 1933*** offenbar nur deshalb eingeladen, um ihn maximal zu erniedrigen, ihn zu beleidigen und bloß zu stellen, aber der Plan ging nicht auf. Max stand mit Tränen in den Augen auf der Bühne, erzählte von seiner Obdachlosigkeit, dass er im März seine Wohnung verlor „und die Zuschauer waren gerührt“, erzählt die Augenzeugin. Dieter Bohlen hingegen wirkte „eingleisig“, für ihn sei Bryan´s Schicksal kein Grund nicht auch noch den Finger in die Wunde zu legen, so fragte er den Obdachlosen Max Bryan doch allen Ernstes, warum er nicht arbeiten ginge und das obwohl Bryan in einem 25-seitigen Expose seiner Biografie alle Umstände seiner Behinderung beschrieben hatte. Geholfen hat´s ihm wenig, denn was die Jury ihm entgegnete, war pure Feindschaft und nicht nur das.

Insider wissen, die Jury bekommt Vorgaben von den „Editorials“ den Storylinern, die im Hintergrund die Fäden ziehen, sie seien die wahren Mächtigen des Formats, „sie entscheiden über Abwahl oder Weiterkommen eines Kandidaten, nicht die Jury“, behauptet ein Informant aus dem näheren Umfeld des Senders. TNN hatte den Mann nach Verifizierung der Augenzeugenberichte kontaktiert und auch seine eigenen Beobachtungen stützen die Aussagen der Augenzeugen.

Exkurs:
http://gm1956.wordpress.com/2008/10/02/was-macht-eigentlich-ein-storyliner/

http://www.google.de/#hl=de&q=storyline+supertalent

Angeblich habe sich sogar die Grand Dame der Jury, Mrs. Sylvie van der Vaart, in ihrer Bewertung des Kandidaten Max Bryan einen schlimmen Fauxpas geleistet. So soll sie gesagt haben, Bryan gehöre „nicht auf eine Bühne“, wegen seiner „Ausstrahlung“ sinngemäß und Gedächtnisprotokoll der Augenzeugin!.

Wenn das stimmt, wäre das nicht nur eine rassistische, sondern auch zu tiefst diskriminierende Bemerkung und ein Riesen-Skandal noch dazu.

Letzteres könnte auch der Grund gewesen sein, weshalb der Sender die Aufnahmen bislang zurückhielt und den Auftritt des Max Bryan mit aller Macht unter Verschluss hält. Und schlimmer noch ! Sollte sich herausstellen, dass der Produzent Grundy Light Entertainment nur in dieser einen verwerflichen Absicht handelte, dass die Macher der Show den obdachlosen Max Bryan nur deshalb einluden, um ihn maximal zu demütigen, wäre das wohl auch der erste wirklich große Skandal dieser Show, auch in Betrachtung der Gesamtheit des Konzepts.

Sean Quentin Dexter für Telenewsnet

Foto: Pressedesk / MB Diary

(c) TNN 2010. Abdruck und Verwendung für redaktionelle Zwecke honorarfrei gemäß IPTC.

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